Ende des FlächentarifsBetriebliche Bündnisse für Arbeit - von der Tarif zur Betriebsautonomie

Die Zukunftsfähigkeit des traditionellen bundesrepublikanischen Ordnungsmodells der Sozialen Marktwirtschaft, das die Prinzipien des freien Marktes und des sozialen Ausgleichs zu verbinden sucht, wird in den letzten Jahren zunehmend in Frage gestellt. Im Zentrum der Kritik stehen verschiedene sozial- und arbeitsrechtliche Regelungen, unter anderem die Tarifautonomie, mit der sich der folgende Beitrag beschäftigt. Es wird aufgezeigt, dass angesichts der ökonomischen Überlegenheit des Arbeitgebers das Tarifvertragswesen und seine Schutzfunktion für den Arbeitnehmer nach wie vor unverzichtbar sind. Ein Mangel des bisherigen kollektivarbeitsrechtlichen Systems ist jedoch, dass die sogenannten betrieblichen Bündnisse für Arbeit keine gesetzliche Grundlage haben. Erforderlich ist in diesem Zusammenhang eine bedingte gesetzliche Öffnungsklausel.

Summary / Resumé

Arnd Küpper: The end of the free collective bargaining?
The future validity of the traditional German social market economy, which seeks to reconcile the principles of the free market and social balance, has been questioned over the last years. At the core of criticism there were various social and legal regulations , among others the issues of free collective bargaining, with which this paper will deal. It shows that in view of the employers‘ economic power the system of collective bargaining and its protective function for the employee is still indispensable. A fl aw of the existing system, however, is the fact that so-called corporate agreements for work have no legal framework so far. In this context an limited amendment in labour law will be necessary. 

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