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Titelseite Gottesdienst 6-7/2026

6-7 / 20262. März 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

es lässt aufhorchen, wenn die Berichte über einen „Tauf-Boom“ unter jungen Erwachsenen und über „überfüllte“ Aschermittwochsgottesdienste in Frankreich, der Westschweiz, Belgien und anderen westeuropäischen Ländern von 2025 (vgl. Gd 11/2025, S. 120) auch ein Jahr später noch nachwirken. Nachdem viele das Phänomen zunächst für eine Momentaufnahme hielten, stellt sich nun erneut die Frage, ob sich hier eine nachhaltige Entwicklung abzeichnet – und ob sie inzwischen auch den deutschsprachigen Raum erreicht hat.

Wenn Jugendliche gezielt das Aschenkreuz suchen, junge Erwachsene ein neues Interesse für die Sakramente entwickeln und Gottesdienste an besonderen Festtagen auf wachsendes Interesse stoßen, muss man fragen: Was genau zieht diese Menschen heute in die Liturgie – und welche Verantwortung erwächst daraus für ihre Gestaltung?

Offenkundig sind es nicht in erster Linie Texte und Worte, sondern die Sprache der Zeichen, die berührt: Wasser, Asche, Licht, Farben … In einer verunsichernden Welt gewinnen solche elementaren Symbole neue Bedeutung. Gerade die Fasten- und Osterzeit, besonders das Ostertriduum, fordern hier besondere Sorgfalt.

Wenn das wachsende Interesse an Taufe und österlicher Liturgie anhält, sollte dies Anlass sein, die symbolische Dimension der Liturgie neu ernst zu nehmen und ihre Zeichen(-handlungen) verantwortungsvoll zu gestalten.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 61-63

    „Ein einziges Thema“

    „Ein einziges Thema“

    Vor 75 Jahren begann mit einer Reform der Ostervigil ein folgenreicher Wandel. Wie aus einem veränderten Ritus ein neues Verständnis von Feier und Teilnahme erwuchs, zeigt dieser Beitrag.

Aktuell

Artikel

  • Ein österlicher Volksbrauch
    Plus S. 64-65

    Ein österlicher Volksbrauch

    Tradition und Frömmigkeit vereinen sich in der Darstellung des „Heiligen Grabes“. Wie prägt die Darstellung des begrabenen Christus die Zeit von Karfreitag bis Ostern, und was ist liturgisch dabei zu beachten?

  • Plus S. 66

    Zwischen Novene und Orgelzyklus

    Die Pfingsttage sind mehr als ein langes Wochenende. Sie bieten eine große liturgische Vielfalt und viele Möglichkeiten, diese auch auszuschöpfen.

  • Gratis S. 76-77

    In Erarbeitung: „Jubilate“

    Das Kirchengesangbuch der Deutschschweiz von 1998 ist in die Jahre gekommen. Daher wurde das Projekt „Jubilate – Chance Kirchengesang“ initiiert. Das Ziel sind ein neues Buch und weitere Gesangsmedien.

  • Plus S. 78-79

    Das große Ganze im Blick

    Die Beichte gehört für viele Christinnen und Christen längst nicht mehr zum Alltag. Welche Bedeutung haben also Umkehr und Versöhnung heute noch?

Praxis

Medientipps

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Autorinnen und Autoren