Weg mit dem Lärm deiner Lieder!
Dein Harfenspiel will ich nicht hören,
sondern das Recht ströme wie Wasser,
die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5, 23 f.
„Die Serie Correcturas Simulativas lebt aus der beinahe unerträglichen Spannung zwischen geschundenem Leib und reichem Ornament, zwischen Nacktheit und Gewand, Verstümmelung und Perfektion. […] Auch die Textbänder, mit der Hand geschrieben oder der Maschine, fügen sich wie die Linien des Fadens als graphisches Element ein und als inhaltliche Antipoden. Sie erscheinen als zynischer Kommentar: ‚Speziell zum Abschminken entwickelt‘ oder ‚Schmutz sowohl gründlich als auch schonend zu erfrischen‘. Die Bezüge muss der Betrachter herstellen.“
aus: Petra Giloy-Hirtz: Die Ästhetisierung des Leidens. Zu den Bilderzyklen von Lilian Moreno Sánchez (vollständiger Essay unter: morenosanchez.com)
Lilian Moreno Sánchez,
geb. 1968 in Buin, Chile,
Studium an der Kunstfakultät der Universidad de Chile sowie an der Akademie der Bildenden Künste, München; lebt als frei schaffende Künstlerin in Augsburg;
weiteres unter: http://morenosanchez.com