Plus
S. 26-29
In den letzten Jahren beobachten wir vermehrt gezielte Versuche der extremen Rechten, Anschluss an konservative Christ/-innen und christliche Würdenträger zu finden, um so einen Brückenschlag in die Mitte der Gesellschaft und eine Normalisierung und Legitimierung extrem rechter Standpunkte zu erreichen. Sie bedienen dabei bewusst Themen, die „offene Flanken“ der christlich-konservativen Szene sind (z. B. Lebensschutz, Gendertheorien). Dies führt zu Spannungen und Spaltungen in Gemeinden. Im Folgenden soll daher der eigene Blick auf diese Politisierung und das Selbstverständnis als (konservativer) Christ gegenüber rechten und politisch konservativen Standpunkten geschärft werden. Ziel ist es, sensibler für das Themenfeld in Seelsorge und Gemeindearbeit zu werden und rechte Strategien kenntlich zu machen, damit man sich nicht so leicht für Kulturkämpfe und politische Instrumentalisierungen vereinnahmen lässt. Von Daniel Huthmacher