Plus
S. 19
Der Beitrag beschäftigt sich mit Commons, verstanden als Praktiken und soziale Strukturen, in denen Menschen ihre gemeinsamen Probleme in selbstorganisierter Art und Weise bewältigen, und Commoning, das durch die Verbform die besondere Dynamik dieser gemeinschaftlichen Organisationsformen erfasst. Nach einer Klärung der Konzepte wird aufgezeigt, welche Potenziale darin liegen könnten. Weil Gemeinschaften aber in der Gefahr stehen, exklusiv, repressiv oder gar autoritär zu werden, wird anschließend erörtert, was diese Gefahr im Commoning eindämmt. Dazu wird zunächst knapp die Bedeutung von Freiheit, dann ausführlicher die der Macht reflektiert. In Anlehnung an Daniel Loicks Konzept der Gegengemeinschaft wird schließlich eruiert, wie diese Gegengemeinschaften Macht entfalten und inwieweit das für das Commoning gilt, sowie welche transformativen Potenziale von dort ausgehen könnten. Von Michelle Becka