#18 Super divers: Was Kindheiten heute ausmacht

Nach einem Einstieg zu Erfahrungen mit Zahnfee, Schnullerfee oder dem magischen Müllheimer (schon mal gehört?), sprechen Karen und Patrick in dieser Folge über superdiverse Kindheiten (ab 18:06) und darüber, was es heute wirklich bedeutet, Kinder im Kita Alltag zu begleiten. Sie machen deutlich, wie vielfältig Lebenswelten geworden sind – geprägt von unterschiedlichen Sprachen, Familienkulturen, Religionen und sozialen Bedingungen. Im Mittelpunkt steht eine wertschätzende, offene Haltung – und die Erkenntnis, dass es weniger um „die eine Kultur“ geht, sondern um die individuelle Familienkultur jedes Kindes.

Super divers: Was Kindheiten heute ausmacht

Podcast-Folge bei Spotify | RSS-Feed  | Apple-Podcast

Transkript

Dieses Transkript wurde zunächst automatisch erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet. Dennoch können vereinzelt Fehler enthalten sein. Wenn Sie eine solche Stelle entdecken, freuen wir uns über eine kurze Nachricht an redaktion@kindergarten-heute.de.

Intro

Hallo und herzlich willkommen zu heute im Kindergarten, dem Podcast von Kindergarten heute. Hier erwarten euch kleine und große pädagogische Happen. Perfekt zu genießen auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause. Ich bin Karen, Redakteurin beim Fachmagazin Kindergarten heute und mir gegenüber sitzt Patrick, Erzieher im Ü3-Bereich. Wir wollen mit euch über all das sprechen, was die Fachwelt, die pädagogische Praxis, die Redaktion und natürlich uns selbst bewegen.

Karen

Hallihallo, wir sind wieder hier.

Patrick

Karen und Patrick, hallöchen.

Karen

Hallöchen mit Öchen, richtig boomerhaft, entschuldigt.

Patrick

Das ist okay, wir sind jung geblieben, wir arbeiten mit Kindern.

Karen

Stimmt, so ist das, so ist beziehungsweise du arbeitest mit Kindern momentan, Patrick. Ich spreche über Kinder.

Patrick

Ja, das stimmt und heute, also ist wirklich tagesaktuell vorhin, als ich meinen Dienst beendet habe und sich die Kinder von mir verabschiedet hat, hat sie auch, was hat sie gesagt, Ciao Kakao und noch mal was anderes, ich glaub, Tschüsseldorf oder so. Bin mir nicht mehr sicher, was es war, aber Ciao Kakao auf jeden Fall und also lieb ich, lieb ich, Schüsseldorf.

Karen

O. K., also die Kinder haben jetzt auch schon das Boomerhafte übernommen, meinst du? Ja klar, deswegen können wir so sprechen.

Patrick

Ich meine, ja, er hat halt 2 ältere Geschwister. Und von dem her hat er es so ein bisschen rausgehauen und da kriegt man wirklich mit, was in der Schule so los ist, ne? Six Seven.

Karen

Was ich immer noch nicht verstehe, ich glaub, ich muss mehr auf Social Media sein, damit ich das verstehe.

Patrick

Ich versteh's auch nicht, ich versteh's nicht.

Karen

Okay, das ist die Gen Z.

Patrick

Mit Kindern dürfen wir quasi noch mitmachen und die Kinder verstehen noch nicht, dass wir, wenn wir das machen, lame sind oder wie sagt man, cringe?

Karen

Lame, ich würde lame sagen, aber cringe.

Patrick

Wär schon cringe, wenn wir das machen würden, aber für die Kinder ist es noch nicht so, dass wir cringe sind. Cringe wird's erst, wenn die Kinder in der Schule sind und verstehen, dass wir zu alt dafür sind.

Karen

Ich merk das auch bei meinem Patenkind, die ist, die wird jetzt 9 dieses Jahr und die ist, die kennt jetzt noch nicht solche Sprüche, die ist wahrscheinlich noch in einer behüteten Schule. Aber trotzdem merk ich, wie sie so manche so, ey, ich weiß nicht, ob sie schon geil sagt, weil das ist ja auch so ein Ding, hab ich letztens in der in der U-Bahn auch ein Kind gesehen, was die ganze Zeit zusammen . Ach nee, das war im Regio. Kleine Geschichte am Rande habe ich jetzt heute zu erzählen. Also ich war auf Heimatbesuch und musste mit dem Regio fahren unter anderem und es ist ein Kind mit seinem Vater eingestiegen, die haben sich dann hinter mich gesetzt und das Kind war vielleicht vier oder so. Es war in dieser Warum-Phase, also ich dachte echt, die ganze Zeit hat es . Warum fährt jetzt der Zug hier lang, Papa? Warum halten wir jetzt? Warum sind da draußen Bäume? Warum sind da Schienen? Also, ne, hat einfach ganz viel Interesse gehabt. Jetzt hab ich den Faden verloren. Mit was hab ich am Anfang? Ach genau, und er hat die ganze Zeit gesagt: 'Boah, das ist richtig geil, jetzt hier Eisenbahn zu fahren, Papa.' Oder es ist voll geil, geil, hier waren wir auch noch nie, oder Papa? Geil, und das alles kannst du dir vorstellen, in so einem nicht Allgäuer Akzent, sondern so ein bisschen. Ja, so bisschen fränkisch angehaucht, aber eigentlich auch so, hä, wo war das denn? Na ja, es war auf jeden Fall natürlich in Baden-Württemberg, aber es war sehr, sehr amüsant, weil das halt die ganze Zeit 'geil' gesagt hat und das find ich auch krass, wenn Kinder 'geil' sagen, find ich irgendwie seltsam. Ja, dabei benutzen wir das ja auch mal, hey, voll geil, dass das passiert ist.

Patrick

Also, ich hab, ich hab das auch seit meiner frühesten Kindheit, sag ich das schon,

Karen

Geil?

Patrick

Ja, klar.

Karen

Echt?

Patrick

Das war also ja, voll geil.

Karen

Ich find's halt nur, ich glaub', ich find's einfach nur lustig, wenn das Kinder in diesem Alter sagen. Dann hat das für mich so und mit diesem Dialekt ist er wirklich zum Brüllen. Ich dachte irgendwann, er Und das Kind, das war einfach begeistert von allem. Papa, siehst du das auch jetzt da draußen? Ich sehe ein Haus. Papa, was siehst du? Also, jetzt sehe ich einen Bauernhof. So, und der Zug fährt ja die ganze Zeit weiter. Also, jetzt sehe ich ein Gebäude, jetzt sehe ich ein Schild. Papa, was siehst du? Und aber der Papa, der war auch so, ist immer mal wieder drauf eingegangen, aber natürlich konnte er auch nicht auf jede Reaktion dieses Kindes eingehen. Also, er hat es eigentlich echt ganz gut gemacht und wenn wenn das Kind wirklich eine konkrete Frage gestellt hat, ist er auch so drauf eingegangen, hat so ein bisschen erklärt. Gott, mich hätte das verrückt gemacht.

Patrick

Ja, hast du Kopfhörer drin gehabt?

Karen

Nee, ich hab tatsächlich gelesen nebenbei. Es ging, ich konnte mich so gut, wie sagt man denn, ausblenden oder die Umwelt ausblenden. Es ging, aber deswegen hab ich es halt nebenbei gehört, was es gesagt hat.

Patrick

Mir fällt es immer ganz schwer, wenn ich in der Regio bin oder so, wenn ich meine Ruhe haben, dann hör ich mein grundsätzlich meine Kopfhörer rein und als ich jetzt vorhin hierher gefahren bin, sind sie gerade leer gewesen. Ich hab also kein Akku mehr drauf, Käse. Und dann musst du ja wirklich zuhören, was die Leute zu sagen haben, ne? Und da ist ja wirklich viel Quatsch dabei. Ich mein Kindergeplänkel, ne? Wie du es jetzt gerade erzählt hast, ist ja schon irgendwie putzig, aber wenn man dann irgendwie acht Stunden gearbeitet hat. und dann einfach nicht mehr so aufnahmefähig ist.

Karen

Den Leuten zuhören muss, die auch 8 Stunden gearbeitet haben, die auch auf dem Heimweg sind.

Patrick

Dann wird's haarig, dann wird's vielleicht hier und da ein bisschen schwierig. Also genau, von dem her bin ich eigentlich immer sehr dankbar, dass ich Musik hören kann, wenn ich Feierabend habe. Aber es gibt auch andere Leute, die können gar keine Musik hören, wenn oder ne Podcasts hören oder sowas, wenn sie Feierabend haben, weil die also ne, die mit Kindern arbeiten, weil dann einfach so 'ne Überreizung irgendwie schon da ist, dass das nicht mehr funktioniert und bei mir ist Musik aber immer was, was mich dann wieder so runterholt und in eine andere Welt irgendwie packt. Und genau von dem her baller ich mir dann irgendwie meine Lieblingshits rein und dann kann ich alles andere um mich herum ausblenden. Lieb ich.

Karen

Sehr gut. Und musstest du noch was ausblenden, was heute so passiert ist in der Kita, außer dass das Kind Tschüsseldorf zu dir gesagt hat?

Patrick

Nichts allzu dramatisches, aber es gab so einen Moment, wo ich wo ich so ein bisschen ins Nachdenken gekommen bin, was ich einfach so faszinierend finde. Und zwar ist bei einem Kind bei uns in der Kita der Zahn rausgefallen und das war zu Hause schon, hat ganz stolz gesagt und gezeigt und hat dann erzählt, dass die Zahnfee da war. Die Zahnfee war da und die hatte Kellerasseln mitgebracht und ich so, was? Ne Kellerassel? Ich hab gedacht, was ist denn bei, hä, was ist denn bei euch los, wollte ich gerade schon so fragen. Und dann sagt sie, ja komm, ich zeig es dir. Und dann hat sie 'ne Fingerpuppe als Kellerassel gehabt. Und die war so lustig. Die sah so witzig aus und war so stolz über die Kellerassel und hat die dann so gezeigt und dann konnte die sich so einrollen mit dem Finger, echt zum Piepen, ne. Und dann hab ich auch gedacht, so, ja, was erzählen die Eltern eigentlich ihren Kindern auch, ne? Die Zahnfee kommt und nimmt die Zähne weg und bringt dir ne Kellerassel.

Karen

Die kannst du dann einsetzen als Ersatz.

Patrick

Aber auch so, weiß ich nicht, wenn die Schnullerfee kommt, das gibt's ja auch, oder der magische Mülleimer.

Karen

Das hab ich, was ist das? Das hab ich noch nie gehört, klär mich auf.

Patrick

Das war auch ne Familie. 3 Kinder und es, nee, das war das zweite Kind, genau. und sollte ja auch den Schnuller langsam loswerden, ne? Und dann haben die den Schnuller in den magischen Mülleimer geworfen und dann hat hat das Kind auch eine kleine Überraschung bekommen, nachdem es aufgewacht war, weißt du. Also, was Eltern ihren Kindern erzählen, das ist so faszinierend, so faszinierend. Also, es gibt ja Schnullerbäume, ne, irgendwo in Berlin, wo man das dann, wo man Schnuller ranhängen kann. kann man dann 'ne Geschichte konstruieren, da gibt es die Zahnfee, es gibt den Nikolaus, es gibt ja so viele Geschichten, die wahr sind oder nicht wahr sind, ne, aber ne, dadurch, dass wir dran glauben, wird es ja am Leben gehalten und dadurch wird es ja real.

Karen

Klar, für die Kinder eh.

Patrick

Genau. Und es gab vor ein paar Tagen, komme ich auch gerade drauf, 'n Kind, das ja 'n bisschen hat so und gesagt hat, naja, es gibt gar keinen Weihnachtsmann Und das hat ein anderes Kind, also die haben sich da eben darüber unterhalten und er hat gesagt, 'Nee, ich hab das vom Weihnachtsmann bekommen, klar.' Und dann meinte sie, es gibt keinen Weihnachtsmann und er so: 'Ja, doch, doch, der hat mir doch das gebracht.' Und die haben sich da richtig gestritten, die haben sich richtig gestritten und sie wurde oder ne, das eine Kind wurde dann auch handgreiflich, hat die erstmal eine vom Hand

Karen

Doch, es gibt den Weihnachtsmann.

Patrick

Nee, andersrum, es gibt ihn nicht. wild, wild,

Karen

ach du meine Güte

Patrick

was in den Kindern passiert ist, ne, also zum einen war dieser Vertrauensverlust so, okay, meine Freundin hat mich gerade gehauen, so, und sie erzählt mir, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, meine Eltern sagen mir aber, dass es den gibt.

Karen

Meine Eltern, irgendjemand lügt.

Patrick

Ja, also was ist hier los, also die sind halt, er war so hin zu dem Ding drin, der hat geweint, der hat sich wirklich, der war,

Karen

Realitätsverlust,

Patrick

Aber so richtig dolle, Und dann hab ich ihn mit reingenommen, wir haben das Vesper dann zusammen vorbereitet und dann haben wir halt einfach gequatscht und geredet und hab ich, hab ich ihn wieder 'n bisschen aufgebaut und wir haben über Sachen geredet, an die man glauben kann, so gibt

Karen

Dass man sich entscheiden kann.

Patrick

Ich hab den Weihnachtsmann noch nicht gesehen, hab ich gesagt, ich hab ihn noch nicht gesehen, ich weiß nicht, ob es ihn gibt oder nicht, aber es gibt Menschen, die glauben dran. Ich hab Aliens noch nie gesehen, aber trotzdem kann ich mir vorstellen, dass irgendwo in irgend so 'ner Galaxie, da ganz weit weg, vielleicht 'ne eine Form von Leben irgendwie existieren könnte, ne, dass es da vielleicht noch mal eine Art Erde gibt, so wo die Bedingungen eben so sind, könnte ich mir vorstellen. Die einen glauben an Gott, die anderen glauben überhaupt nicht dran. Also das sind ja, das hab ich dann versucht, so ein bisschen in in Relation irgendwie zu setzen und dann hat er sich auch wieder wohlgefühlt und dann auch gesagt, na ja, aber ist ja auch klar, dass es den Weihnachtsmann gibt, weil meine Eltern, die haben ja gar nicht so ein Geschenkpapier.

Karen

Ja, ja, krass, das ist so die, diese logische, ne, die Logik von Kindern, klar, das muss doch so sein.

Patrick

Das muss so sein, das kommt logisch zusammen. Ja, also, und das finde ich auch so zauberhaft. Also letztendlich kann man den Kindern ja erzählen, was man möchte, so.

Karen

Das ist ja auch diese zauberhafte magische Phase, ne, in der Kinder das alles glauben.

Patrick

Ja, ja, ja. ist nur eben spannend, wie dann die Kinder damit umgehen, wenn's eben bröckelt, wenn sie 'ne Information bekommen, dass es vielleicht auch gar nicht so ist, oder ne, bis sie dann zu dem Zeitpunkt kommen. Und ich glaub aber auch, je nachdem, wie Familien zu Hause ja auch Rituale leben oder nicht leben, dass es viele so Entzauberungen gibt. Also, mein Freund erzählt zum Beispiel in seiner Kita, da glauben die Kinder nix, also die glauben da an nix.

Karen

Weil sie gar überhaupt gar nicht dieses fantastische?

Patrick

diese Geschichten überhaupt.

Karen

und weil sie die Geschichten nicht bekommen, oder?

Patrick

Ja, irgendwie so

Karen

weil an sich entdecken, glaub ich, Kinder selber ja irgendwelche fantastischen Dinge.

Patrick

Also, er meinte, dass die Kinder so bei sich in seiner Einrichtung, dass die gar nicht so an dieses fantastische Denken, also dass sie das gar nicht so glauben. Und ich glaube, das förderst du natürlich mit Geschichten, also mit Vorlesen, miteinander ins Gespräch zu gehen, sich Dinge auszudenken, auch ne, also Ich hab das auch manchmal, dass ich mit Kindern so ein bisschen philosophiere oder so ein bisschen rumquatsche und dann überleg ich mir irgendeine random Geschichte, so und dann kommt da so ein Kind und sagt, kannst du mir mal eine Geschichte von dem Löwen erzählen? Und dann hab ich gesagt, es gab einmal einen Löwen in Afrika und der hat sich dabei so unwohl gefühlt, dem war zu warm, er wollte das nicht so und dann erzähl ich und erzähl ich und erzähl ich und komm irgendwie in 'ne in 'ne Welt so rein und. Ich finde, das ist so was Fantastisches, einfach wirklich, also im wahrsten Sinne des Wortes, mit Kindern da auf so 'ne Reise zu gehen und genau, das finde ich schade, wenn so was verloren geht. Also von dem her, lest mit den Kindern, erzählt Geschichten, baut Luftschlösser, es man irgendwas braucht man, woran man sich festhält.

Karen

Ja, und vor allem halt, um auch wirklich das Denken anzuregen, ne? Und Kreativität, also klar, es ist nicht jeder gleich kreativ und gleich fantasievoll, das ist ja einfach so, aber um einfach alles anregen zu können und ne, diesen Nährboden zu zu bieten. Ja, dafür braucht es wirklich echt Geschichten, auch um irgendwie um Einfühlungsvermögen, Empathie auch dann irgendwie zu lernen. So, oh Mann, der arme Löwe, dem ist viel zu warm in Afrika. Ja, was könnte dann passieren, dass es ihm, ne, keine Ahnung, irgendwie nicht so warm ist. Total. Solche Sachen,

Patrick

manchmal ist es halt auch einfach nur der magische Mülleimer, das ist kein großer Aufwand, ist kein großer Aufwand, einfach, aber du brauchst dieses fantastische Denken, so und musst da sagen, ja, nee, bisschen pragmatisch, wir wollen jetzt diesen Schnuller weg haben, so, was machen wir jetzt, komm, wir machen jetzt den magischen Mülleimer und dann kommt der da rein.

Karen

Ja, klar, ich mein, da steckt natürlich 'n Zweck dahinter, ne, wenn es von Elternseite kommt, so oder auch mit der Zahnfee, aber ich denke auch, wenn das dem Kind ja nicht schadet, also ne, kommt ja eh drauf an, so passt der Entwicklungsschritt, Schnuller abgeben, bla bla bla, das da fällt drauf gehen wir jetzt nicht ein. Aber genau, das ist einfach schön, an was glauben zu können. Also ich fand immer ganz toll, die Zahnfee, ich hatte auch so ein so ein Zahnkästchen mit allen meinen Zähnen drin, wobei ich glaube, Zahnfee gab es nicht so richtig damals, aber ich fand es einfach toll, die Zähne halt aufzubewahren und so irgendwie was Besonderes und tatsächlich Was ich mir an, also ich glaube, ich hab noch sehr viel magisches magisches Denken und Fantasie übrig und ich hab aber tatsächlich auch immer in der Schule, wenn ich lernen musste, also bis in die obersten Klassenstufen, auch im Studium noch, einfach diese Vorstellung gehabt, weil das hat mir irgendwie mich beflügelt. Also, wenn ich quasi am nächsten Tag 'ne Klausur, 'n was auch immer 'ne Prüfung hatte, hab ich mir nachts unters Kopfkissen die Unterlagen gelegt. und wirklich auch noch im Studium einfach nur, also nicht nur, ich lerne nicht und lege mir das drunter, sondern einfach irgendwie nochmal, keine Ahnung, für mich zur Bestärkung und dann wirklich am irgendwann später wie ein Ritual, ich lege das da drunter und über Nacht geht es dann irgendwie in meinen Kopf rein und irgendwie, oder ich habe es irgendwie präsenter, keine Ahnung und das hat sich einfach gut angefühlt und ich wusste natürlich, wusste ich auch schon wahrscheinlich als Vierzehnjährige, ja safe, auch schon als Achtjährige, dass das nicht so funktioniert und dass ich selber was tun muss, aber irgendwie, das fand ich gut, das hat mir ein gutes Gefühl gegeben und darum geht's ja dann am Ende auch, ne.

Patrick

Wir brauchen unsere Rituale, also. Ich habe mir in meiner Prüfungsphase, habe ich mir jedes Mal, wenn wir eine Prüfung geschrieben haben oder so, habe ich mir eine Tafel Erdbeerschokolade mit reingenommen, habe die gefressen, also wirklich

Karen

vor der Prüfung,

Patrick

während der Prüfung

Karen

ach während der Prüfung,

Patrick

habe ich dann meine meine Erdbeerschokolade so reingepfeffert und das hat mir geholfen.

Karen

Ja, du, das ist in Ordnung, hat dir auch Energie gebracht, wahrscheinlich kurzzeitig.

Patrick

Ja, genau, also für den Moment war das echt gut. Also, genau, also ist manchmal, ja, muss man einfach an was glauben können und Das finde ich eben auch gerade so spannend, weil das zeigt ja auch, wie unterschiedlich Familienkulturen im Allgemeinen sind, ne? Also, gibt es bei uns die Zahnfee oder gibt es die nicht, ne? Gibt es überhaupt, ja,

Karen

Kenn ich das überhaupt

Patrick

Weihnachtsmann, Christkind, gibt es irgendwie den Wichtel, der irgendwie kommt und Sachen versteckt, oder gibt es die Elfe, die kommt, ne? Also, so dieses fantastische Denken in Kindern irgendwie hervorzuheben braucht Menschen, die das machen und umsetzen und gestalten, ne? Und sind ja auch so 'ne Trends und ich glaub, das setzt manche Eltern auch 'n bisschen unter Druck, wenn sie sich jeden Tag was Neues ausdenken müssen, jetzt

Karen

wie diese Wichtel zum Beispiel

Patrick

Wichtelgeschichte, aber ja, genau, das find ich super faszinierend, weil gerade solche magischen Dinge oft eben auch an an einzelnen Elternteilen hängen. Also, ich würde auch sagen, bei an Frauen, so.

Karen

Mental Load, Stichwort Mental Load, total

Patrick

Absolut. Also, das sind die wo ich diese ganzen Geschichten her hab, meine Mutter, meine Oma, die haben uns die Sachen erzählt, ne, die haben gestaltet, die haben gesagt, ach Mensch, das Christkind kommt an Weihnachten, bringt die Geschenke und dann geht eben ein kleines Glöckchen los, ne, oder man findet noch 'ne Haarsträhne von diesem, von diesem Engelchen, das die Geschenke gebracht hat und das ist so dieses, dieses magische Denken, das gefüttert ist von Frauen, die denen es wichtig ist, ne, die, die an das Gute glauben, die ja Verbindung schaffen wollen. Also ein Lob an alle Frauen und an alle, ja, die den Mental Load zu spüren und ja, sollten sich mehr Männer auch mal ein bisschen nicht Aufgaben übernehmen, sondern wirklich auch von Anfang bis Ende durchplanen, sich Gedanken machen, so was möchte ich meinem kleinen Initiative ergreifen, aber ich glaube, da ist auch viel passiert, gerade geht ja Diskussion ja auch wieder weiter, was so Rechte angeht und ja, Schwierigkeiten und vermeintlicher Feminismus und so. Also das ist super, super krass, was da wieder los ist. Also ja, genau, aber darum geht es heute.

Karen

Da können wir, da können wir einen völlig anderen Podcast drüber. Da machen wir doch noch einen anderen Podcast drüber. Ja, nee, aber es geht um vieles, was du schon gesagt hast, Patrick, und es passt sehr gut zufällig dein Beispiel. das über Vorlesen gesprochen habe und über unterschiedliche Familienkulturen gesprochen. Ich möchte heute mit dir über das Thema superdiverse Kindheiten sprechen.

Sound

Der pädagogische Happen

Karen

Damit habe ich mich, ich mich und auch wir in der Redaktion viel damit beschäftigt, weil das ist unser Titelthema im Mai. Wenn die Folge rauskommt, ist glaube ich auch das Heft schon draußen, kann ich euch dann verlinken und du hast es dann auch schon in der Hand. Und zwar ist es aber Also, superdiverse Kindheiten. Kannst du mit dem Begriff was anfangen? Der ist nämlich recht neu.

Patrick

Ja, hab ich so, glaub ich, jetzt auch noch nicht gehört, aber ich glaube mir aus dem Kontext erschließen zu können, dass es soll ich.

Karen

Darfst du gerne, ich hab die so angeguckt, ne.

Patrick

Das ja, wenn wir jetzt irgendwie, weiß nicht, 120 Kinder in der Kita haben, hat ja jedes Kind trotzdem 'ne unterschiedliche Kindheit, also je nachdem, ob ob sie aus dem anderen Land zugezogen sind, ob sie 2 Väter haben, 2 Mütter haben, oder ob sie ja, wie sie aufwachsen, welche Rituale sie leben, woran sie glauben, ne, welche Hautfarbe sie teilweise auch haben, ne, also auf welche Alltagsrassismusformen sie irgendwie da stoßen. Also ich glaube schon, dass also dass ich dadurch ja ergibt, dass jede Familie eben anders lebt, jedes Kind anders aufwächst, obwohl es vermeintlich im gleichen Kiez aufwächst, ganz andere, ganz andere Möglichkeiten, vielleicht auch, je nachdem, wie der Bildungsstand der Eltern auch ist, ne? Also Information, Eingebundenheit, Freundschaften, die irgendwie da sind, also das beeinflusst einen ja im Aufwachsen.

Karen

Mensch, du, das ist es quasi. genau, also ich meine, Kindheiten waren ja schon sind ja immer unterschiedlich, ne? Ist ja klar, also ich mein, jedes Kind wächst natürlich anders auf, aber es hat sich tatsächlich ergeben durch die ganze Zuwanderungsgeschichte, also haben wir ja auch schon immer, aber natürlich durch so so so viel mehr Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten hat sich das eben ergeben, dass viel mehr unterschiedliche Nationalitäten mit in den Familien sind. Die Kinder, ich hab es mir doch aufgeschrieben, haben super diverse unterschiedliche Ausgangsbedingungen, was die Herkunft der Eltern angeht, die Nationalität, Kultur, Religion, Lebensraum, wo sie aufwachsen. Also genau, selbst wenn sie im selben Kiez aufwachsen, sind sie mit ganz anderen Dingen konfrontiert. Und dieser Begriff Superdiversität und superdiverse Kindheiten, den hat vor allem der Soziologe Aladdin El-Mafaalani geprägt. der hat auch letztes Jahr dazu ein Buch veröffentlicht, mit noch 2 Co-Autoren und einer davon hat auch unseren Grundlagenbeitrag geschrieben. Also es ist wirklich ein super spannendes Thema. Ich habe auch das Buch verschlungen, ich fand es allgemein, also es ist super spannend, einfach so sich mit dem Thema zu beschäftigen und aber natürlich auch, wenn man Pädagoge, Pädagogin ist, weil es eben um Kinder geht und dann um die Auswirkung auf die Kitas, weil da wir sind quasi damit ja konfrontiert. Wir Fachkräfte, die Kinder kommen aus diesen super diversen unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, kommen in die Kita und haben trotzdem ja ähnliche Bedürfnisse wie: Ich möchte gerne lernen, ich möchte spielen, ich möchte Freunde finden, ich möchte irgendwie Beziehungen aufbauen, ich hab Hunger, ich hab Durst, ich muss lernen auf Toilette zu gehen, alles und werden aber natürlich bringen ganz unterschiedliche Sachen mit, weil sie vielleicht, du hast über Vorlesen gesprochen, zu Hause gar nicht vorgelesen wird, weil keine Zeit ist. Sie kennen nicht die Wichtel, weil die Eltern das vielleicht gar nicht kennen von ihrer Kultur her, weil sie sich nicht damit beschäftigen, weil sie vielleicht gar keine Zeit haben, ne. Also vielleicht arbeiten beide Elternteile und das Kind sitzt nachmittags zu Hause irgendwie vorm Fernseher oder so, weil keine Zeit ist. Also das alles trifft eben in den Kitas dann aufeinander und in manchen Kitas, also das gab es natürlich schon immer, ne, ist ja klar, es gab schon immer die früher sogenannten Brennpunkt Kitas. Jetzt fällt mir leider gerade nicht der aktuelle Begriff ein, weil ich glaube Brennpunkt Kita sagt man nicht mehr oder Brennpunktschule. Ich schaue noch mal nach. Ich kann es jetzt auch. Ich kann es eigentlich parallel. Ich schaue es nachher parallel kurz nach. Genau, aber das gab es natürlich schon immer, dass es irgendwie in bestimmten Stadtteilen aufeinander getroffen ist, aber das hat sich halt verändert, weil es kann eben auch sein, die Kinder kommen aus 10 Kilometer Entfernung in die Kita, ne, nehmen wir jetzt Berlin, aus der aus dem anderen, vom anderen Ende von Berlin kommen sie in die Kita und dort ist, keine Ahnung, sind vielleicht mehr Kinder mit Akademikerhintergrund da und das Kind kommt aber aus quasi einem heruntergekommenen Viertel oder mit aus einem aus einem sozial schwachen Viertel, sagt man, glaub ich, ne. Genau, das merken wir alles in den Kitas und damit müssen wir jetzt umgehen und wollen wir auch umgehen natürlich.

Patrick

Das ist ja auch tatsächlich so, dass da die Bedürfnisse sehr unterschiedlich sind bei jeder Familie und ich glaube, es ist immer leicht so, wenn man über Kultur spricht, so dass man irgendwie sagt, ach Mensch, die Deutschen oder die Türkischen, die Arabischen, die ne, die müssen das so und so und so machen oder das ist so und so und so. Das geht, glaube ich, immer ziemlich schnell und das ist dieser erste Anfangspunkt, so die sind anders als wir und ich finde den Begriff der individuellen Familienkultur einfach auch immer super wichtig, da rauszustellen, weil jede einzelne Familie ist anders. Also 10 deutsche Familien leben anders, 10 arabische Familien leben anders, ne. Also 'ne Arbeitskollegin von mir, genau, auch Türkin und Weihnachten ist ihr Lieblingsfest, ne? Also das ist so, es du kannst es nicht wissen, also es ist immer total unterschiedlich und jede einzelne Familie hat ihre eigene Familienkultur, ihre eigenen Herausforderungen, den eigenen Struggle, den wir irgendwie teilweise auch gar nicht sehen können. Also ja, genau und das finde ich super, super wichtig, dass man den Rahmen in der Kita für alle öffnet, sich so einbringen zu können, wie sie das eben wollen, dass man nicht sagt, na ja, jetzt haben wir unser Sommerfest, jetzt bringt jeder was von seiner Kultur mit. Nervt mich, ich find das schlimm.

Karen

Weiß ja nicht, dass die alle hier was Bestimmtes haben. Ich möchte aber heute kein Baklava backen, wenn ich zufälligerweise Türkin bin oder aus dem arabischen Raum komme.

Patrick

Genau, ja, das ist, ist doch Quatsch, ist doch Quatsch. Also, wenn es aber in der Familie ein Riesending ist und die Mutter beste Baklava ever macht, ja, dann ist es doch geil, wenn sie das mitbringt von sich aus, ja, ohne dass wir sagen, ach, na ja, Kultur, Kultur, ne, das macht ihr, das macht ihr, das haben wir ja abgedeckt, dann macht ihr den Stand. Und ich denke mir nur so, na ja, okay, vielleicht lieben die das ja, was weiß ich, Sahnetörtchen zu machen zu Hause. Das ist, da ist die Mutter total bekannt dafür, dass sie Sahnetörtchen mitbringen. Das ist doch was Tolles.

Karen

Also, Kartoffelsalat, who knows.

Patrick

Ja, genau, man weiß es nicht. Also, das finde ich eben schön, wenn in Kitas die individuelle Familienkultur sichtbar wird und Kinder und Familien eben auch so gesehen werden und nicht unter einem Deckmantel, der das ist eure Kultur, das ist unsere Kultur, weißt du, wie ich meine, also sondern den Gedanken der Familienkultur viel, viel individueller fassen, weil es einfach super divers ist, weil einfach alle unterschiedlich sind und alle andere Herausforderungen haben und andere Chancen auch. Und wichtig ist aber auch eben auf Unterschiedlichkeiten eben eingehen zu können. Also Familien, wo du weißt, O. K., Bildungsstand niedriger, von Armut bedroht oder von Armut bedroht, muss ja auch nicht gleichbedeutend sein. So, die brauchen ganz andere Sachen wie Kinder, die eben denen täglich vorgelesen wird, ne? Und die, wo die Eltern, weiß ich nicht, Richter sind oder sonst was, ne.

Karen

Ja, oder allgemein Zeit haben, vielleicht auch, ne.

Patrick

Genau, und da finde ich, muss man wirklich ein Augenmerk drauf richten, was braucht das individuelle Kind, die individuelle Familie, brauchen die mehr Zeit in Gesprächen, brauchen wir den Übersetzer, brauchen wir eine andere Form, wie Sie sich irgendwie einbringen können, ne? Also, ne, das muss man alles irgendwie überlegen, miteinander abstimmen und dann fühlen sich ja auch alle wohl und geborgen, aber eben auch die Sache, wie wird kommuniziert, wird auf Deutsch kommuniziert, dann wir haben irgendwie jede Eltern-E-Mail, die irgendwie verfasst wird, wird noch mal über so einen Übersetzer gejagt und dann läuft das auf Englisch noch mal, genau. Es gibt aber auch Programme, wo eben dann Leute zu Elterngesprächen eben in die Kita reinkommen, wo dann Dolmetscher mit dabei sind, dass man sich anders verständigen kann, nochmal. Also, das muss man irgendwie alles im Blick haben und jede einzelne Kultur, also Familienkultur, in ihrer Eigenheit wahrnehmen zu können, ist ja eine unfassbar schwere Aufgabe, unfassbar schwer, weil wir Menschen sind sehr gewohnt, Kategorien zu bilden. zu wissen, ah, okay, die sind so, also muss ich mit denen so umgehen, ne, also die Situation habe ich schon mal erlebt, also ist das so, ne.

Karen

Genau, kann ich aus meiner Schublade was rausgreifen.

Patrick

Die sind super temperamentvoll, da muss man irgendwie gleich schon mal raufgehen, ne, also und von dem her ist das, glaube ich, wirklich 'ne Hirnleistung, die immens ist, Menschen im Allgemeinen in ihren Details zu sehen. Und genau, von dem her ist es, glaube ich, auch eine der größten Aufgaben, grundsätzlich.

Karen

Sowieso, ja.

Patrick

Sich da eben freizumachen von Wahrnehmungsfehlern, ja, von den eigenen Vorurteilen, die man hat, beziehungsweise freimachen kann man sich ja nicht, aber man kann eben lernen, bewusster damit umzugehen und dem zu begegnen. Genau, so, huiuiui.

Karen

Huiuiui. Ja, voll, genau, weil du hast gerade die ganze Zeit von den Familien gesprochen. Natürlich stehen die ja mit dran, wenn es um die Kinder geht, aber natürlich müssen wir auch in, also auch mit den Kindern genauso umgehen, ne. Also wenn ich jetzt irgendwie die auf auf 5 Kinder treffe und die teilweise noch kein Deutsch sprechen, vielleicht gerade erst hergekommen sind, teilweise schon irgendwie lesen können, weil sie zu Hause die Eltern, die halt fördern und Zeit und Lust haben, sich mit den Kindern zu beschäftigen und das Kind sich natürlich dafür interessiert, ist es eben auch eine riesen Herausforderung, also überhaupt im Kita-Alltag natürlich mit den Kindern umzugehen. umzugehen, ging immer so, ne, einfach mit den Kindern zu sein und wahrzunehmen, was sind die Interessen, was sind die Bedürfnisse, was sind die Kompetenzen, die schon da sind, die schon vorhanden sind, genau, und darauf eingehen und im und und schönen Tag dann noch haben am Ende. Und meistens, ich glaube, viel bei vielen klappt es einfach so, weil oft ja Personen im Feld sind, die sind halt handlungsfähig, die machen dann und ah ja, okay, dann hole ich mir da schnell, jetzt verstehe ich das Kind noch nicht. Ah, okay, aber meine Kollegin kann irgendwie bisschen oder ein anderes Kind versteht es und kann es irgendwie oder wir lesen was oder schauen uns ein Bilderbuch an und man kommt trotzdem in Kontakt. Aber klar, es ist einfach eine viel größere Herausforderung als früher und als in Einrichtungen, die irgendwie ganz klar abgetrennt sind voneinander oder wo ganz klar ist, ah das sind jetzt diese Kinder. Ich find es nämlich auch manchmal schwierig zu, also das so bisschen zu zu differenzieren, weil ne natürlich waren alle Kinder schon immer unterschiedlich und Familien unterschiedlich und individuell, aber diese super divers Superdiversität, die hat halt also das ist das, was eben auch El-Mafaalani sagt, was in dieser Generation, die er ja auch Generation Superdivers nennt, was eben eben das Neue ist. Also was halt so befeuert wurde durch diese ganzen ja Zuwanderungsströme in den letzten Jahrzehnten und die sich, ich weiß gar nicht, ob das nur auf Deutschland beschränkt ist, wahrscheinlich aber halt ne auf viele westliche Länder, glaub ich, die einfach viel Zuwanderung hatten. Genau, und dann natürlich die Schere arm reich, ne, das davon sprechen wir auch immer. Also, es geht ja eben auch um die soziale Auseinander oder soziale Diversität, keine Ahnung, ob man das so sagen kann. Also, ja, einfach in so vielen Bereichen ist es so unterschiedlich und genau, sich das einfach bewusst zu machen und dann zu sehen, ah ja, stimmt, aber dann ist es gut, wenn wir vielleicht da noch mal eine Fortbildung machen im Team oder da auf jeden Fall drauf schauen und ja, also sich genau die Kinder auch anzuschauen, so ne, so Fall Fallbesprechungen machen, damit wir individuell drauf eingehen können und vielleicht auch sich die Familien anschauen, weiß ich nicht, aber ja, wie du sagst, bei Festen nicht so dieses 0 815 Eier, macht ihr diesen Stand, wie du es erzählt hast, oder sondern einfach, worauf habt ihr denn Lust, was bringt ihr denn mit, wie ist denn unser Klientel und das kann sich ja dann auch jedes Jahr ändern, wenn dann wieder neue Kinder kommen und welche gehen.

Patrick

Total. Und wichtig ist ja auch immer so 'ne Sichtbarkeit dann irgendwie in der Kita stattfinden zu lassen. Also ja, wir hatten jetzt vor kurzem Ramadan.

Karen

Ja, ist letzte Woche, glaub' ich, zu Ende gegangen, ne?

Patrick

Letzten Freitag, glaub' ich, genau. Da feiern wir jetzt am Mittwoch erst, also diese Woche Mittwoch erst, das Fest.

Karen

Also Ende März für euch da draußen.

Patrick

Genau, für euch da draußen, Ende März, ne. Da, weil wir wissen, ne, dass viele Familien zu Hause das Zuckerfest feiern. Also, würden wir das an dem Tag feiern, würden halt würde halt die Hälfte nicht kommen. Oder würde sich verpflichtet fühlen, müsste dann irgendwie in die Kita kommen, um da kurz zu feiern, dann eben zu Hause weiterzumachen. Deswegen haben wir uns entschieden, dass wir erst mal das Fest, ne, dass die Familien Vorrang natürlich haben und dass sie in aller Ruhe ihr Fest zu Hause so feiern können, wie sie wollen. dass wir das dann aber nochmal thematisieren und bei uns in der Kita auch feiern mit 'nem Buffet, wo jeder.

Karen

Weil ihr auch Kinder habt wahrscheinlich aus muslimischen Familien oder teilweise.

Patrick

Und wir haben ja auch schon jüdische Feste irgendwie gefeiert, wenn da irgendwie was war, da hatten wir 'ne Familie. Also, wenn es irgendwie, ja, da sind wir auch immer super dankbar dafür, wenn Eltern sich dann eben einbringen und sagen, hey, das und das ist ein Fest, das feiern wir, oder das ist uns wichtig. dass man das mit thematisieren kann. Das heißt nicht, dass wir jedes Fest irgendwie in Riesengroßheit feiern und bauen und machen, sondern dass man dann vielleicht in dem Mittagskreis drüber spricht, hey, das ist ein besonderer Tag heute, das ist passiert hier auf dieser Welt und das nehmen wir immer mal wieder auch zu Thema, wenn es wirklich uns auch in der Kita betrifft.

Karen

Genau, ich glaube darum geht es eben, ne.

Patrick

Ja, und da eben dann die Sichtbarkeit zu haben und da habe ich wirklich Kinderaugen strahlen sehen, als wir dann dieses jüdische Fest zum Beispiel gefeiert hatten, wo er dann irgendwie ein bisschen Brot verteilt hat und dann erzählt hat darüber, warum man das auch macht und was da der Hintergrund irgendwie ist. Und das hat ihn so stolz gemacht, das zu zeigen, was er zu Hause eben lebt, ne? Und das finde ich super, super wichtig, dass man das mit thematisieren kann, dass die Kinder von sich aus auch erzählen und ja, man sich das einfach anschaut und ja, aufmacht so. Das ist super, super wichtig.

Karen

Ja, und anerkennen einfach, was halt jedes einzelne Kind mitbringt von zu Hause, ne? So und das ist also auch, ich hab's letztens mit 'ner Kollegin drum drüber, weil wir haben über soziale Medien, nicht soziale Medien, Entschuldigung, digitale Medien und vor allem aber Fernsehsendungen und Fernsehkonsum gesprochen, dass es ja auch immer so so ist, also dass Kinder irgendwie am Wochenende erzählen davon. Was habt ihr Besonderes gemacht am Wochenende? Oh, wir haben hier die Serie angeguckt, es war ganz toll und das halt vielleicht jede Woche erzählen und man dann irgendwie vielleicht davon ausgeht, boah, ich schau die ganze Zeit zu Hause Fernsehen. Kann natürlich auch sein, dass viel zu Hause Fernsehen geschaut wird und dass es aber auch was ist, was das Kind dann mitbringt. Boah, da, was vielleicht auch wieder die Fantasie anregt. Also natürlich, ich würde trotzdem immer für Lesen und Vorlesen plädieren, aber okay, es ist auch, wenn man es gut begleitet, Es ist einfach was in der, was in der Lebenswelt des Kindes passiert. Das kann es auch mitbringen und mal erzählen von irgendwie tollen Figuren, die es vielleicht kennen und aber natürlich auch zu denken, nur wenn ein Kind jetzt erzählt, ich hab diese Serie geguckt, heißt es natürlich nicht, dass es nicht vielleicht auch noch im Wald war oder draußen oder bei der Oma oder keine Ahnung, ne? Das sind ja auch nur so Schnipsel, die da in der Kita ankommen. Aber einfach darauf eingehen, was die Kinder einfach grade beschäftigt.

Patrick

Ja, ganz genau. Ist halt vielleicht was Besonderes, weil das Kind nur am Wochenende mal 'ne Folge ist. Was weiß ich, was ansorgen möchte oder darf so.

Karen

Ich erinner' mich dran, als ich wir waren samstags früher immer bei meiner Oma oder bei meinen Großeltern, und da durften wir Fernseh schauen. Meine Oma hat morgens ARD und ZDF hat sie irgendwie ab morgens, weiß ich nicht, ab wann da irgendwie Kindersendungen laufen, ab 6 oder so, keine Ahnung, recht früh, ab 7 und die hat das quasi für uns auf Video, Videorekorde aufgenommen und dann, was weiß ich, gegen 10 oder 11 waren wir dann bei ihr und dann durften wir eine Weile Fernsehen schauen und schon mehr als sonst natürlich in der Woche, weil ich durfte sonst gar nicht. Aber das war ultra besonders, ne? Und das wär' genau dieses Beispiel.

Patrick

Ich hätt' mir damals alles reingezogen, Karen.

Karen

Das ist auch in Ordnung, ne? Das war einfach deine Lebenswelt.

Patrick

Ja, der und jetzt bist du ein Cineast oder ein keine Ahnung, ich kenn' mich in Popkultur aus. Also, keine Ahnung, also diese ganzen Serien, die es damals so gegeben hat, Anime und so, die habe ich super gerne geschaut, ne. Also genau, das waren so, ja, Fachwissen, das ich mir natürlich da auch angeeignet habe.

Karen

Ganz genau, ja, also früh angefangen. Aber ich hab dich gerade unterbrochen, entschuldige, aber das wollte ich gerade noch mit reinbringen mit den, aber vielleicht findest du ja wieder zurück zu den Fernsehserien.

Patrick

Probably not. Nee, also genau, es wird ja unterschiedlich konsumiert. Und in jeder Familie ist es einfach anders, so. Keine Ahnung, ich weiß nicht mehr wo.

Karen

Ja, ja, du wolltest sagen, dass es was Besonderes ist von Kindern und. Das war's, vielleicht war das, das war der Punkt, was. Na dann.

Patrick

Gesagt.

Karen

Ja, aber genau, auch das kannst du diese Superdiversität zählen, was einfach in der Kindheit passiert und manche haben Großeltern im Ausland und sind immer ständig über FaceTime zum Beispiel mit denen in Verbindung oder allgemein Familienmitglieder im Ausland und haben gar nicht so viel soziale enge Kontakte in ihrem Land, sondern es passiert halt ganz viel über Social Media oder so und andere gehen jeden Nachmittag oder zweimal die Woche zur Oma nach der Kita oder so. Es ist einfach komplett unterschiedlich.

Patrick

Es gibt ja Lebenswelten, die die Kinder da so haben und das finde ich eben auch so besonders schön zu sehen. Also, wir haben auch einen Jungen bei uns, der wird immer wieder von seiner Oma abgeholt und er freut sich da total drauf und also liebt seine Oma abgöttisch und die hat dann neulich hat dann die Oma einfach random bisschen Börek gebacken und hat es mit uns in die Kita gegeben, macht zum Vespern, ja in dem Fall. Also super, super bezaubernd, genau, wenn das einfach so aufgemacht wird und die, wie gesagt, die einzelne individuellen Familiengeschichten in der Kita einfach auch da sind und gelebt werden und mit einer Selbstverständlichkeit, das finde ich einfach ganz, ganz bezaubernd, weil es eben sehr unterschiedlich ist. Und da gibt's Kitas, ne, die sind so ein bisschen in ihrer Bubble, weißt du, also?

Karen

Ja, es kommt auch drauf an, wahrscheinlich aufs Einzugsgebiet, ne.

Patrick

Total, das ist, denke ich, überall unterschiedlich und anders. Keine Kita ist so wie die nächste, auch wenn ich irgendwie, weiß ich nicht, Die Kita von meinem Freund, die ist irgendwie 500 Meter von von meiner entfernt und das ist ein ganz anderes Einzugsgebiet. Das sind ganz andere Kinder, ganz andere Familiengeschichten, die da sind. Und je nachdem, welche Familien, welche Kinder man einfach so hat, muss man eben auch seine pädagogische Arbeit anpassen, dass man vielleicht mehr mit Symbolen arbeitet, weil sie das besser Ja, erfassen können, was irgendwie gerade los ist mit Piktogrammen vielleicht, oder ja, dass man mehr in die Beziehungsarbeit geht, dass man schaut, wie kann man die Familien einladen, wie kann man sie kriegen, so für sich gewinnen, ne, dass sie Vertrauen aufbauen können. Das ist ja ganz unterschiedlich. Da gibt's andere, die legen super viel Wert auf Gespräche, Familien, ne, Eltern, die die dann jedes Detail ihres Kindes wissen wollen, wo man dann auch überlegen muss, okay, was für, warum ist das gerade wichtig für dich, was möchtest du wissen, also, ne, was ja, dass man einfach abschätzt und schaut, okay, wie kann man allem irgendwie gerecht werden und dann gibt's eben in der Kita zig diverse Kinder, zig diverse Familien.

Karen

Genau, du musst eigentlich alles abdecken, dann Piktogramme und.

Patrick

Ja, es sind nie alle gleich, aber ich glaube schon, dass es Einrichtungen gibt, wie du auch gesagt hast, wenn's Kitas sind, wo einfach ja mehr und mehr einfach dazukommt an Kulturen, an ja, an Themen, wenn's so um die Brennpunkt-Kita, wie du das vorhin auch wieder das.

Karen

Ich hab auch den richtigen Begriff noch nicht gefunden.

Patrick

Genau, also wo wirklich was ganz was anderes wichtig ist, wie in der Kita, wo alle Eltern Ärzte sind oder alle Eltern studieren, so, das ist einfach 'n Unterschied und den muss man sich immer wieder bewusst machen.

Karen

Das stimmt und das Ding ist ja eben, dass alles heutzutage viel, viel mehr aufeinander trifft, eben also die, ne, die Kinder von Ärztinnen, von aus Akademikerfamilien und die Kinder aus migrantischen Familien oder mit Migrationsgeschichte eben und dann noch die vielleicht aus sozial Schwachen und halt noch viel mehr diese, dieses Gemixte.

Patrick

Ja, ist immer ein und oder, ne. Genau, voll genau, es kann Mix and Match, Mix and.

Karen

Match, sucht eure Familiengeschichte aus, ganz genau, Familienhintergrund natürlich nicht, bringt man halt einfach so mit, ne. Aber ja genau, und du musst halt quasi auf alles irgendwie reagieren können und drauf eingehen können. Und ich fand das Beispiel gerade interessant, was du erzählt hast, dass quasi dein Freund eigentlich ungefähr im selben Kiez, also ne, wenn mein Kiez sitzt. dass da komplett andere Kinder halt sind, das ist eben auch dieses, das ist so super der Kiez, ist nicht mehr nur irgendwie, ah, hier ist der gentrifizierte Akademikerinnen-Kiez, sondern du hast halt alles, weil halt irgendwie Leute hinzuziehen und manche haben da Wohnungen schon immer gekauft und ein Teil ist vielleicht schon gentrifiziert und die anderen sind irgendwie noch Sozialwohnungen, was ja auch, ist ja auch voll schön, also ist ja auch wichtig, dass wir diesen ganzen Mix haben, aber es wird halt immer krasser und das sehen wir halt den Kitas. Und was ich gerne auch noch mit einbringen möchte, bevor wir dann auch bald wieder zum Ende kommen müssen. Aber es geht eben auch drum, dass die Kindheiten super diverse werden und gleichzeitig sind Kinder halt die geringste Bevölkerungsgruppe und eigentlich niemand setzt sich so richtig drauf dafür ein und wir haben auch einen Meinungsbeitrag in In der Ausgabe zum Titelthema, den schreibt Jörg Maywald, also auch Kinderrechtler und Soziologe, und der sagt quasi auch: 'Ja, wir wissen ja alles, dass das alles so super divers ist und schon seit Jahren und alles wird immer krasser. Und jetzt? Ja, warum setzt sich eigentlich niemand für die Kinder ein? So, also so, ne, warum gibt es keine Lobby für Kinder?' Und da sind natürlich wir pädagogischen Fachkräfte wieder gefragt, unter anderem. Ja, da draußen, wir, ne, wir müssen uns für die Kinder einsetzen, die wir auch betreuen. Natürlich auch die Eltern sollen sich einsetzen, die Großeltern sollen sich mal einsetzen, weil die sind so 'ne große Wählergruppe.

Patrick

Ja, absolut, absolut, es wird ja, wird ja schlimmer noch. Also ich mein, demografischer Wandel ist ja.

Karen

Aber eigentlich genau die, die gegebenenfalls Großeltern sind, sollten auch Entscheidungen treffen für ihre Enkel in Zukunft, weil die eben.

Patrick

Noch länger auf diesem.

Karen

Planeten, noch länger auf diesem Planeten sind und halt mit so vielen unterschiedlichen Gegebenheiten da Gegebenheiten leben müssen und auch wollen.

Patrick

Ja.

Karen

Also setzt euch ein für die Kinder.

Patrick

Ganz genau, schafft 'nen Mikrokosmos bei euch in der Kita, in dem sich die Kinder gesehen fühlen, dem sie mitgestalten können, in dem sie sein können, wie sie sind, so in dem das angenommen wird und nicht abgelehnt wird, so, sondern man einfach auch die Kinder sich mal auf Arabisch unterhalten lassen kann, ne? Also, wo, also, wo ist das Problem, weißt du? Man muss nicht immer irgendwie auf alles pochen und sagen, ach, wenn wir jetzt mit dem anfangen, dann geht die Welt unter, dann haben wir ein Riesenproblem, weil dann wollen das alle Quatsch. Also, man soll sich so zeigen können, wie man ist, so in dem Moment, wo du nämlich dich verstecken musst oder du weißt, ne, OK, es wird jetzt hier nicht so gerne gesehen, dass ich jetzt in einer anderen Sprache spreche oder in meiner Muttersprache, dann haben wir doch ein Problem.

Karen

Dann fühle ich mich nicht mehr sicher als Kind, dann ziehe ich mich zurück.

Patrick

Wenn dann aber früh Englisch noch passiert gleichzeitig, weil das ist ja die wichtigere Sprache, also dann wird es wirklich absurd, so. Und ich finde es immer so was Besonderes, wenn es ein Kind mitbringt. Ich habe ja auch mit einem arabischen Jungen da eben mal drüber, nee, Indisch war es, Indisch. Und der hat eben auf seiner Sprache dann eben erzählt, so und ich hab gesagt, das ist, ich find das so was Besonderes. Hör mal, du kannst diese Sprache sprechen, ich kann die nicht, du kannst Deutsch sprechen, ne? In der Schule lernst du Englisch, ne? Dann hast du so viele Sprachen, auf denen du dich ausdrücken kannst. Das ist so was Besonderes und das wirklich so stark machen, auch ne, weil es ist was Besonderes, 'ne andere Sprache zu sprechen und das ist 'ne riesen Denkleistung, auch 'ne neue Sprache zu lernen, einfach. Ja, also Hut ab. Ja, ich find' oft wird eben in diesem Kulturgedanken so 'ne, ach, die sind aber besser, da ist schwierig, dass ne, dass so 'ne Hierarchie irgendwo drinnen ist.

Karen

Toll, die haben Französisch als Zweitsprache.

Patrick

Das ist ja toll, das lieben wir ja. Also, find' ich schlimm. Also, alle Sprachen sind doch gleich viel wert. Warum gibt's da Unterschiede? Warum wird immer gesagt, 'Na ja, die oder die'. Ich meine irgendwie eine Weltsprache, wo sich ja irgendwie ein bisschen bilden.

Karen

Klar, natürlich ist es eben, ich bin auch komplett dafür, dass man Englisch lernt und das kann, um sich im besten Fall mit allen Menschen, die das auch können, unterhalten zu können. Ja, das ist ja auch das Ding, nur noch kurz zur Sprache, was ja auch immer, wenn es eben um eine Sprachstandserhebung und sowas geht, Sprachförderung, dass man das oft bei Kindern, die halt eine andere Erstsprache haben, ja gar nicht einschätzen kann, wenn ich selber jetzt keine arabische Sprache spreche, dann kann ich das ja gar nicht einschätzen, wie viele Wörter das Kind schon kann, zum Beispiel. Deswegen ist es da ja auch noch mal mehr wichtig, den Austausch mit den Eltern und die diese Sicherheit, das Vertrauen zu haben und zu schauen, wow, ja, das Kind kann sich richtig gut ausdrücken, versteht Sprache, kann Grammatik halt noch nicht in Deutsch, das kommt aber dann halt noch, ne. Also, ne, es geht jetzt nicht, es hat jetzt irgendwie keine Beeinträchtigung beim Hören, solche Sachen. Genau, und ich glaube, ich weiß es jetzt nicht genau, ich glaube, das soll auch in Zukunft, also ich glaube, es gibt schon da so Bögen, dass man quasi das, also natürlich ist es ultra schwierig, du kannst es ja nicht für jede Sprache so ein Bögen auf Bogen aufsetzen, aber quasi, dass man da mehr im Austausch mit den Familien ist, um dann zu schauen, ja, so und so viel kann wirklich schon gemacht werden, das Kind spricht 2 oder 3 Wortsätze halt noch nicht so im Deutschen, halt leider erst ein oder 2 Wörter. Aber genau so ist es halt mit der Zweitsprache. Ja, das ist ja da einfach mehr, noch mehr drauf achten und die Kinder und die Familien so als Ganzes sehen und mit diesem Wissen, dass es eben so super divers ist und die Ausgangsbedingungen so krass sind und jeder bringt was anderes mit, teilweise auch Gleiches natürlich. Und trotzdem wollen die Kinder in der Kita einfach nur spielen, was lernen. ja, am am Ende 'ne gute Zeit haben, ne? Ich lieb' das das, weil du das immer so sagst.

Patrick

Ja, die wollen mit einem guten Gefühl wieder nach Hause.

Karen

Genau, so wie wir auch, und wir möchten das zusammen dann so gestalten.

Patrick

Ja, absolut.

Karen

Ja.

Patrick

Wow, da steckt jetzt aber einiges drin.

Karen

Da steckt einiges drin. Lest gerne die die Mai-Ausgabe, da da steckt auch einiges drin. Und genau. Ich werd' auf jeden Fall auch mal das Buch noch verlinken, vielleicht kennen das viele von euch noch, aber die Publikation von Elmar von Malani find' ich sehr, sehr gelungen, kann man auf jeden Fall mal reinlesen. Hab' ich, glaub' ich, auch letztes Jahr rezensiert für Kindergarten heute, also lohnt sich. Genau,

Patrick

tip top,

Karen

tip top, Patrick

Patrick

Damit gehen wir jetzt in unseren wohlverdienten Feierabend.

Karen

Damit gehen wir in den Feierabend. Ihr seid's hoffentlich schon oder auf dem Weg dahin, wenn ihr uns gehört habt, macht's gut. Auch mal wieder der Aufruf, folgt dem Podcast, teilt ihn gerne, schickt ihn an alle KollegInnen, an alle, die uns hören sollten. Einfach an alle, weil jeder sollte uns natürlich hören, ne? Jeder, der Kinder hat, jeder, der Kinder gerne hat, sollte diese Folge hören.

Patrick

Ach, wie schön.

Karen

Ja, dann hören wir uns beim nächsten Mal.

Patrick

Ciao, Kakao.

Karen

Ciao, ciao!

Outro

Das war's für heute. Wir freuen uns auch über eure Erlebnisse aus der Praxis. Schreibt mir gerne an karen.sachse@herder.de. Die aktuelle Ausgabe von kindergarten heute findet ihr online auf kindergarten-heute.de Bis zum nächsten Mal bei heute im Kindergarten.

kindergarten heute - Das Fachmagazin für Erzieher:innen: Für die Professionalisierung des frühpädagogischen Berufsfeldes

Das Fachmagazin im Abo

  • 10 Ausgaben pro Jahr
  • Beispielhafte und inspirierende Praxisbeiträge aus dem Kita-Alltag
  • Fachliche Orientierung, Standpunkte und Meinungen zu Themen der Frühpädagogik
  • Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität in Ihrer Einrichtung
1 Ausgabe gratis