„dinks (double income no kids)“

Birgit Feike: „dinks (double income no kids)“

Folie gewickelt, zweiteilig: je ca. 60 × 30 × 30 cm
dinks (double income no kids), 2013, Folie gewickelt, zweiteilig: je ca. 60 × 30 × 30 cm© Birgit Feike

Mit dem Kürzel „dinks“ spielt die Künstlerin auf das „soziale“ Geschäftsmodell vieler kinderloser Familien in unseren heutigen Wohlstandsgesellschaften an, bei dem sich bewusst gegen Kinder und für ein Leben auf hohem ökonomischen und monetären Level entschieden wurde. Diesen Lebensentwurf sieht Birgit Feike in ihren zwei kleinen Folienobjekten symbolisiert: Wie zwei unberührte Kokons aus edel erscheinenden Material verharren diese Knäuel in sich und stehen in keinem physischen Kontakt. Sie stellen potenzielle Sozialspeicher dar, die aber nicht für eine Gesellschaft fruchtbar gemacht werden können. Es bleibt alles steril, verschnürt und ohne Netzwerk.

Birgit Feike
(geboren in Bottrop), lebt und arbeitet als Künstlerin und Goldschmiedin in Dortmund. Nach ihrer Lehre zur Goldschmiedin arbeitete sie zunächst als Dekorateurin in verschiedenen Branchen und studierte anschließend von 2012 bis 2015 Bildende Kunst an der Ruhrakademie Schwerte. 2015 schloss sie ihr Kunstdiplom bei Gesine Grundmann ab und eröffnete 2016 ihr eigenes Kunstatelier Phoenix West in Dortmund-Hörde. 2019 beteiligte sie sich am Projekt „Water Event“ von Yoko Ono am Museum für Bildende Künste in Leipzig und war mit der Einzelausstellung „willst du mit mir gehen, willst du?“ in der Katholischen Akademie Schwerte vertreten. Aktuell arbeitet Birgit Feike an einem vom Land NRW geförderten Stipendienprojekt im öffentlichen Raum, bei dem sie unter dem Titel „Grenzflächen“ temporäre Flechtobjekte aus Absperrband als Intervention im Raum platziert.
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