Plus
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Seit 1992 leistet die Europäische Union umfangreiche Direktzahlungen an die Landwirtschaft. Die ursprünglichen Argumente für eine einheitliche Flächenprämie sind jedoch heute kaum noch haltbar. Für die Zeit nach 2013 ist daher mit einer Neuausrichtung der EU-Subventionen für die Landwirtschaft zu rechnen. Neben der Zahlung einer Basisprämie könnten Gemeinwohlleistungen gezielt honoriert werden. Das Spektrum dieser Leistungen wird zukünftig auch neue Herausforderungen wie Klimaschutz, Wassermanagement und Biodiversität umfassen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen instand gesetzt werden, sich an einer langfristigen Balance von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit zu orientieren. Dazu sind drei Ansätze in der Diskussion: das Ordnungsrecht, die Honorierung höherer Standards durch staatliche Programme und die Information der Verbraucher über Art und Weise der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, um sie zu einem entsprechenden Kaufverhalten zu animieren. Von Alois Heißenhuber, Heidrun Leitner