„Marktwirtschaft nicht ohne funktionierenden Sozialstaat“Gespräch mit Reinhard Marx, dem Bischof von Trier, über zehn Jahre gemeinsames Wort der Kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland

Vor zehn Jahren stieß das gemeinsame Sozialwort der beiden großen Kirchen auf große Resonanz, die bis heute nicht ganz abgeklungen ist. Spätere kirchliche Erklärungen zu sozialethischen Themen werden immer wieder am Sozialwort von 1997 gemessen. Der Trierer Bischof erinnert im Gespräch an das Besondere des Gemeinsamen Wortes: den dialogische Entstehungsprozess, den hohen ökumenischen Wert, die Verbindung von ethischer Grundlegung und engagierter Einmischung zugunsten der Arbeitslosen, der Armen, der natürlichen Umwelt und für eine neue Sozialkultur. Außerdem werden heutige gesellschaftspolitische Herausforderungen unter dem Kriterium der seit damals gültigen Positionsbestimmungen diskutiert: Veränderungen des Sozialstaats und der Verteilungsgerechtigkeit, Schieflagen im Verhältnis von Kapital und Arbeit, die neue Familienpolitik.

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