Anzeige: Bücher von Heiner Wilmer, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz
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Über diese Ausgabe

Artikel

  • Gratis S. 243-253

    Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?Phänomene menschlicher Selbstzerstörung

    Mündet die expansive Moderne in eine ökologische und militärische Selbstzerstörung? Ist der Mensch überhaupt verantwortungs- und friedensfähig oder liefert er sich durch die Fortschritte in Wissenschaft und Technik selbst ans Messer? Die Autoren suchen nach Wegen aus krisenhaften Szenarios, die sich in unserer Zeit abzeichnen. Markus Vogt ist Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München. Barbara Schellhammer ist Professorin für „Intercultural Social Transformation“ an der Hochschule für Philosophie in München und leitet das dort ansässige Zentrum für Globale Fragen.

  • Plus S. 257-264

    Öffentliche Erzählungen als Ressourcen"The Passion" in den Niederlanden und die Krise der Narration

    An Gründonnerstag verfolgen Millionen Niederländer ein aufwendiges Live-Event auf der Straße oder vor dem Fernseher: „The Passion“ erzählt und aktualisiert die Ostergeschichte und freut sich über eine Quote von bis zu 45 Prozent. Deutsche Ableger dieses Osterspektakels, etwa zwei Versuche von RTL, konnten bislang nicht an den Erfolg des westlichen Nachbarlandes anknüpfen. Dag Heinrichowski SJ, Spiritual am Priesterseminar Sankt Georgen und Promovend in Pastoraltheologie, analysiert das popkulturelle Phänomen von „The Passion“ und reagiert auf Kritik an der Darstellungsform dieses öffentlichen Rituals.

  • Plus S. 265-273

    "Dem Namenlosen fühl ich mich vertrauter"Zu Rilkes "Dingen" zwischen Sprachskepsis und Sprachmystik

    Rainer Maria Rilke, dem gerade aus zwei biografischen Anlässen gedacht wird (150. Geburtstag im Dezember 2025, 100. Todestag im Dezember 2026), geht vom „Stunden-Buch“ bis zu den „Duineser Elegien“ und den „Sonetten an Orpheus“ spirituellen Fragen nach. Rilkes Sinn, mit dem er dem Göttlichen im Kleinen suchend begegnet, ist einer, der im Vorübergehenden auf etwas Vorhandenes verweist, das Bleibendes mit sich trägt und gerade deshalb dunkel bleiben muss. Waldemar Fromm ist apl. Professor für Germanistik an der LMU München und Leiter der Arbeitsstelle für Literatur in Bayern.

  • Plus S. 275-283

    Angst, Ehrfurcht und Glaube

    Das Gefühl von Ehrfurcht ist paradox: Anziehung und Abgrenzung, Entzücken und Erschrecken zugleich werden empfunden. Moses steht staunend vor dem brennenden Dornbusch, aber das Angesicht Gottes darf er nicht sehen, weil er sonst sterben würde. Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift, klärt die etymologische Herkunft des Ehrfurcht-Begriffs vor dem Hintergrund theologischer und gesellschaftlicher Fragestellungen. Zudem grenzt er Ehrfurcht von berechtigter oder unberechtigter Angst ab.

  • Plus S. 289-297

    BirthstrikeGewollte Kinderlosigkeit aus Klimaschutzgründen

    Frauen treten in einen Gebärstreik und führen als Teil der sogenannten „Eco-Moms“ Klimaschutzgründe dafür an. Die Autorin beurteilt die Bewegung aus ökofeministischer Perspektive. Kerstin Schlögl-Flierl ist Professorin für Moraltheologie an der Universität Augsburg, Mitglied im Deutschen Ethikrat und korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.

  • Plus S. 299-306

    Die Frage nach dem Sinn des LebensMenschliches Existential oder kulturelles Artefakt?

    Auch nichtreligiöse Menschen suchen bisweilen nach dem Sinn des Lebens. Obwohl sie sich nicht als Teil eines höheren göttlichen Plans sehen, sehnen sie sich nach Antworten. Der existenzielle Psychotherapeut Irvin D. Yalom wirft transzendental denkenden Philosophen und Therapeuten wie Viktor E. Frankl deshalb vor, kein Lebenssinnkonzept anzubieten, das auch ohne kulturell-religiöse Abhängigkeiten funktioniert. Werner Schüßler, Professor für Philosophie an der Katholischen Fakultät der Universität Trier, vermittelt zwischen den Positionen.

  • Plus S. 307-315

    Der Reim / wird bleimWarum der Reim nicht totzukriegen ist

    Zeitgenössischen Dichtern gilt das Reimen bisweilen als peinlich, spießig oder antiquiert. Michael Mertes, Jurist und Staatssekretär a.D., erlangte auch als Shakespeare- und John-Donne-Übersetzer Bekanntheit. Er bricht eine Lanze für den Reim und führt unterhaltsame wie tiefsinnige Beispiele für die geeignete Verwendung ins Feld.

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