Philosophical Conversion: Experiences of Being Re-born in Pre-Christian Greek Times

Zusammenfassung / Summary

Dieser kurze Beitrag befasst sich mit Fabula Incerta II (zuvor bezeichnet als Papyrus Didot 2), einem Text, der bislang weitgehend unbekannt geblieben ist. Seine Bedeutung liegt klar auf der Hand. In fünfzehn Trimetern werden die Sorgen und Nöte eines jungen Mannes dargestellt, die schließlich in reine Freude umschlagen: „Jetzt gehe ich, ich spreche, ich denke. Ich bin geheilt worden (sotheis), ich bin von nun an endgültig wieder zum Leben erwacht (ton loipon chronon anabebíoka) – ich sehe den Himmel, ich sehe das Theater und die Akropolis (ten akrópolin, to théatron).“ Diese Bekehrung findet drei Jahrhunderte später im Neuen Testament (NT) in Begriffen wie metánoia, metamórphosis usw. ihre Entsprechung. Exegeten werden nun in der Lage sein, insbesondere mit Blick auf den Einfluss der griechischen Popularphilosophie auf das Neue Testament, weiter ins Detail zu gehen. Mein Beitrag soll daher als Anstoß für zukünftige Forschungen dienen.

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