Ihre historischen Wurzeln hat die GSA in den Dialogen zu gesellschaftlichen Neuorientierung nach dem zweiten Weltkrieg. In Zeiten des demokratischen Neubeginns engagierten sich die Kirchen gemeinsam für die soziale Neuordnung der Betriebe, für den Aufbau einer Kultur der Mitbestimmung und der sozialen Kooperation. Seit den fünfziger Jahren gibt es in Zusammenarbeit mit dem Bergbau und später auch mit anderen Großbetrieben eine breit angelegte sozialethisch profilierte Tagungsarbeit, die von den Diözesen Paderborn und Essen sowie den Landeskirchen Rheinland und Westfalen gemeinsam getragen wird. Das im Folgenden dokumentierte Profi l dieser traditionsreichen Arbeit wurde 2008 nach ausführlichen Diskussionen von den vier Kirchen-/Bistumsleitungen bestätigt. Es beschreibt nicht nur eine für die Sozialethik vorbildliche Basis- und Praxisorientierung, es ist zugleich beeindruckendes Zeugnis einer Ökumene, die sich auch und gerade in Krisen- und Umbruchszeiten bewährt hat.