Berliner Kita entwickelt „Mobiles Museum für Kinderrechte“Ausstellung von INA.KINDER.GARTEN macht Kinderrechte sichtbar

Die Kinder im INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße gestalteten ein mobiles Museum, das Kinderrechte für alle Menschen sichtbar und erlebbar macht.

Kindergartenmuseum
© INA.KINDER.GARTEN gGmbH

In der Berliner Kita Rosenheimer Straße haben Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über einen Zeitraum von zwei Monaten ein mobiles, begehbares „Museum der Kinderrechte“ geschaffen. Aus stabilen Obstkisten und weiteren Materialien entstand ein Gesamtkunstwerk mit neun farbenfrohen, beklebten und bemalten Türmen. In Zeichnungen, Collagen und kurzen Texten wird sichtbar, welche gesellschaftlichen Rechte und Bedürfnisse die Kinder beschäftigen – darunter Mitbestimmung, Privatsphäre, ein angemessener Lebensstandard sowie der Zugang zu Bildung, Spiel und Freizeit.

Die Idee, sich auf diese kreative Art mit Kinderrechten zu beschäftigen, ging von den Kindern selbst aus: In einer demokratischen Abstimmung entschieden sie sich dafür, ein Museum zu bauen, das allen offensteht und von dem alle lernen können. Die Türme des Museums wurden kreisförmig angeordnet, sodass ein begehbarer „Museumsraum“ entstand.

Jedes ausgestellte Kunstwerk haben die Kinder selbst kuratiert – von der ersten Idee über die Umsetzung bis hin zur Platzierung im Ausstellungsraum. Viele Inhalte entwickelten sich dabei direkt aus der Situation: Die Kinder malten Bilder, erklärten den pädagogischen Fachkräften, was sie damit ausdrücken wollten, und überlegten anschließend mit diesen, welches Kinderrecht darin sichtbar wird. Sowohl jüngere als auch ältere Kinder des Elementarbereichs waren in allen Phasen beteiligt; auch Kinder aus der Krippe gestalteten einzelne Elemente mit.

Projektbeginn war zum Weltkindertag im September 2025, eröffnet wurde das „Mobile Museum für Kinderrechte“ schließlich am 20. November, dem internationalen Tag der Kinderrechte. Nach mehreren Wochen im Eingangsbereich der Kita ist die Ausstellung seit Januar 2026 in der Geschäftsstelle von INA.KINDER.GARTEN zu sehen. Perspektivisch soll das Museum auf dem Gelände der Kita Rosenheimer Straße einen dauerhaften Platz finden; bis dahin ist geplant, es an weiteren Stationen aufzubauen. An einer Ausstellung interessierte Einrichtungen und Institutionen können sich beim Träger melden.

Kinderrechte sowie vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung sind pädagogische Schwerpunkte des INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße und eng verknüpft mit dessen pädagogischer Arbeit nach dem Situationsansatz. Derzeit entwickelt sich die Einrichtung als erste und bisher einzige Berliner Kindertagesstätte zu einer „Kita der Kinderrechte“ weiter, begleitet und gefördert durch das Deutsche Kinderhilfswerk im Programm „Kinderrechte-Landschaften“ sowie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Museumsprojekt ist Teil dieser fachlichen Entwicklung.

Yıldız Saklı, Leiterin Kita Rosenheimer Straße: „Wir möchten die Rechte der Kinder und insbesondere demokratische Werte noch stärker im pädagogischen Alltag vorleben und erlebbar machen. Diesen wichtigen Weg gehen wir gemeinsam im Team. Derzeit sind zwei unserer Fachkräfte auch Ansprechpartnerinnen und Multiplikatorinnen für Kinderrechte. Sie nehmen an Netzwerktreffen teil, bringen Themen und Anregungen in die Abteilungen der Kita und motivieren jede und jeden Einzelnen, die eigene Haltung zu reflektieren. So werden wir nach und nach alle zu Expertinnen und Experten für Kinderrechte.“

Marit Vogt, Geschäftsführerin INA.KINDER.GARTEN: „Kinderrechte und Partizipation sind Bausteine für Demokratie. Kinder, die ihre Rechte kennen, entwickeln Selbstvertrauen, Verantwortungsgefühl und Respekt für andere. Bei INA.KINDER.GARTEN ist das fest verankert: In unseren Kitas werden alle Kinder gehört und erfahren, dass ihre Meinung zählt. Dass die Kinder in der Kita Rosenheimer Straße per Abstimmung entschieden haben, was im Museum gezeigt wird und wie, macht es zu ihrem eigenen Ort der Demokratie.“

Ausgestellt ist es derzeit in der Geschäftsstelle des Berliner Trägers, weitere öffentliche Orte können folgen. Das Projekt eröffnet einen spielerischen, kreativen und zugleich pädagogisch fundierten Zugang zu Themen der Demokratie und der Teilhabe.

Das Projekt auf einen Blick

  • Name: Mobiles Museum der Kinderrechte
  • Kita: INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße, Berlin-Schöneberg
  • Träger: INA.KINDER.GARTEN gGmbH
  • Zeitraum: Entwicklung von September bis November 2025, Ausstellung seit November 2025
  • Material: Papp-Obstkisten, Farben, Collagenmaterialien, Kabelbinder
  • Maße der Installation: Höhe der Türme zwischen 98 cm und 128 cm, Durchmesser des Kreises aus allen Türmen ca. 220 cm
  • Ziel: Partizipation und demokratische Bildung im frühpädagogischen Alltag sichtbar machen

Weitere Informationen zum INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße: https://www.inakindergarten.de/berlin/kita-Rosenheimer-strasse

Über INA.KINDER.GARTEN
INA.KINDER.GARTEN ist ein gemeinnütziger Träger von zwanzig Kindertagesstätten in Berlin. Das Konzept Situationsansatz und das Berliner Bildungsprogramm sind die Grundlagen seiner pädagogischen Arbeit. Bei INA.KINDER.GARTEN lernen Kinder, das Leben eigenständig zu entdecken und die Gemeinschaft in der Kita aktiv mitzugestalten – und dadurch auch, sich heute und in Zukunft frei zu entfalten. Dafür stellt der Träger höchste Ansprüche an seine Arbeit und engagiert sich in zahlreichen pädagogischen Projekten. Im Rahmen der Schwerpunkte Ernährung, Gesundheit, Vielfalt, Raumgestaltung und Nachhaltigkeit entwickelt sich INA.KINDER.GARTEN ständig weiter und nimmt gesellschaftliche Veränderungen mit auf.

INA.KINDER.GARTEN gGmbH

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