Compliance U3 Die Entwicklungspsychologie beschreibt Compliance als die Bereitschaft eines Kindes, auf die Wünsche seiner erwachsenen Bezugspersonen einzugehen, ihre Anweisungen zu befolgen bzw. bei anstehenden Aufgaben aktiv zu kooperieren. Die Zeitschrift Kleinstkinder im Abo 8 Ausgaben pro Jahr Relevantes Fachwissen für den U3-Bereich Zahlreiche direkt anwendbare Praxisimpulse Informiert über aktuelle Ereignisse, die den Kita-Alltag beeinflussen Jetzt gratis testen Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Quellen Kleinstkinder in Kita und Tagespflege, Ausgabe 2/2023 Gabriele Haug-Schnabel/Joachim Bensel: Grundlagen der Entwicklungspsychologie, 2017 Knut Vollmer: Fachwörterbuch Kita. Verlag Herder, 2021. Was sind die Voraussetzungen für kindliche Compliance? Die sichere Bindung eines Kindes ist wesentliche Voraussetzung für seine Compliance: Haben die Eltern eines Säuglings sehr früh Empathie, positive Emotionen und liebevolles Engagement gezeigt, wird es dem Kind im zweiten Lebensjahr leichtfallen, zu vertrauen und sich auf die Sozialisation seiner erwachsenen Bezugspersonen einzulassen. Auch eine bedürfnisorientierte responsive Begleitung durch Eltern oder pädagogische Fachkräfte erleichtert es den Jüngsten, mit ihren Bezugspersonen „an einem Strang zu ziehen“ und Compliance zu zeigen. Welche Arten von Compliance lassen sich bei Kindern beobachten? Es gibt zwei Arten von Compliance: Das Kind fügt sich den Anweisungen und ist kooperativ, solang die erwachsene Bezugsperson zugegen ist. Es ist nicht von sich aus motiviert. Das Kind ist intrinsisch motiviert und zeigt Compliance auch dann, wenn die Bezugsperson nicht zugegen ist – es hat vermittelte Normen und Werte verinnerlicht.