Schöpferische Zerstörung?

Papierfotodruck, Digitaldruck auf Forex und Chiffon, Objekte in diversen Größen
metabriss, 2014, Rauminstallation: Papierfotodruck, Digitaldruck auf Forex und Chiffon, Objekte in diversen Größen, MUK – Gesellschaft für Museum und Kunst e. V. Zirndorf© Ursula Kreutz, Foto: Michaela Moritz 2014

Geschichte wird durch das Neue permanent und anscheinend immer rascher verdeckt. Das Neue als Zukunftsversprechen überlagert und verstellt die Gegenwart. Doch die auf Dauerbetrieb gestellte schöpferische Zerstörung bedroht auch die Zukunft.

Die Künstlerin selbst hat den Ausgangspunkt und das Ziel, das sie mit der Arbeit metabriss verfolgt, so formuliert:
„Der Übergang zwischen dem Aufl ösen vorhandener Strukturen und dem Punkt, bevor sich Neues abbildet, interessiert mich. Dies wird für mich deutlich im Abriss-Prozess spürbar. Wenn die Geschichte sich für einen Moment skelettiert. Deswegen möchte ich dem sogenannten Neubau eine Abrisssituation gegenüberstellen, bzw. den Raum ganz davon einnehmen lassen. […]<br>
Dem Neuen wich das Alte und damit verschwanden auch die Geschichte und die Spuren ihrer Ablesbarkeit.“

Ursula Kreutz
stammt aus einer renommierten Kölner Künstlerfamilie. Sie studierte bei Ben Willikens an der Akademie der Bildenden Künste in München sowie bei Hanns Herpich, Ottmar Hörl und Georg Winter an derAkademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Arbeitsaufenthalte und Reisen führten sie nach Israel, Italien und in die Schweiz. 2003 schloss sie die Akademie mit Auszeichnung und als Meisterschülerin ab. Sie lebt und arbeitet seit 2003 als freischaffende Künstlerin in Fürth und ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Informationen zu ihren Werken, ihren Ausstellungen und Auszeichnungen unter: www.ursula-kreutz.de.