Ein Wunderkind (siehe auch Interview) ist Mozart längst nicht mehr, als er 1781 mit 25 Jahren in Wien ankommt. Der Ausnahmekomponist sucht nach kreativer Freiheit, findet bei der Familie Weber eine Unterkunft – und in Constanze (Gabrielle Creevy), der Tochter des Hauses, seine Verbündete und spätere Frau. In einem spektakulären Klavier-Battle am Wiener Hof beeindruckt Mozart (Will Sharpe) Kaiser Joseph II. und bringt den strenggläubigen Hofkomponisten Antonio Salieri (Paul Bettany) ins Schwitzen. Ihm ist der Newcomer ein Dorn im Auge, den er um jeden Preis bekämpfen will. So die – historisch falsche – Ausgangssituation der fünfteiligen Mini-Serie »Amadeus«, die wie der gleichnamige Kinofilm von 1984 auf einem Theaterstück von Peter Shaffer basiert. Sets, Ausstattung, Kostüme und die barocke Pracht erschaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre.
Sex mit der Sopranistin
Hier und da gibt es für die Handlung irrelevante Sex-Szenen, wenn etwa Mozart neben einer Süßigkeiten-Etagere einen – nicht belegten – Quickie mit einer Sopranistin hat, oder wenn Salieri vor seinem Klavier masturbiert, um seine Schreibblockade zu lösen. Auch ist die Rivalität der zwei Komponisten dramatisiert. In Wahrheit förderte Salieri das Werk Mozarts und unterrichtete sogar dessen Sohn Franz Xaver in Komposition. Trotz der historischen Ungenauigkeiten ist die Serie vor allem durch die opulente Inszenierung sehenswert.
Two Cities Television und Sky Studios 2025, fünf Episoden à ca. 50 Minuten, exklusiv auf Sky und dem Streamingdienst WOW abrufbar