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S. 38
Der Auftrag, sich die Erde untertan zu machen, steht im Kontext der menschlichen Gottesbeziehung. Er muss als Aufforderung zur verantwortungsvollen Verwalterschaft begriffen werden. Ein Beispiel für die Wahrnehmung der Schöpfungsverantwortung aus dem Glauben an den Schöpfer sind die Klöster bzw. Mönchsgemeinschaften, die in der abendländischen Geschichte wichtige Kulturträger waren, auch im Hinblick auf Ackerbau, Weinbau und Viehzucht. Dieser Verantwortung bedarf es auch heute angesichts der aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. Eine nachhaltige Landwirtschaft, die auf Ressourceneffizienz, Umwelt- und Generationenverträglichkeit bedacht ist, wird auch angesichts der gegenwärtigen Markterfordernisse ihrer Schöpfungsverantwortung gerecht und erweist sich als zukunftsfähig. Von Peter Klasvogt