Plus
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Die Fortentwicklung des Internets zum Web 2.0 bietet den Nutzern neue Chancen, aber auch Risiken. Vor allem Kinder und Jugendliche, für die das Netz integraler Bestandteil ihrer alltäglichen Lebenswelt ist, geraten gewollt oder ungewollt an Gewaltvideos oder werden Opfer von Cyber-Mobbing. Auf der Basis empirischer Studien zur Internetgewalt können die Verantwortungsbereiche der betroffenen Akteure (z. B. Internetindustrie, Nutzer und Eltern) sowie deren Handlungsoptionen reflektiert werden. Die Entwicklung und Anwendung effektiver technischer Schutzmaßnahmen durch die Betreiber ist dabei nur eine Maßnahme zur Abwendung der Gefahren. Als genau so wichtig erweist sich die Stärkung der Selbstkontrolle auf Seiten der Nutzer. Es gilt, die medienethische Urteilsfähigkeit und Wertekompetenz der Jugendlichen zu fördern sowie den Nutzen ethischer Kommunikations- und Verhaltensregeln im Netz, kurz: den Nutzen einer „Et(h)ikette“, aufzuzeigen. Von Petra Grimm