re: blick 28

Die eigene Verletzbarkeit sehen

500 × 300 × 600 cm, Digitaldruck auf Chiffon, Aluminiumprofile, Stahlseile; Kederschienen, 4000 lichtdurchlässige, fünfblättrige Aufkleber auf Butzenscheiben, Styroportorso in Acrylkasten, Seidenblüten
re: blick, 2007, 500 × 300 × 600 cm, Digitaldruck auf Chiffon, Aluminiumprofile, Stahlseile; Kederschienen, 4000 lichtdurchlässige, fünfblättrige Aufkleber auf Butzenscheiben, Styroportorso in Acrylkasten, Seidenblüten© Ursula Kreutz, Fotografie: Bruno Weiss

Der Titel re: blick bedeutet so viel wie, den Blick, das Schauen zu erwidern, einen Dialog zuzulassen.

Mit re: blick schuf ich einen konfessionsunabhängigen Meditationsraum inmitten der Nürnberger Kirche St. Egidien. Gewaltige Textilsegel schweben in transparenter Leichtigkeit, der unschuldig wirkende Blick einer jungen Frau zitiert Gemälde der Renaissance. Ein Torso ist mit tausenden Seidenblüten gespickt. Auch die Fenster des Westschiffs sind mit fünfblättrigen Seidenblüten beklebt, was den gesamten Raum in magentafarbenes Licht taucht. Als moderne Kreuzweg-Interpretation kreist re: blick um Schönheit, Verletzung, Schmerz und Erlösung.

Ursula Kreutz
stammt aus einer renommierten Kölner Künstlerfamilie. Sie studierte bei Ben Willikens an der Akademie der Bildenden Künste in München sowie bei Hanns Herpich, Ottmar Hörl und Georg Winter an derAkademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Arbeitsaufenthalte und Reisen führten sie nach Israel, Italien und in die Schweiz. 2003 schloss sie die Akademie mit Auszeichnung und als Meisterschülerin ab. Sie lebt und arbeitet seit 2003 als freischaffende Künstlerin in Fürth und ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Informationen zu ihren Werken, ihren Ausstellungen und Auszeichnungen unter: www.ursula-kreutz.de.