... und hoffentlich wird morgen alles gut!

Vom Menschen zum Flüchtling – vom Flüchtling zum Menschen Cornelia Suhan erzählt in ihren Fotografi en von Menschen, von Flüchtlingen, ihren Ängsten, ihren Träumen und Hoffnungen. Sie träumen von einem guten Leben, in dem sie all ihre Potentiale entwickeln können. Einem Leben ohne Krieg, ohne Gewalt, ohne Angst, ohne Hunger, einem Leben in Frieden, einem Sterben in Würde. Dafür würden sie alles geben. Träume öffnen Grenzen, Träume überwinden scheinbar unüberwindliche Hindernisse, Träume verbinden. Träume sind unverzichtbar, um einen tagtäglichen Albtraum auszuhalten. Träume zeigen auch ungenutzte Möglichkeiten.

Porträt Mamadou Bah, 17 Jahre, Guinea
Mamadou Bah, 17 Jahre, Guinea© Cornelia Suhan

Mamadous Traum
Als ich klein war, habe ich immer geträumt, ein großer Staatsbeamter zu sein, z. B. ein Bankdirektor oder ein Ministerialbeamter. Diese Träume blieben lange in meinem Kopf und meinem Herzen. … Aber oft kommt alles anders: Wegen der politischen Situation in meinem Land war ich gezwungen, hier nach Deutschland zu kommen, um meine Zukunft zu gestalten. Und hier hat mein Traum eine andere Richtung genommen, denn ich bin kein Zauberer. … Ich erfahre, was in Deutschland wichtig ist, und suche, was mir hilft, um hier bleiben zu können. Vielleicht könnte ich Elektriker werden, weil ich gut in Mathe bin, oder Krankenpfl eger, weil ich damit anderen helfe und diese Arbeit hier gebraucht wird. Ich möchte gerne arbeiten. Schließlich hoffe ich, dass Gott wählt, was gut für mich ist. Er weiß, was gut für jeden ist.

Cornelia Suhan
geb. 1956 in Duisburg, studierte Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund und am San Francisco Art Institute in San Francisco/USA; lebt und arbeitet in Dortmund als Architektur- und Porträtfotografin.
Weiteres unter: www.suhan-fotografie.com.