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S. 10
Frauen in Führungspositionen – das ist nach wie vor ein brisantes gesellschaftliches Thema. Unser Alltag ist immer noch von Vorurteilen und auch falschen Annahmen geprägt, die sich negativ auf Frauenkarrieren auswirken. Sowohl die Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als auch die Sozialtheorie von Pierre Bourdieu, die exemplarisch herangezogen wird, veranschaulichen das eindrucksvoll. Eine Christliche Sozialethik muss diese Tatsachen erkennen, auf strukturelle Ursachen und Diskriminierungen im Sinne ihrer prophetischen Tradition aufmerksam machen und sich aus theologisch-ethischer Perspektive der Problematikder Geschlechtergerechtigkeit stellen. Die Frauenfrage ist ein „Zeichen der Zeit“, und als solches ist sie theologisch zu reflektieren – mit ihren Konsequenzen sowohl für die Christliche Sozialethik als auch für gesellschaftliches und kirchliches Handeln. Von Sonja Sailer-Pfister