Mirjam Schilling: Ich war kürzlich auf einem Konzert in Wien des Musikerduos Pars Momentum, bestehend aus einem Cellisten und einem Gitarristen. Der Gitarrist, Christian Heidenbauer, hatte mehrere Gitarren dabei. Von Anfang an ist mir ein sehr ungewöhnliches Instrument in seiner Sammlung aufgefallen: eine Gitarre, die wie ein verbeulter Metallkoffer aussah, mit Kratzern und Schrammen. Nach einigen Musikstücken erklärte er, dass er dieses Instrument zusammen mit Kindern und Jugendlichen in der Ukraine aus Kriegsmaterial hergestellt hat – als Zeichen der Hoffnung und dafür, dass selbst in Leid und Zerstörung etwas Schönes entstehen kann. Dieses Musikinstrument entstand im Rahmen eines Projekts der Organisation "Art Helps". Tom, du warst viele Jahre Design Director bei Jung von Matt, bist ein vielfach ausgezeichneter Designer und als freier Künstler tätig. Doch dein Herzensprojekt ist "Art Helps", das du 2012 zusammen mit deiner Frau Yasemin gegründet hast. Eure Organisation bezeichnet sich als "zweite Hilfe". Was bedeutet das genau?
Tom Lupo: "Art Helps" ist eine Organisation, die sich – so sage ich es gern – um den inneren Menschen kümmert. Man kann Brunnen bauen, man kann Nahrung oder Medizin bringen. Das ist sichtbar, und man sieht schnell Resultate. Bei uns ist das manchmal schwieriger, weil man es auf den ersten Blick nicht sieht. Wir kümmern uns um den inneren Menschen, also um Dinge, die zunächst verborgen sind. Die zweite Hilfe ist für uns die Hilfe, die nach der ersten Hilfe kommt. Erste Hilfe bedeutet: ein Dach über dem Kopf, Medizin, Nahrung in Krisen- oder Kriegsgebieten. Auch dort sind wir gelegentlich tätig, aber das ist nicht unser Schwerpunkt. Unser Herz liegt in der Frage: Was passiert mit Menschen, wenn sie Essen haben, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben, wenn das Notwendigste gesichert ist? Oft beginnt dann eine sehr schwere Zeit für sie. Sehr viel wird für die erste Hilfe gespendet, aber wir stehen immer wieder vor dem Problem, dass man nicht sieht, wie wichtig die zweite Hilfe eigentlich ist. Wir sind zum Beispiel seit fast acht Jahren im Irak aktiv, in der Nähe von Mossul, in Camps. Diese Kinder leben mit ihren Familien nach wie vor in Zelten – nach acht Jahren. Alle Kameras sind längst weg, es gibt keine Aufmerksamkeit mehr. Sie haben Essen, ein Dach über dem Kopf, Wasser und Medizin. Aber sie haben kein Leben. Sie sind gefangen in ihrer Situation. Deshalb ist diese zweite Hilfe für uns so wichtig. Wir versuchen, Menschen zu ermöglichen, ihr eigenes Potenzial zu entdecken und zu entfalten. Nur dann kann ihr Leben weitergehen.
Wachsen können
Schilling: Und wie gestaltet sich diese zweite Hilfe?
Lupo: Wir experimentieren gern. Wir arbeiten sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern und Jugendlichen. Wir gehen oft an Orte – auch in Kriegsgebiete –, an denen Menschen nur noch im Überlebensmodus sind. Sie haben kaum mehr etwas, das sie lebendig macht. Ihr Alltag besteht aus der Frage, wie sie morgen überleben können. Wir gehen mitten in dieses Chaos hinein und schaffen einen Raum, in dem Kreativität stattfinden kann. Auf den ersten Blick klingt das seltsam: Warum Kreativität? Warum Kunst? Brauchen sie nicht ganz andere Dinge, etwa Bildung? Wir glauben: Nein. Kinder brauchen zuerst eine Kindheit. Sie brauchen die Möglichkeit zu experimentieren, sich selbst kennenzulernen und ihre Potenziale zu entdecken. Erst dann können sie wachsen – ganz unabhängig davon, was um sie herum geschieht. Selbst wenn Krieg und Zerstörung herrschen, können sie innerlich wachsen. Das ist die zweite Hilfe. Sie ist uns enorm wichtig, und wir möchten diese Arbeit bekannter machen, weil sie in vielen Ländern der Welt schlicht nicht existiert.
"Kinder können lernen, dass sie Einfluss nehmen können, dass sie ihr Leben selbst gestalten können."
Schilling: Ein besonderes Beispiel für eure Arbeit sind die Instrumente, die ihr hergestellt habt. Magst du uns davon erzählen?
Lupo: Die Instrumente, von denen du gesprochen hast, sind in der Ukraine entstanden. Wir haben oft ungewöhnliche Ideen. Arthelps ist ein Netzwerk aus Kreativen und Künstlern. Jeder kann mitmachen, der Freude hat, sein Talent mit anderen zu teilen – nicht für Geld, sondern damit andere Menschen ihr eigenes Talent entdecken können. Vor rund zwei Jahren waren wir in der Ukraine. Ich bin alle zwei bis drei Monate vor Ort, in Kiew und in den umliegenden Regionen. Zu Beginn waren wir viel in Frontgebieten unterwegs. Dort liegt unglaublich viel Schrott herum, viel Kriegsschrott, Metall, "menschenfeindliches Material", wie ich immer sage. Wir haben diesen Schrott in unsere Base gebracht – wir bauen gerade einen großen Creative Hub in Kiew, ein Haus für Kreativität. Dort ließen wir all das Material abladen und stellten uns die Frage: Können wir dieses hässliche, zerstörerische Material verwandeln? Können wir daraus etwas formen, das schön ist oder Menschen im Herzen berühren kann? Wir begannen zu experimentieren und bauten zunächst Klangkörper, später professionelle Musikinstrumente: eine Violine, ein Cello, eine Gitarre – die Gitarre, die du gesehen hast. Die Instrumente sehen nicht nur außergewöhnlich aus, sie klingen auch fantastisch. Viele haben uns das zunächst nicht geglaubt. Ich selbst bin immer wieder erstaunt, denn ich bin kein Musiker. Ich hatte nur die Idee, dass es vielleicht möglich sein könnte. Und es hat wunderbar funktioniert. Das ist die Kraft von Kreativität und Kunst. Es ist auch ein therapeutischer Ansatz. Wir arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, die durch diese Waffen angegriffen wurden, deren Häuser zerstört wurden, deren Familien vielleicht Menschen verloren haben. Wir können eingreifen, wir können etwas verändern. Wir müssen nicht passiv bleiben. Das ist das Faszinierende: Kinder können lernen, dass sie Einfluss nehmen können, dass sie ihr Leben selbst gestalten können.
Anleitung zum Ausbrechen
Schilling: Mit Kreativität in Krisengebiete zu gehen, ist kein Ansatz, von dem man alle Tage hört. Was ist die Geschichte dahinter? Was hat dich dazu bewegt, deine erfolgreiche Designerlaufbahn hinter dir zu lassen und gemeinsam mit deiner Frau diese Organisation zu gründen?
Lupo: Ich hatte schon immer Leidenschaft für Kunst und Kreativität. Das habe ich von meinem Großvater. Er hat viel in Öl gemalt und mich früh in diese visuelle Welt hineingenommen. Ich habe als Kind viel gezeichnet und gemalt und mich immer weiterentwickelt. Schließlich habe ich Design studiert und bin danach in eine der erfolgreichsten Werbeagenturen Europas gekommen. Ich war später zehn Jahre dort als Design Director, habe für große Marken gearbeitet und tolle Projekte umgesetzt. Es hat mir auch Spaß gemacht – aber es hat mich nicht erfüllt. Wir gewannen Preise auf den größten Bühnen der Welt, etwa in Cannes. Aber am Ende des Tages fragte ich mich: Ist das alles? Kann ich meine Fähigkeiten und meine Leidenschaft nicht anders einsetzen? Ich hatte dieses große innere Loch und wagte ein Experiment. Stark verkürzt erzählt: Ich ging für ein halbes Jahr in eine Favela nach Brasilien, um erstmals mit Menschen zu arbeiten, die in sehr schwierigen Umständen leben und nie die Möglichkeiten hatten, die ich hatte. Ich wollte mit ihnen Kreativität teilen. Ich lebte sechs Monate in einer kleinen Hütte, ohne Kühlschrank, ohne Waschmaschine – im Grunde so wie die Menschen vor Ort. Ich gab täglich Workshops, Kreativtrainings. Ich wollte herausfinden, ob ich Menschen mit ihrer eigenen Kreativität in Verbindung bringen kann – besonders Kinder, die in Brasilien oft eine Nebenrolle spielen. Dort gibt es die meisten alleinerziehenden Mütter weltweit; Kinder laufen häufig nur mit, ohne Förderung oder Aufmerksamkeit. Ich wollte wissen: Kann ich genau bei diesen Kindern etwas bewirken? Ich war begeistert. Am Ende stellte ich ein Buch zusammen: "Anleitungen zum Ausbrechen" – mit Ergebnissen, Fotos, Zeichnungen. Wir bauten Kameras aus Schrott, Müll und Karton, wir entwickelten fantastische Zeichnungen, wir veränderten die ganze Favela. Und ich wusste: Genau das ist es, was ich machen möchte.
"Ohne Angst kann Großartiges entstehen."
Schilling: Wenn ihr mit Kindern in Krisen- und Kriegsgebieten arbeitet, begegnet ihr Ängsten, Traumata und psychischen Belastungen. Was erlebt ihr, wenn ihr kreative Workshops anbietet?
Lupo: Am Anfang ist es überall ähnlich – sogar bei Manager-Workshops, die wir ebenfalls gelegentlich durchführen. Die Menschen kommen hinein und haben erst einmal Angst: feuchte Hände, die Sorge zu versagen oder sich zu blamieren. In Krisengebieten ist das natürlich noch viel stärker ausgeprägt, vor allem wenn die Kinder traumatisiert sind. Wir müssen zunächst gegen diese Angst arbeiten. Das ist eine Phase, aber wir schaffen es mittlerweile innerhalb von Stunden, die Angst abzubauen. Wir machen Experimente, durch die wir zeigen, dass Fehler gut und wichtig sind, um kreative Lösungen zu finden. Durch das Spielerische verlieren die Kinder schnell ihre Angst. Und ohne Angst kann Großartiges entstehen. So beginnt jeder Workshop: Die Kinder verlieren ihre Angst und entdecken – manchmal ohne es zu merken – die Fähigkeiten und das Potenzial, das in ihnen steckt. Es ist faszinierend zu sehen, wie stark sie sich innerhalb von Stunden oder Tagen verändern und Selbstbewusstsein entwickeln.
"Wir können Räume schaffen, in denen Kinder Kinder sein und experimentieren können und ein wenig wachsen – selbst dort, wo es eigentlich keinen Raum dafür gibt."
Schilling: Ich habe auf eurem Instagram-Kanal ein Video gesehen, das zeigt, unter welchen Bedingungen ihr arbeitet. Während eines Workshops in der Ukraine gingen plötzlich die Sirenen los und ihr musstet mit den Kindern in den Luftschutzbunker. Dort hat sich dann etwas sehr Berührendes ereignet.
Lupo: Wir sind alle zwei bis drei Monate vor Ort. Wenn wir jetzt zusammen in Kiew in einem Café säßen, würden wir vom Krieg zunächst nichts bemerken. Das Leben läuft normal, die Läden und Cafés sind geöffnet. Dann kommt plötzlich der Alarm. Am Anfang ist das verstörend, aber man gewöhnt sich daran. Tagsüber haben wir drei bis fünf Luftalarme, nachts noch mehr. Es gehört inzwischen zum Alltag. Ich bin in zwei Wochen wieder dort. Ich bin nicht mehr nervös, aber ich habe großen Respekt. Sobald der Alarm kommt, gehen wir in die Schutzräume – in unserem Fall in den Keller des Creative Hub, den wir gerade ausbauen. Dieser Raum ist noch nicht fertiggestellt: Es ist kalt und dunkel, uns fehlen noch finanzielle Mittel und Sponsoren. Aber wir wollen daraus einen warmen, freundlichen Raum machen, vielleicht mit Musik, Textilien, gutem Licht – keinen Angstraum. Beim letzten Besuch haben wir mit Batterien und kleinen LEDs Lichter gebaut, eine Art Mini-Workshop. Wir sind mit den Kindern hinuntergegangen, haben die Situation verändert und sie abgelenkt, indem wir sagten: "Jetzt bauen wir kleine Lichter." Diese LEDs leuchteten in verschiedenen Farben. Dann hatten wir die Idee, Langzeitbelichtungen zu machen: Wenn man mit Licht Bewegungen zeichnet, entstehen Lichtbilder. Genau diese Bilder haben wir im Schutzraum erzeugt. Wahrscheinlich meinst du diese Situation. Die Kinder waren fasziniert, und wir alle bemerkten irgendwann gar nicht mehr, dass der Luftalarm vorbei war. Das ist das Schöne: Wir können den Krieg nicht stoppen, aber wir können die Umstände verändern. Wir können Räume schaffen, in denen Kinder Kinder sein und experimentieren können und ein wenig wachsen – selbst dort, wo es eigentlich keinen Raum dafür gibt.
Wissen allein reicht nicht
Schilling: Wir haben viel darüber gesprochen, welche heilende Wirkung Kreativität für den einzelnen Menschen haben kann. Welche Bedeutung hat Kunst auf kollektiver Ebene, für eine Gesellschaft? Braucht eine Gesellschaft Kunst, um gesund zu sein?
Lupo: Das ist genau die Herausforderung, mit der wir oft konfrontiert sind. Wenn ich im ersten Satz sage, dass wir mit Kunst und Kreativität helfen, haben die meisten sofort ein Bild im Kopf: "Die zeichnen mit Kindern, ganz nett, Beschäftigung." Aber darum geht es nicht. Kreativität hat zunächst nichts mit Zeichnen oder Malen zu tun. Es ist eine Form von Intelligenz, die jeder Mensch besitzt. Aus meiner Sicht – und das hat auch eine spirituelle Dimension – sind wir kreativ angelegt. Wenn wir das als Ebenbild eines schöpferischen Gottes betrachten, dann sind wir Wesen, die Neues hervorbringen können und sollen. Gerade in Zeiten künstlicher Intelligenz ist das wichtig. Wissen liegt heute buchstäblich auf der Straße; wir haben sofortigen Zugang zu allen Informationen. Dadurch wird Kreativität umso bedeutsamer. Die Probleme unserer Welt lassen sich nicht allein durch Wissen lösen – sonst wären sie längst gelöst. Es braucht Kreativität: das spielerische Kombinieren von Möglichkeiten, Experimentieren, neue Wege ausprobieren. Alle Erfindungen, alle Fortschritte – selbst die Glühbirne über uns – sind Resultate von Kreativität. Deshalb glaube ich, dass unsere Kinder kreativer werden müssen, weil die Probleme unserer Zeit wachsen. Lösungen liegen fast immer in der Kreativität.
© Art Helps
Schilling: Welchen Einfluss wird künstliche Intelligenz auf unsere Kreativität und Kunst haben?
Lupo: Das ist schwer zu beantworten. Ich selbst beschäftige mich nicht intensiv damit. Natürlich nutze ich bestimmte KI-basierte Tools, etwa Retusche-Funktionen in Bildbearbeitungsprogrammen: "Entferne diesen Müll auf dem Boden." Früher hätte ich mühsam gestempelt, heute erledigt das ein Werkzeug automatisch. Das finde ich hilfreich und nutze es auch. Aber um damit Kunst zu machen – das ist nicht meine Welt. Ich komme aus der Malerei und arbeite in meinem Atelier monatelang oder jahrelang an einem Bild. Da fließt so viel eigener Prozess und Leidenschaft hinein, dass ich mit KI-generierten Bildern wenig anfangen kann. Für mich steckt darin kein Leben.
"Kreativität muss eine viel größere Rolle spielen. Nur Wissen zu sammeln oder sich von Maschinen Wissen zuführen zu lassen, bringt uns nicht weiter."
Schilling: Ein Gedankenexperiment: Wenn dir im deutschsprachigen Raum alle Türen offen stünden – in Ministerien, Familien, Kirchen, der Wirtschaft –, wo würdest du hingehen, um mit Kreativität Veränderungen anzustoßen?
Lupo: Überall dort, wo wir Probleme haben – und das sind viele Bereiche. Nicht nur die Politik, auch das Schulwesen. Ich habe zwei Kinder, 14 und 16, und sie wachsen ganz anders auf als wir. Sie sind heute eng mit KI verbunden, und vieles funktioniert nicht mehr so wie früher. Sie müssen andere Dinge lernen. Kreativität muss eine viel größere Rolle spielen. Nur Wissen zu sammeln oder sich von Maschinen Wissen zuführen zu lassen, bringt uns nicht weiter. Wir brauchen kreative Herangehensweisen. Mein Traum wäre, dass wir das gesamte Schulwesen verändern: dass der kreative Anteil, der bisher stark unterbelichtet ist, deutlich mehr Wertschätzung und Gewicht bekommt.
© Art Helps
Routinen verlassen
Schilling: Ihr geht davon aus, dass jeder Mensch kreativ ist. Wie kann man das im eigenen Leben anwenden? In welchen Situationen kann man persönlich ansetzen, um kreativer zu werden?
Lupo: Ich erkläre es gern über das Spiel. Viele denken: Kinder spielen, wenn sie mit Lego nach Anleitung ein Haus bauen. Aber echtes Spiel bedeutet, dass das Ergebnis noch nicht sichtbar ist. Wenn Kinder die Legosteine nehmen und etwas völlig Unerwartetes bauen – das ist Spiel. Das ist auch Kreativität. Wenn wir im Alltag nur das tun, was wir gelernt haben, funktionieren wir nur noch. Wir bewegen uns auf unseren eingespielten Autobahnen im Gehirn. Als Kinder haben wir riesiges kreatives Potenzial. Dann formen Schule, Elternhaus und Erfahrungen bestimmte Wege. Irgendwann laufen wir nur noch auf diesen ausgebauten Straßen. Aber rundherum liegt ungenutztes Gelände voller Möglichkeiten. Dorthin kommen wir nur, wenn wir anfangen zu spielen – wenn wir Routinen verlassen und Dinge anders machen als gewohnt. Jeder kann das im Alltag anwenden: Egal ob man Manager in einer großen Bank ist, in irgendeinem anderen Unternehmen arbeitet oder in der Familie Kinder erzieht. Und jeder wird davon profitieren und überrascht sein, was dabei entstehen kann.