Auch in Nigeria tragen die Frauen alltäglich schwere Lasten. Sie gehen weite Wege zum Markt, sie holen Wasser an den Brunnen, sie tragen ihre kleinen Kinder und werden vielfach ausgebeutet in der männerdominierten Welt, in der sie leben. Aber in der Gemeinde Jesu Christi haben Frauen nicht weniger zu sagen als Männer, und die Männer haben nicht das Recht, Frauen Lasten aufzuerlegen, die sie selbst nicht bereit sind zu tragen.
Paulus sagt mehrfach: „Es ist kein Ansehen der Person vor Gott!“ (z. B. Röm. 2,11), und er meint damit auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, wie sie Jesus praktiziert hat. Aber immer noch werden Mädchen und Frauen größere Lasten auferlegt, sie haben es schwerer in der Ausbildung, werden gedemütigt und misshandelt. Das ist schreiendes Unrecht, und solches Unrecht ist leider auch immer wieder in Kirchen und Gemeinden zu finden. Vergessen wir nicht, dass es 450 Jahre gedauert hat, bis auch in den evangelischen Kirchen Frauen ordiniert wurden und zu Amt und Würden kamen und dass es nicht absehbar ist, wann es in der katholischen und orthodoxen Tradition so weit sein wird.
„Kommt! Bringt eure Last.“ – das Motto des diesjährigen Weltgebetstages will tröstend einladen, davon zu erzählen, was den Frauen in Nigeria und anderswo das Leben schwer macht. Aber es ist auch eine Ermutigung, Last abzulegen, sich Zeit zu nehmen und sich vom Evangelium ermutigen zu lassen, neue und gemeinsame Wege zu gehen und einzufordern, dass in Zukunft die Lasten besser verteilt werden.
Wenn Jesus alle einlädt, die mühselig und beladen sind, dann meint er wirklich alle, und in besonderer Weise eben auch die Frauen, die unter dem Joch männlicher Dominanz und Willkür leiden – in Nigeria und natürlich auch bei uns. Und dass sich etwas ändern kann an der Lastenverteilung, das kann man doch glücklicherweise heute vielerorts sehen, und das dürfen heute auch viele Frauen erfahren. Der Weltgebetstag ist ein besonderer Moment, davon zu sprechen, von der Freiheit der Kinder Gottes, auch der weiblichen!
Wir wünschen Ihnen in dieser Passionszeit, die den Monat März prägt, aufmerksames Wahrnehmen dessen, was Menschen bedrückt und ihre Leben erschwert, aber auch schon etwas von der Hoffnung, der wir entgegengehen und die in der Auferstehung Christi ihren Ursprung hat!
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