Kampf gegen die Nährböden der KorruptionEine Einführung

Der Tenor der folgenden fünf Beiträge zur Korruption ist einhellig: Die Korruption ist weltweit – freilich in unterschiedlicher Intensität – verbreitet und bewirkt eine ungerechtfertigte Vorteilsverschaffung einzelner Personen, Gruppen bzw. Organisationen auf Kosten anderer. Durchdringt und zersetzt sie weite Teile des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens, resultieren daraus Misstrauen gegenüber den Institutionen, eine verminderte Funktionstüchtigkeit des politischen und wirtschaftlichen Systems, vielerlei Erschwernisse des täglichen Lebens („höhere Transaktionskosten“), Stagnation, letztlich sogar Verarmung, Despotie und Anarchie. Eine großfl ächige Bekämpfung der Korruption drängt sich somit auf: angefangen bei der Stärkung des Ethos des Einzelnen, über den Aufbau von Compliance-Systemen und einer Integritätskultur in Unternehmen und Organisationen, über die Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für ihre Anti-Korruptions-Wächterrolle, bis hin zur Schaffung entsprechender staatlicher und völkerrechtlicher Normen sowie von wirksamen Kontroll- und Durchsetzungsmaßnahmen.

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