Zusammenfassung / Summary
Dieser Artikel versucht, die Evangelienberichte über Jesu Heilungs- und Exorzismusdienst im Kontext der jüdischen und griechisch-römischen Gesellschaft des ersten Jahrhunderts neu zu untersuchen, um deren Eigenart im Hinblick auf die verwendeten Methoden, den Heilungsprozess sowie ihre theologische Bedeutung hervorzuheben, wie sie durch die in den Evangelien überlieferten Worte Jesu entfaltet wird. Ohne eine bestimmte Lösung des synoptischen Problems zu vertreten oder eine spezifische Position zur Entstehung des Johannesevangeliums einzunehmen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass jedes Evangelium besondere Akzente und einzigartige Merkmale aufweist, sodass alle vier zusammen ein reiches und farbenfrohes Porträt Christi zeichnen, der zugleich autoritativ und barmherzig ist.