Naturgestützte Interventionen werden häufig in drei Hauptgruppen eingeteilt:1
- tiergestützte Interventionen: Wirkungen gehen vor allem von der Interaktion Mensch – Tier aus
- pflanzengestützte Interventionen: Wirkungen gehen vor allem von Aktivitäten wie säen, pflanzen und ernten und dem Weiterverarbeiten von Ernteprodukten aus
- landschaftsgestützte Interventionen: Wirkungen von Landschaften, z.B. Bergwelt, Wald, Flüsse, landwirtschaftliche Flächen, Parks werden genutzt
Der Bereich der tiergestützten Interventionen verfügt bisher nicht über eine eigenständige theoretische Fundierung, sondern tiergestützte Aktivitäten werden immer im Kontext der jeweiligen Profession (z.B. Pädagogik, Soziale Arbeit, Pflege, Therapien) betrachtet.
Unter tiergestützter Pädagogik versteht man die bewusste Einbeziehung von Tieren in pädagogische Kontexte. Im Rahmen einer solchen Pädagogik können entweder Pädagog:innen mit Zusatzausbildung aktiv sein oder Pädagog:innen ohne spezifische Weiterbildung. Tierkontakte können im Rahmen von regulären naturgestützten Aktivitäten stattfinden, aber auch gezielt zu Zwecken der Prävention oder therapeutischen Behandlung.
Effekte2 einer tiergestützten Pädagogik können vielfältig sein. Dazu gehören unter anderem:
- Abbau von Stress
- Erhöhung des Wohlbefindens
- emotionale Öffnung
- Stärkung von Bindungs- und Interaktionsfähigkeit
- Stärkung von Verantwortungsbewusstsein
- Stärkung von Empathie
- Stärkung der mentalen Gesundheit
- Schulung von sensomotorischen Fähigkeiten und sensomotorischer Sensibilität
Neben Pferden und Hunden werden bei der tiergestützten Pädagogik unter anderem Esel, Katzen, Meerschweinchen, Hühner, Kaninchen, Vögel, Bienen, Schmetterlinge und Regenwürmer eingesetzt.