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Titelseite: Gemeinsam Glauben 9/2026

Nr. 9/2026

Inhalt
1. Auflage 2026
Bestellnummer: Z130118

Als vor 400 Jahren der neue Petersdom in Rom geweiht wurde (dazu die Römische Notiz in diesem Heft), gab es auf dem Vatikanhügel gleich mehrere Friedhöfe. Der bedeutendste birgt seit 2000 Jahren das Grab des Mannes, der der Grund für „Rom“ als Mitte der Weltkirche ist: Petrus, der Apostel, dem Jesus die Schlüssel anvertraute. Die zum Himmel weisende Kuppel markiert in gerader Linie darunter das Grab des ersten Bischofs von Rom. Ein Ort, der Millionen Pilger, sonstwie Interessierte oder auch Reservierte anzieht.

So viel Andrang ist nicht die Norm für Friedhöfe. Meist strahlen sie Ruhe aus und sehen viel Abschied, viel Trauer. Wenn wir als Gläubige aber „dahinter schauen“ dürfen, wie P. Martin Werlen diesmal per E-Mail an den Papst anregt, dann gilt das auch für Friedhöfe. Christlich betrachtet, sind sie die großen Umschlagplätze des Lebens. Eines, das endet, wird eines, das beginnt. Die Menschen, deren Namen auf den Grabsteinen stehen, ruhen nicht da unten, sie ruhen da oben, sofern alles gut gegangen ist, sie sind erlöst, geborgen und heil, sind mit-auferstanden. „Ausgerechnet im trüben Monat November feiern wir, so gesehen, noch einmal Ostern“, formuliert Stefan von Kempis in seinem nebenstehenden Essay, der mit Papst Leo auf das „Fest ohne Ende“ blickt, das uns erwartet. Allerheiligen und Allerseelen: Feste der Hoffnung und der Zukunft.