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S. 20
Der Beitrag geht von der anhaltenden Debatte um die Gefahren eines wiedererstarkenden Rechtsextremismus in Deutschland aus. Die Chancen und Grenzen pädagogischer Gegenstrategien werden aus erziehungswissenschaftlicher Sicht beschrieben. Dazu werden zunächst zentrale Diskurse, Entwicklungstrends und Erklärungsansätze für Rechtsextremismus, insbesondere unter Jugendlichen, umrissen. Schulische und außerschulische Konzepte beim Umgang mit Rechtsextremismus werden diskutiert. Doch was sind die möglichen Konsequenzen? Unter anderem gehören dazu die frühzeitige Förderung des sozialen und demokratischen Handelns, eine Stärkung der Professionalität und Wertorientierung der Pädagogen, aber auch eine verbesserte Kooperation zwischen Schule und Jugendverbänden. Vieles kann die Pädagogik kaum beeinflussen, etwa die Weichstellungen durch Sozialpolitik, Justiz und Polizei. Sie muss sich gleichwohl ständig weiterentwickeln – nicht zuletzt mit Blick auf die jeweiligen Adressaten und deren sozialen Kontext. Von Wilfried Schubarth, Juliane Ulbricht