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S. 15
Die Institution der Ehe hat Ihre Selbstverständlichkeit verloren. Die Pluralität der Lebensformen ist in der modernen Gesellschaft allgemein anerkannt. Der Autor geht angesichts dieser Situation der gesellschaftlichen Bedeutung und der besonderen Dignität der Ehe nach. Deutlich wird dabei u. a. ihr unersetzbarer Wert für ein gelingendes Leben der beiden Partner, für die Bejahung von Kindern und eine verlässliche Erziehung. In gesellschaftlicher Perspektive ist die Ehe ein wichtiger demographischer Faktor. Durch ihre Verbindlichkeit und die regelmäßige Bereitschaft, langfristig Verantwortung für eine Familie zu übernehmen, prägt sie das Solidaritätsniveau einer Gesellschaft. Umgekehrt bedarf die Institution Ehe der gesellschaftlichen Unterstützung durch Wertschätzung und Anerkennung, durch rechtlichen Schutz, durch gemeinschaftliche Besteuerung und durch eine privilegierte Koppelung von Ehe und Familie. Von Bernhard Laux