Reimen und redenSprachspiele rund um Garten, Pflanzen und Tiere

Raten, reimen, Wörter finden und erzählen. Mit den hier vorgestellten vier Spielen erweitern Kinder ihre Sprachkompetenz und ihren Wortschatz über Tiere sowie Pflanzen.

Kinder sitzen im Kreis auf dem Boden
© Michaela Fichtner

Gartenkomposita

Kleben Sie in die Mitte eines DIN-A2-großen Fotokartonbogens ein Gartenbild (s. Download) oder zeichnen Sie einen Garten auf. Legen Sie den Bogen anschließend auf einem Sitzkreisteppich oder Tisch aus. Um den Bogen herum liegen mehrere Bildkärtchen (s. Download), die mit dem Thema „Garten“ in Verbindung stehen. Die Kärtchen können Folgendes zeigen: Haus, Handschuhe, Schere, Zaun, Vogel, Kinder, Zwerg. Betrachten Sie die Bildkarten nun mit einer kleinen Gruppe von Kindern. Die Kinder haben die Aufgabe, jede Bildkarte entweder links oder rechts neben das Gartenbild zu legen, sodass sie mit „Garten“ ein neues zusammengesetztes Wort (Kompositum) bilden. Mit der Bildkarte „Haus“ können z. B. die Wörter „Gartenhaus“ oder „Hausgarten“ entstehen. Die Kinder entscheiden sich für ein Kompositum und kleben die Bildkarte entweder links oder rechts vom Gartenbild fest. Diese Sammlung können Sie fortlaufend ergänzen, da den Kindern sicherlich noch weitere Wörter einfallen. Zum Schluss stempeln die Kinder eine Überschrift (z. B. GARTENWÖRTER) auf den Fotokartonbogen. Hängen Sie den Bogen auf Augenhöhe der Kinder auf. Hier einige Beispiele für mögliche Komposita:

  • Gartenbuch, -tor, -stuhl, -tisch, -bank, -fest, -erde, -haus, -blume, -handschuhe, -zwerg, -schlauch, -vögel, -zaun
  • Dach-, Obst-, Gemüse-, Blumen-, Kinder-, Schmetterlings-, Wintergarten

Was bin ich?

Die Kinder sitzen im Kreis. In der Mitte liegen von Ihnen vorbereitete Bildkarten von verschiedenen Pflanzen und Tieren (s. Link-Tipp) aus. Betrachten Sie zunächst gemeinsam die Bilder und fragen Sie die Kinder, welche Pflanzen oder Tiere sie darauf erkennen und benennen können. Durch offene Fragen Ihrerseits können die Kinder ihr bereits vorhandenes Wissen einbringen: „Wisst ihr, wie der Löwenzahn aussieht, nachdem er gelb blühte? Was kann man dann damit machen?“ Anschließend kleben Sie einem Kind ein Bild mit Kreppklebeband auf den Rücken. Es dreht sich langsam im Kreis herum, sodass alle Kinder das Foto sehen können. Regen Sie die anderen Kinder dazu an, das Bild zu beschreiben – ohne zu verraten, was darauf zu sehen ist. Bspw.: „Du hast einen grünen Stiel und man kann dich pusten, nachdem du geblüht hast“ oder „Du kannst kriechen und verwandelst dich in einen Schmetterling“. Sobald das Kind in der Mitte erraten konnte, was auf seinem Rücken abgebildet ist, ist das nächste Kind an der Reihe.

Sätze beenden

Die Kinder sitzen im Kreis. Nennen Sie deutlich den Namen eines Kindes und rollen Sie dem Kind einen Ball zu. Ist der Ball bei dem Kind angekommen, sprechen Sie einen der Beispielsätze (s.u.). Das Kind hat nun die Aufgabe, ein passendes Reimwort zu dem letzten Wort im Satz zu finden. Bitten Sie das Kind, den ganzen Satz zu wiederholen und das letzte Wort durch ein korrektes Reimwort zu ersetzen. Anstatt „Im Wald wachsen viele Träume“, sagt das Kind nun: „Im Wald wachsen viele Bäume“ und rollt den Ball zu Ihnen zurück. Rollen Sie den Ball dem nächsten Kind zu und sprechen Sie einen weiteren Satz usw. Hier einige Beispielsätze:

  • Im Wald wachsen viele Träume. (Bäume)
  • Der Vogel fliegt in das Fest. (Nest)
  • Der Kürbis ist bunt. (rund)
  • Wir gehen heute in den Spalt. (Wald)
  • Wir sammeln Regenwasser in der Sonne. (Tonne)
  • Die Blumen gieße ich mit der Wanne. (Kanne)
  • Im Garten blüht eine Dose. (Rose)
  • Im Fluss schwimmt ein Tisch. (Fisch)
  • Durch den Wald fließt ein Dach. (Bach)
  • Wir spielen auf dem Hasen. (Rasen)

Memospiel mal anders

Jedes Kind erhält verdeckt eine Memospielkarte (s. LinkTipp, Fotokarten doppelt ausdrucken). Auf ein Signalwort hin schauen sich die Kinder ihre Karten an, laufen durch den Raum und rufen laut aus, was auf ihrer Karte abgebildet ist. Bei dieser Spielversion finden sich die Paare lediglich aufgrund der auditiven Wahrnehmung.
TIPP: Bei einem Tiermemospiel können sich die Paare auch durch das Ausrufen der Tierlaute finden.

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