Biologische Vielfalt im Kita-Garten

Vier Kinder stehen im Garten und halten jeweils eine frisch herausgezogene Karotte in die Höhe.
© shutterstock / Rawpixel.com

Lehm und Sand

Insekten wie die Mauerbiene benötigen Lehm, um ihre Nester zu bauen. In sandigen Böden richten sich bspw. verschiedene Wildbienenarten Brutröhren ein. Wenn sich ausreichend Platz im Kita-Außengelände findet, bietet es sich an, gemeinsam mit den Kindern einen entsprechenden Schonraum zu errichten.

Laubhaufen und Totholzecken

Zusammengeharkte Laubhaufen oder Benjeshecken aus Staudenstängeln, Ästen oder Hölzern bieten Insekten, Vögeln und Kleintieren Unterschlupf. Sie dienen als Nahrungsquelle, Versteck, Brutstätte und Baumaterial. Diese Lebensräume lassen sich einfach anlegen und bieten spannende Anlässe, um die Biologie der Tiere zu beobachten. Dabei reichen schon kleine Räume aus, z.B. eine Minihecke aus markhaltigen (Holunder-)Stängeln.

Steinhaufen und Trockenmauern

Insekten, Eidechsen und Blindschleichen sonnen sich gern auf warmen Steinen oder nutzen sie als Unterschlupf. Es reicht schon, Steine an einem sonnigen Ort im Außengelände aufeinanderzustapeln. Vielleicht können Sie auch mit Unterstützung der Familien eine einfache Trockenmauer anlegen. Die Kinder werden staunen, wie viel Leben sich dort entwickelt!

Naschgarten

Pflanzen mit offenen Blüten bieten Nahrungsquellen für Insekten. Neben heimischen Pflanzen können Sie auch Kulturpflanzen ergänzen. Viele Wildblumenblüten sind essbar und auch blühende Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Oregano oder Majoran sind geeignet für Bienen. Thymian und Lavendel sind sogar Schmetterlingsmagneten. Denken Sie auch über eine „Obstecke“ im Außengelände nach: Johannisbeeren, Stachelbeeren und die Blüten von Obstbäumen bieten (Wild-)Bienen und anderen Insekten Nahrung und die Kinder erfahren, wo ihre Lebensmittel herkommen.

Insektenhotels und Nisthilfen

Gute Nistmöglichkeiten auf kleinstem Raum bieten Insektenhotels. Hierfür können Sie Naturmaterialien wie Stroh, perforierte Holzscheiben oder die Stängel verblühter Stauden nutzen. Insekten lieben es warm: Platzieren Sie Nisthilfen also an einem sonnigen Standort und achten Sie auf ein naheliegendes Nahrungsangebot. Die simpelste Insektenkinderstube: Lassen Sie tote Staudenstängel wie z.B. die der Brennnessel einfach bis zum Frühjahr stehen.

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