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S. 20
Der Beitrag argumentiert, dass der Kosmopolitismus im Gegensatz zu den politischen Modellen des politischen Realismus und des Ethnonationalismus die Anforderungen einer politischen Ethik der Migration erfüllt. Die Menschenrechte sind für unbegleitete Migrantenkinder besonders wichtig. Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes bietet einen Rahmen für die Rechte von Migrantenkindern, der je nach den konkreten Umständen kontextualisiert werden kann. Die jüngsten Veränderungen in der Migrationspolitik der USA und der EU verletzen trotz der politischen Rhetorik von Würde und Rechten die Rechte von Migrant:innen und bergen daher die Gefahr, dass die moralische Integrität des Westens ausgehöhlt wird. Aufbauend auf früheren Untersuchungen fordert der Beitrag weitere Forschung, Aufmerksamkeit für die Erfahrungen von Migrant:innen, Bildungsmaßnahmen und interreligiöse Diskurse, um die Solidarität mit Migrant:innen und die Unterstützung ihrer Rechte zu fördern, wie es von der katholischen Kirche und der christlichen Ethik gefordert wird. Von Hille Haker