Freitagmorgen
Barmherziger Gott, am Freitag gedenken wir des Todes Jesu, deines Sohnes. In seinem Tod hat er uns bis zur Vollendung geliebt. So möchte ich mich zu Beginn des Tages mit dem Kreuz bezeichnen. Wenn ich meine Stirn mit meinen Händen berühre, soll die Liebe Jesu in mein Denken strömen, damit ich Gedanken des Friedens und der Liebe denke. Dann soll die Liebe Jesu in meine Vitalität und Sexualität hineinströmen, wenn ich den Unterbauch berühre. Dann lenke ich die Hand an die linke Schulter, damit die Liebe Jesu bis in die Tiefen des Unbewussten strömt und alles in mir mit seiner Liebe durchdringt. Wenn ich dann die rechte Schulter berühre, vertraue ich darauf, dass Jesu Liebe auch mein Handeln und Sprechen heute prägen wird. So lass die Liebe, die Jesus am Kreuz vollendet hat, heute meinen ganzen Leib und meine Seele durchdringen, so dass sie durch mich in die Welt hinein ausstrahlt.
Freitagabend
Barmherziger und guter Gott, an diesem Abend denke ich an all die Menschen, die ein Kreuz zu tragen haben, denen das Kreuz manchmal zu schwer wird. Lass sie im Blick auf das Kreuz deines Sohnes Trost finden. Lass sie erfahren, was Jesus uns allen verheißen hat, dass er uns vom Kreuz herab alle an sich ziehen, uns alle mit seiner Liebe umarmen möchte. Und gib, dass die Menschen, die sich in ihrem Leid von Jesu liebenden Armen umarmt fühlen, ihr Leid zu tragen vermögen, ja dass sie ihre Wunden als Einfallstor für die Liebe Jesu erfahren. Dann tun die Wunden immer noch weh, aber sie wandeln sich, sie öffnen uns für die Liebe Jesu. Lass uns alle von deiner Liebe umarmt zuversichtlich einschlafen.