Ernährung ist heute viel mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme. Sie ist alltagsbestimmend und wird von vielen äußeren Faktoren beeinflusst. Soziale Beziehungen, kulturelle Herkunft und emotional Erlebtes prägen die individuelle „Ess-Identität“. So treffen auch in der Kita unterschiedliche Ess- und Ernährungsgewohnheiten aufeinander.
Typische Erwartungen der Erwachsenen an ein kindliches Essverhalten, wie zum Beispiel der Wunsch einer ganzheitlichen Nährstoffversorgung, erschweren außerdem die Ernährungsbildung. Diese Vielfalt kann Chance und Herausforderung zugleich sein.
Das Kind soll:
- alles probieren
- gesunde Lebensmittel stets bevorzugen
- die richtigen Mengen essen
- am Tisch sitzen bleiben
Solche Kinder fallen nicht von Bäumen. Kinder haben ihre eigenen Bedürfnisse beim Essen und diese gilt es zu erfüllen.
Ernährungsbildung neu gedacht – Warum die Erwartungshaltung den Unterschied macht.
Ernährungsbildung bedeutet im neuen Verständnis, das Schaffen eines sichereren Rahmens für Lernen, Erfahrungen und Selbstbestimmung. Es bedeutet jedoch nicht, mit Kindern über eine gesunde Ernährung zu sprechen oder ihnen einen bestimmten Ernährungsstil aufzuzwingen. Sondern deuten zu lernen, was Reaktionen, Äußerungen wie “mag ich nicht.” von den Kindern bedeute können.
Gemeinsam mit der renommierten Ernährungswissenschaftlerin und systemischen Familientherapeutin Edith Gätjen hat Verpflegungsspezialist apetito eine neue Broschüre zur Ernährungsbildung entwickelt, welche die Leitidee: „Jede Mahlzeit bietet eine Gelegenheit für eine pädagogisches Angebot“ in den Mittelpunkt stellt. Da diese Idee nur gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften auch in der Praxis umgesetzt werden kann, richtet sich apetito mit dem Ansatz an pädagogisches Fachpersonal und Hauswirtschaftskräfte. Viele Praxisbeispiele zeigen, wie mit typischen Situationen des Kita-Alltags umgegangen werden kann.
Edith Gätjen, systemische Familientherapeutin und Oecotrophologin
© apetito
Damit Kinder in der Kita selbstbestimmt und gesundheitsförderlich sowie genussvoll essen und essen lernen und beim Essen lernen können, brauchen sie nicht nur pädagogische Begleitung, sondern auch Hauswirtschaftskräfte, die die Mahlzeiten kindgerecht zusammenstellen und ihre kleinen Tischgäste wirklich verstehen. Kinder nehmen ihre Umwelt über die Sinne wahr. So ist es entscheidend, dass das Essen gut aussieht, riecht, sich gut anfühlt und dann auch schmeckt. Dabei brauchen Kinder mehrere Wiederholungen mit ein und demselben Lebensmittel, um für sich eine Entscheidung zu treffen, ob sie das “Neue” erstmal nur ansehen, fühlen oder auch essen möchten. In der Broschüre wird in diesem Zusammenhang die Genusswerkstatt als ergänzendes, pädagogisches Angebot zum täglichen Mittagessen in den Fokus gestellt.
Neben der Ernährungsbildungs-Broschüre unterstützt apetito seine Kunden mit weiteren Materialien. Ein besonderes Highlight: Harrys Bilderspeiseplan (oben im Bild). Auch zukünftig plant die apetito AG weitere Angebote für ihre Kunden, um bei dem Thema Ernährungsbildung auf vielfältige Art und Weise zu unterstützen.
Weitere Informationen zu den Ernährungsbildungs-Angeboten von apetito erhalten Sie hier:
www.apetito.de/kitas/beste-ernaehrung