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Titelseite Gottesdienst 17/2026

17 / 202631. August 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

wer wissen möchte, wie Papst Leo XIV. zur Liturgiereform steht, muss nicht lange suchen. Leicht fündig wird man bei seinen regelmäßig am Mittwoch stattfindenden Generalaudienzen. Thema seiner aktuellen Katechesereihe ist die Liturgiekonstitution (vgl. auch S. 196 in diesem Heft).

Wie deutlich Leo XIV. die Liturgiereform dabei einordnet, zeigt besonders die Katechese vom 27. Mai. Ausgehend von den Aussagen seiner Vorgänger stellt er die vom Konzil angestoßene Erneuerung ausdrücklich in die Kontinuität der kirchlichen Tradition. Es gelte, „die gesunde Tradition glücklich [zu] bewahren und doch dem berechtigten Fortschritt den Weg [zu] öffnen“ (SC 23).

Zugleich unterstreicht der Papst die Bedeutung der Liturgie für das Leben und die Sendung der Kirche. Mit Johannes Paul II. spricht er von ihr als einem „Motor der Evangelisierung“ und fügt hinzu: „Heute müssen wir diese Kraft erneuern“ – und zwar „in Kontinuität mit der authentischen und lebendigen katholischen Tradition“.

Bemerkenswert ist dabei nicht, dass Leo XIV. die Liturgiereform bejaht, sondern mit welcher Deutlichkeit und Öffentlichkeit er dies tut – gerade angesichts traditionalistischer Stimmen und Gruppen, die die nachkonziliare Liturgie als Bruch mit der Vergangenheit darstellen. Für Leo XIV. gehört die Liturgiereform selbst zur lebendigen Tradition der Kirche. Wer beides gegeneinander ausspielt, findet bei ihm keine Unterstützung.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 185-187

    Abwechslung statt Monokultur

    Abwechslung statt Monokultur

    Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil brachte drei neue Hochgebete hervor. Mit dem Messbuch von 1975 wurde diese Vielfalt auch im deutschen Sprachraum verfügbar.

Artikel

  • Plus S. 188

    „In Deiner Vollmacht setztest Du Fristen und Zeiten …“

    Bei den Kirchen des Ostens ist das Kirchenjahr im Vergleich zu den Kirchen des Westens unterschiedlich aufgebaut und besitzt eine andere Akzentsetzung. Eine lose Folge von Beiträgen widmet sich diesen Unterschieden. Teil 1: Der Aufbau des orthodoxen Kirchenjahres im Allgemeinen.

  • Plus S. 194-195

    „Hab Mut, steh auf!“

    Bei der Vorbereitung und Planung der Großgottesdienste auf einem Katholikentag wollen verschiedene Ideen und Ansprüche miteinander in Einklag gebacht werden. Das geht nie ohne Spannungen und Abstriche, geschieht aber mit Blick darauf, den vor Ort oder medial Teilnehmenden die Feier zu ermöglichen. – Ein Blick in die Vorbereitung des Würzbüger Katholikentags mit ihren Chancen und Grenzen.

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