Nicht geboren zu sein ist Erdenbewohnern das Beste

Öl auf Leinwand, 140 x 155 cm
Christoph Worringer, Nicht geboren zu sein ist Erdenbewohnern das Beste, 2009, Öl auf Leinwand, 140 x 155 cm© Christoph Worringer, VG Bild Kunst Bonn und courtesy Hachmeister Galerie, Münster

Sie strecken sich auf gepfändeten Kleidern aus
neben jedem Altar,
von Bußgeldern kaufen sie Wein
und trinken ihn im Haus ihres Gottes.
Amos 2,8

„In der Hölle des Immer-Gleichen entschwinden erst die Worte, darauf ihr Gehalt und Energie, dann das Subjekt mit seiner Liebe und Poesie und schlussendlich das Lebendige selbst, der Ursprung aller Geschichte. […] Sollten wir nicht schon längst die Unbestimmtheit von Leben akzeptiert und so aus nächster Nähe jene Brüche in unserem Erleben von Welt in unser Dasein integriert haben? So surfen wir wieder auf festem Grund im Mahlstrom der Weltläufe und erfassen, dass es allein der Blickpunkt ist, der den Unterschied zwischen Obdachlosigkeit und Eremitage auszumachen vermag.“
aus: Herman Arnhold, Einführung, in: Christoph Worringer, herausgegeben von H. Arnhold und E. Franz, Hatje Cantz Verlag: Ostfildern 2010, S. 141.

Christoph Worringer,
geb. 1976 in Krefeld,
Studium an der Fachhochschule für Design in Münster sowie als Meisterschüler an der Kunstakademie Münster;
Ausstellungen u. a. im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster, im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal, in der Lucas Schoormanns Gallery New York und in der Hachmeister Galerie Münster