Dort, wo Gottesdienste ausfallen müssen und die Anzahl der Gemeindemitglieder schwindet, stellt sich vielerorts die Frage: „Braucht es diese Kirche oder jene Kapelle überhaupt noch?“ Die Sparzwänge, aus denen heraus Bistümer handeln müssen, machen aus dieser Frage ein ernstes Thema. Kirchenschließungen sind keine exotischen Vorgänge mehr, sondern auf der Tagesordnung pastoraler Prozesse. Die Gefahr ist dabei, dass wir Kirchen gar nicht mehr als heilige Räume wahrnehmen – sondern auf finanzielle Verhandlungsmasse und Baulasten reduzieren.
Von Stefan Weigand, Johanna Beck