Anzeige: Der Herr hält unsere Hand. Unveröffentlichte Predigten. Band 1: Fasten- und Osterzeit. Von Benedikt XVI.
Titelseite Stimmen der Zeit 151 (2026) Heft 3

Über diese Ausgabe

Artikel

  • Plus S. 163-170

    Personae probataeGemeindemodell für eine synodale Kirche

    Im Augst 2025 verstarb der aus Deutschland stammende südafrikanische Bischof Fritz Lobinger. Er entwickelte ein pastorales Modell, in dem ehrenamtlich tätige Gläubige ordiniert werden sollen, um sakramental wirken zu können. Laut Jacqueline Straub bleibe der Priester herkömmlicher Art dabei bestehen und werde sogar aufgewertet, doch seine Rolle würde sich ändern. Straub ist Redakteurin beim schweizerischen Katholischen Medienzentrum kath.ch. Mit ihrem Wunsch, katholische Priesterin zu wer-den, erlangte sie international Bekanntheit.

  • Plus S. 171-180

    Heiligkeit und FamilieHildegard Burjan und ihre Tochter Elisabeth

    Die in Görlitz geborene jüdisch-stämmige österreichische Sozialpolitikerin Hildegard Lea Burjan (1883-1933) wurde im Jahr 2012 seliggesprochen. Was in der Hagiografie der Gründerin des zölibatären Frauenordens „Caritas Socialis“ (CS) bisweilen ausgeblendet wird, ist laut Angelika Brunner Hildegards Tochter Elisabeth, genannt Lisa. Lassen sich Heiligkeit und Familie in der katholischen Kirche miteinander vereinbaren? Angelika Brunner unterrichtete Englisch, Geschichte und katholische Religion und wirkt als Autorin für die Katholische Frauengemeinschaft (kfd).

  • Plus S. 185-195

    Echte Erziehung in kalten ZeitenErich Kästners Appell zur Realität sozialpädagogischer Arbeit

    Was 1949 in Erich Kästners „Konferenz der Tiere“ als poetische Utopie formuliert wurde, bleibt bis heute eine Herausforderung. Eine Gesellschaft, die die Erziehung ihrer Kinder ernst nimmt, muss Wege finden, die Trägheit ihrer eigenen Herzen zu überwinden. Doch was meint Kästner, wenn er von Erziehung spricht? Wer ist heute mit ihr betraut und unter welchen Bedingungen? Nikolaus Meyer ist Professor für Profession und Professionalisierung Sozialer Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda.

  • Gratis S. 197-206

    Friede im Nahen Osten

    Gibt es Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten? Wo stehen vor allem die Christen in der so diffusen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lage? Gabriel Khairallah SJ, Dozent an der Universität Saint-Joseph in Beirut und am Institut d’Études Politiques in Paris, beschreibt die Hoffnung, auch wenn es weiterhin zahlreiche Friedensinitiativen gibt, für die Christen und für alle Menschen des Nahen Ostens als bleibend fragil. Aus dem Französischen von Stefan Kiechle SJ.

  • Plus S. 211-219

    Auf der TodeslinieDie Theologie der Spannung des Erich Przywara SJ

    Erich Przywara SJ (1889 bis 1972) war Redaktionsmitglied der „Stimmen der Zeit“ und einer der großen Theologen des zwanzigsten Jahrhunderts. Sein Denken kreiste um die Begriffe der Gegensätze, des Dialogs und des Je-Mehr Gottes (Analogia entis). Gabriela Wozniak lehrt und habilitiert sich in Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.

  • Plus S. 221-226

    Politik aus dem GlaubenErnst Michel wiedergelesen

    Vor einhundert Jahren, 1926, veröffentlichte der Frankfurter Soziologe Ernst Michel (1889-1964) seine Aufsatzsammlung „Politik aus dem Glauben“. Darin beobachtet er politische und kirchliche Krisen und fragt nach dem Christsein in Zeiten disparater Erfahrungen und sich wandelnder Organisationsformen. Benno Haunhorst, bis zum Ruhestand Oberstudiendirektor des Gymnasiums Josephinum Hildesheim, analysiert, ob sich Michels Überlegungen in aktueller Zeit wiederfinden.

  • Plus S. 227-232

    Remembering Charlie KirkDie Rückkehr des Dualismus von Licht und Dunkel

    Am Zuwachs der populistischen Parteien und Organisationen lässt sich ablesen, wie sehr Menschen sich nach einfachen Antworten sehnen. Licht und Dunkel, Gut und Bö-se, Schwarz und Weiß: Eine unordentliche Welt braucht handhabbare Kategorien. Der am 10. September 2025 ermordete Influencer und Trump-Supporter Charlie Kirk galt vielen evangelikalen und charismatischen Christen in den USA als Leitstern, wie musi-kalische Nachrufe auf ihn zeigen. Angela Reinders, Direktorin der Akademie des Bis-tums Aachen, analysiert einige Zitate Kirks und seiner Unterstützer. Hinter einem ver-einfachenden, dualistischen theologischen Weltbild verbergen sich laut Reinders missbräuchliche Kommunikationsstrukturen.

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