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S. 25
Die Partei Alternative für Deutschland und ihre Programmatik fordern das demokratische Bewusstsein der katholischen Kirche heraus. Denn es gibt immer wieder Berührungspunkte und Allianzen zwischen AfD und katholischen Akteuren in extrem rechten Kontexten und entlang bestimmter Themen. Der Beitrag zeichnet nach, wie die AfD und Teile des katholischen Milieus in extrem rechte Netzwerke eingebunden sind. Anhand zweier Schlüsselthemen – Migration und Gender/Familie – wird diskutiert, wie die AfD strategisch auf christliche Themen zugreift. Vor allem beim Thema Gender/Familie zeigt sich jedoch auch, dass zwischen kirchlichen und AfD-Positionen ohnehin große Überschneidungen, ja Übereinstimmungen vorliegen. Daher geht es nicht nur darum, eine Unvereinbarkeit zwischen der AfD und der Kirche festzustellen und zu begründen, sondern auch um eine selbstkritische Aufklärung über demokratiegefährdende Entwicklungen innerhalb der Kirche selbst. Von Josef Könning, Lea Quaing