Plus
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Durch die aktuelle Krise der katholischen Kirche in Deutschland, Europa und der Welt werden Fragen aktuell, die lange im Dunkeln gelassen wurden: Wie steht es um die Umsetzung verschiedener Forderungen der Kirche an „die Welt in ihr selbst“? Inwieweitsoll und muss die Kirche ihre eigene Soziallehre auch auf sich selbst anwenden? Vor allem Machtfragen und die Rolle der Laien als Gesprächs-, Bündnis- und Gestaltungspartner stehen dabei im Vordergrund. Anstöße hierzu bieten das nicht mehr zeitgemäß scheinende Gewaltengefälle, die Beschränkung des Zugangs zu entscheidenden Positionen auf geweihte Männer und das Ringen darum, was Kirche und Nachfolge Jesu Christi heute bedeuten. In der Einleitung wird nach einer Bezugnahme auf aktuelle Kontroversen die Anwendung von Prinzipien der gerechten Gestaltung von Gesellschaften auf die Kirche diskutiert, außerdem gibt sie einen Überblick über die Beiträge des Heftes. Von Daniel Bogner, Gerhard Kruip, Julia Blanc