Skizze einer praktisch-theologischen Verhältnisbestimmung nach COVID-19Verschwörungserzählungen und christliche Gruppierungen

Erzählungen über Verschwörungen – ein uraltes Phänomen – sind spätestens seit der COVID-19-Pandemie erneut in den Fokus gesellschaftlicher Aufmerksamkeit gerückt. Bildungsinstitutionen als Spiegel der Gesellschaft bleiben davon nicht unberührt. Auch die Kirche steht mit ihrem Auftrag in der Verantwortung, die Zeichen der Zeit zu sehen und dementsprechend zu handeln. Dies macht deutlich, dass wir dieser Herausforderung nicht ausweichen dürfen. Besonders beunruhigend ist dabei die Beobachtung, dass christliche Gruppierungen häufig in verschwörungsideologischen Milieus anzutreffen sind.

Fazit

Verschwörungserzählungen stellen für die religiöse Bildung und Pastoral eine reale Herausforderung dar, da sie religiöse Sprache und Motive teils missbrauchen und so theologische Inhalte verzerren. Christliche Gruppierungen müssen sich daher klar von ideologisch motiviertem Missbrauch des Glaubens abgrenzen und zugleich selbstkritisch mit eigenen Deutungsmustern umgehen. Eine verantwortliche theologisch-pädagogische Praxis braucht Mut zur Auseinandersetzung, geistige Unterscheidungskraft und die Bereitschaft, dialogisch und glaubwürdig für Wahrheit und Würde einzustehen.

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