18. Sonntag im Jahreskreis (A)Verantwortung übernehmen

Gesang zur Eröffnung

GL 425 Solang es Menschen gibt auf Erden

Einführung in die Feier

Es ist leicht, Verantwortung auf andere abzuwälzen, um sich selbst aus der Affäre zu ziehen. Auch die Jünger im heutigen Evangelium probieren das. Doch Jesus macht den Jüngern einen Strich durch die Rechnung und mahnt sie, nicht Verantwortung abzugeben, sondern Verantwortung zu übernehmen. Nicht unbequeme Aufgaben abzugeben, sondern selbst in die Bresche zu springen und sich zu sorgen. Das ist wichtig für ein Leben aus dem Glauben: Immer wieder dort zu handeln, wo Not am Mann ist. Immer wieder dort Hand anzulegen, wo Hilfe gebraucht wird und Menschen auf unser Tun hoffen. Das ist es, was Jesus von uns verlangt.

Erste Lesung: Jes 55,1–3
Kommt und esst!

Einführung: Der Durst und der Hunger der Seele werden oft übersehen, aber sie sind nicht zu unterschätzen. Allen, die nach Zuwendung, Würde und Liebe hungern und dürsten, gilt die folgende Einladung Gottes.

Lesung
   aus dem Buch Jesája.

So spricht der Herr:
Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser!
Die ihr kein Geld habt, kommt,
kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld
und ohne Bezahlung Wein und Milch!

Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht?
Hört auf mich,
    dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen!

Neigt euer Ohr und kommt zu mir,
hört und ihr werdet aufleben!
Ich schließe mit euch einen ewigen Bund:
Die Erweise der Huld für David sind beständig.

Wort des lebendigen Gottes.

Antwortpsalm
Ps 145 (144), 8–9.15–16-17–18 (Kv: 16): GL 87 (Kv) + MK 368

Zweite Lesung: Röm 8,35.37–39
Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist

Einführung: Die Beziehung zu Christus hat das ganze Leben des Apostels Paulus verändert und geprägt. Sein Christusbekenntnis hat er in die lyrische Form eines Gedichtes gekleidet.

Zweite Lesung: Röm 8,35.37–39
Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist

Lesung
   aus dem Brief des Apostels Paulus
   an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!
Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?
Bedrängnis oder Not oder Verfolgung,
Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
Doch in alldem tragen wir einen glänzenden Sieg davon
    durch den, der uns geliebt hat.

Denn ich bin gewiss:
Weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Mächte,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten,
weder Höhe oder Tiefe
    noch irgendeine andere Kreatur
    können uns scheiden von der Liebe Gottes,
    die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Wort des lebendigen Gottes.

Ruf vor dem Evangelium: GL 174,3 Halleluja (R) + MK 369

Evangelium: Mt 14,13–21
Alle aßen und wurden satt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit,
    als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war,
    zog er sich allein von dort mit dem Boot
    in eine einsame Gegend zurück.
Aber die Volksscharen hörten davon
und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen
    und hatte Mitleid mit ihnen
    und heilte ihre Kranken.

Als es Abend wurde,
    kamen die Jünger zu ihm
und sagten: Der Ort ist abgelegen
und es ist schon spät geworden.
Schick die Leute weg,
    damit sie in die Dörfer gehen
    und sich etwas zu essen kaufen!

Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen.
Gebt ihr ihnen zu essen!

Sie sagten zu ihm:
    Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier.

Er antwortete:
    Bringt sie mir her!

Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen.
Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf,
sprach den Lobpreis,
brach die Brote und gab sie den Jüngern;
die Jünger aber gaben sie den Leuten
und alle aßen und wurden satt.

Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein,
    zwölf Körbe voll.
Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten,
dazu noch Frauen und Kinder.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Leitgedanken zur Verkündigung

Gott sorgt für die Menschen, er kümmert sich um diejenigen, die hungern und dürsten (1. Les., Ev.). In seiner Güte nährt Gott uns Menschen (Psalm). Doch er knausert nicht. In seiner Liebe schenkt er uns alles im Überfluss (2. Les., Ev.).

Fürbitten

Die Jünger bringen Christus, was sie haben. Und er verwandelt es in seiner Güte, sodass alle satt werden. Auch wir stehen vor Christus, bringen ihm die Sorgen und Nöte unserer Welt und vertrauen, dass er sie in seiner Liebe verwandelt:

  • Lasst uns beten für alle, die Asyl suchen, die auf der Flucht sind, die sich nach einer fairen Behandlung sehnen.
    Stille – Christus, erbarme dich.
  • Für alle, die gute Wegbegleiter für ihr Leben brauchen.
  • Für alle, die sich couragiert für Frieden und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft einsetzen.
  • Für alle, die im Krieg leben müssen, denen der Terror jegliche Lebensfreude genommen hat.
  • Für alle, die gestorben sind im Glauben an das Leben der kommenden Welt.

Durch dich, Herr Jesus Christus, loben und preisen wir den Vater im Heiligen Geist in alle Ewigkeit.

Spendung und Empfang der Kommunion

  • Gabenbereitung: GL 168 Was uns die Erde Gutes spendet
    oder ein passendes Lied aus dem Diözesanteil
  • Kommunion: GL 213 O heilge Seelenspeise
  • Danklied: GL 468 Gott gab uns Atem, damit wir leben

Liedpläne für das „Katholische Gesangbuch der deutschsprachigen Schweiz“ (KG) finden sich auf der Website des Liturgischen Instituts der deutschsprachigen Schweiz.

Einführung und Fürbitten: PD Dr. Fabian Brand, Bamberg
Schrifttexte: Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Gottesdienst-Hefte

Die Zeitschrift Gottesdienst im Abo

Unsere Zeitschrift bietet Ihnen Beiträge zu Grundfragen und neuen Entwicklungen im Bereich gottesdienstlicher Feiern, einen Praxisteil mit erprobten Textvorlagen und konkreten Modellen für den katholischen Gottesdienst sowie Hinweise auf aktuelle Vorgänge, Ereignisse und Tagungen. 

Zum Kennenlernen: 3 Heft gratis

Jetzt gratis testen