Versöhnung als Gnade denken: Richten und Verzeihen Vor mir sitzen die nächsten Angehörigen einer Mutter, einer in hohem Alter verstorbenen Frau. Die Angehörigen fragen bei mir entsprechend dem Wunsch der Verstorbenen um eine katholische Beerdigung an. Aber sie haben noch einen weiteren Wunsch, nämlich den, dass ich bei der Beerdigung nichts Positives über die Verstorbene sage – das würden sie nicht ertragen. Von Klaus Mertes Anzeiger für die Seelsorge 3/2026 S. 15-19, Schwerpunkt / 0 Kommentare Fazit Opfer schwerer Schuld sind nicht zur Vergebung verpflichtet. Echte Versöhnung kann weder erzwungen noch moralisch eingefordert werden. Vergebung ist als Gnade auf einen Raum angewiesen, den Reue und Abstand erst eröffnen. Diesen Artikel jetzt lesen! Im Abo Ihr Plus: Zugriff auch auf alle anderen Artikel im Abo-Bereich 3 Hefte + 3 Hefte digital 0,00 € danach 84,70 € für 11 Ausgaben pro Jahr + Digitalzugang inkl. MwSt., zzgl. 13,75 € Versand (D) 3 Hefte digital 0,00 € danach 73,70 € für 11 Ausgaben pro Jahr im Digitalzugang inkl. MwSt., Im Abo Im Digital-Abo Abo testen Digital-Abo testen Sie haben ein Abonnement? Anmelden Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Autor Klaus Mertes Superior des Ignatiushauses in Berlin, Redakteur der Kulturzeitschrift STIMMEN DER ZEIT, studierte klassische Philologie und Slawistik in Bonn, nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden Philosophie in München und Theologie in Frankfurt. Seit 1990 war er im Schuldienst tätig, zunächst 1990–1993 in Hamburg, 1994–2011 dann am Canisius-Kolleg in Berlin, dessen Rektor er seit 2000 war. Von 2011 bis 2020 war er Kollegdirektor am internationalen Jesuitenkolleg in Sankt Blasien. Auch interessant Plus Heft 3/2026: Vergebung S. 20 Wortgewand „Ein-Griff“ ins Leben Von Christoph Stender Gratis Heft 3/2026: Vergebung S. 5-8 Vergebung, um zu leben – Vergebung, um sterben zu können: Die heilsame Kraft von Vergebung Von Monika Renz Plus Heft 3/2026: Vergebung S. 46 Vergebung schenken und um Vergebung bitten Von Wunibald Müller
Fazit Opfer schwerer Schuld sind nicht zur Vergebung verpflichtet. Echte Versöhnung kann weder erzwungen noch moralisch eingefordert werden. Vergebung ist als Gnade auf einen Raum angewiesen, den Reue und Abstand erst eröffnen.
Klaus Mertes Superior des Ignatiushauses in Berlin, Redakteur der Kulturzeitschrift STIMMEN DER ZEIT, studierte klassische Philologie und Slawistik in Bonn, nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden Philosophie in München und Theologie in Frankfurt. Seit 1990 war er im Schuldienst tätig, zunächst 1990–1993 in Hamburg, 1994–2011 dann am Canisius-Kolleg in Berlin, dessen Rektor er seit 2000 war. Von 2011 bis 2020 war er Kollegdirektor am internationalen Jesuitenkolleg in Sankt Blasien.
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