Menschenrechte als Grundlage interreligiöser SozialethikPhilosophische, katholisch-theologische und islamische Positionen im Dialog

Der universale, von einem säkularen Ausgangspunkt her begründete Geltungsanspruch der Menschenrechte stellt eine bleibende Herausforderung für die Religionen dar. Dabei sind unterschiedliche Spannungsfelder berührt: zwischen säkular und religiös, zwischen Orientierung an Gott und Ausrichtung auf den Menschen sowie zwischen universalem Anspruch und partikularer Verwirklichung. Hinzu kommt, dass verschiedene Religionen in unterschiedlicher Beziehung zu allgemeinen Menschenrechts-Debatten stehen: Während die christlichen Kirchen sich relativ leicht in ein positives Verhältnis zu den Menschenrechten setzen konnten, erschwert der westliche Entstehungskontext der Menschenrechte deren Rezeptionen im Islam. Wenn sich jedoch die Religionen gemeinsam als Lernende begreifen, lassen sich pauschale Gegenüberstellungen und einseitige Zuschreibungen überwinden. Eine derartige interkulturelle und interreligiöse Sensibilität ist eine bleibende Aufgabe für die Debatte um Menschenrechte.

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