Die Non ist eine der sogenannten kleinen Horen des katholischen Stundengebets. Der Name leitet sich vom lateinischen hora nona ab, der „neunten Stunde“ des Tages nach antiker Zeitrechnung. Da man vom Sonnenaufgang an zählte, entspricht dies ungefähr dem Nachmittag gegen drei Uhr. Zusammen mit Terz und Sext gehört die Non zu den kürzeren Gebetszeiten, mit denen der Tag immer wieder dem Gebet gewidmet und geistlich gegliedert wird.
In christlicher Tradition ist die Non besonders mit dem Sterben Jesu am Kreuz verbunden. Nach den Evangelien verschied Christus um die neunte Stunde. Dadurch wurde diese Gebetszeit zu einem Gedächtnis an die Hingabe Christi und an das Heil, das aus seinem Kreuz erwächst. Die Non lädt mitten am Nachmittag dazu ein, innezuhalten und den weiteren Tag bewusst vor Gott zu leben. Sie besteht gewöhnlich aus Hymnus, Psalmen, kurzer Lesung, Gebet und Abschluss.
Manuel Uder, Trier