#14 Perspektivwechsel als pädagogische Fachkraft: Elternschaft vs. Professionalität

Braucht man eigentlich eigene Kinder, um ein guter Profi zu sein? Karen und Patrick sprechen in dieser Folge darüber, warum Elternschaft und Professionalität nicht dasselbe sind. Mit viel Verständnis für beide Seiten zeigen sie, warum pädagogische Kompetenz nicht davon abhängt, ob man selbst Kinder hat – und wie wichtig gegenseitiger Respekt, Vertrauen und ein offener Blick für eine gelingende Erziehungspartnerschaft sind.

Perspektivwechsel als pädagogische Fachkraft: Elternschaft vs. Professionalität

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Transkript

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Intro

Hallo und herzlich willkommen zu Heute im Kindergarten, dem Podcast von Kindergarten Heute. Hier erwarten euch kleine und große pädagogische Happen, perfekt zu genießen auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause. Ich bin Karin, Redakteurin beim Fachmagazin Kindergarten Heute und mir gegenüber sitzt Patrick, Erzieher im U3-Bereich. Wir wollen mit euch über all das sprechen, was die Fachwelt, die pädagogische Praxis, die Redaktion und natürlich uns selbst bewegen.

Karen

Hallo zusammen, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge. Ich bin Karen.

Patrick

Und hier ist Patrick.

Karen

Wir sind da für euch, wie ihr es erwartet, wenn ihr drauf geklickt habt. Und das freut uns natürlich sehr. Ich wollte auch jetzt einfach nochmal ein Danke aussprechen an alle, die uns immer hören. Ich sehe ja immer die ganzen Zahlen, wenn ich hier unsere ganzen Insights anschaue.

Patrick

Wild.

Karen

Richtig wild, richtig toll und es dürfen gerne mehr werden. Also spread the word. Und wir freuen uns, wenn ihr uns heute zuhört und kommentiert natürlich auch, weil Patrick und ich freuen uns auch, wenn wir hier zusammen stehen und quatschen über alles, was uns so einfällt und was ich heute mitgebracht habe, Patrick, ist ein Thema, das unsere Kolumnistin, die schreibt in jeder Ausgabe eine Kolumne. Und darüber möchte ich gerne mit dir sprechen heute, Patrick. Und zwar es geht um Kinder.

Sound

Der pädagogische Happen.

Karen

Hier geht es immer um Kinder. Es geht um eigene Kinder.

Patrick

Was für eine Überraschung. Oh eigene Kinder.

Karen

Eigene Kinder?

Patrick

Sind wir schon so weit, dass wir über eigene Kinder sprechen Karen?

Karen

Eigene Kinder haben wir beide nicht. Aber es gibt tatsächlich, ich hatte auch schon Situationen, in denen man gefragt wird von Eltern, also seltenst, aber es gibt sie. Ja, aber haben sie denn eigene Kinder? Wissen sie, wie das ist? Können sie das nachempfinden? Was auch immer, was man gerade sagt. Also ich denke zum Beispiel an Situationen, da kann ich aber mich sehr gut reinfühlen. wenn man Eltern anrufen muss, weil, weiß ich nicht, halbe Stunde nachdem das Kind gebracht wurde, hat es leider Fieber, muss leider wieder abgeholt werden. Und natürlich ist das maximal ärgerlich für Eltern, die gerade auf dem Weg sind zur Arbeit. Ich glaube, da kommen solche Antworten dann nicht. Aber es ist natürlich anders, wenn man Kinder hat. Es ist auch anders, wenn man Kinder hat und als pädagogische Fachkraft arbeitet. Kannst du dich da reinfühlen, Patrick, auch wenn du keine eigenen Kinder hast?

Patrick

Ich fühls schon

Karen

Es wabert

Patrick

Es wabert, das kraucht mir gerade gerade so ein bisschen den Rücken hoch, dieses Gefühl diese Aussagen, also ich meine es ist tatsächlich hat die bestimmt schon jeder gehört. es gibt immer so paar Leutchen

Karen

Leutchen

Patrick

die das so auch zum Thema machen und sich selbst natürlich in ihrer Mutterrolle Super wichtig nehmen,

Karen

Oder Vaterrolle

Patrick

ist auch ganz wichtig. Mutterrolle, Vaterrolle sehr, sehr wichtig nehmen. ist ja auch absolut berechtigt. Aber die dann so diese Professionalität den Fachkräften absprechen wollen, weil sie ja selber keine Kinder hätten so. Und das finde ich sehr schwierig. ich selber kann mir nicht ausmalen, wie es ist, ein Kind zu Hause zu haben. Also wenn ich gearbeitet habe, dann gehe ich nach Hause und dann...

Karen

Ist das kein Kind

Patrick

Ist da kein Kind. Dann genau, habe ich kein Kind, das ich gerade noch abholen musste, das dann irgendwie einen Zusammenbruch gekriegt hat, weil es einfach überreizt war, beziehungsweise dann einfach dieser Druck der Angepasstheit halt losgesagt wird auf einmal und das Kind einfach nur schreiend in die Arme der Mutter fällt.

Karen

Einfach sein kann, ne.

Patrick

Und einfach sein kann. Also das sind Emotionen, die ich jetzt so doll noch nicht erlebt habe. Ich habe auch eine Zeit lang meine Nichte. Die hat bei uns damals gewohnt, ist auch schon zig Jahre her. Aber da habe ich schon mitbekommen, was es bedeutet, ein Kind in die Kita morgen zu bringen, es am Nachmittag wieder abzuholen oder Wutausbrüche hier mit zu bekommen. ich habe sie einfach drei Jahre mitbegleitet bei mir zu Hause und habe da viele Aufgaben auch mit übernommen und war da einfach sehr involviert. So hatte aber immer so dieses Ding, na ja, ich mach meine Ausbildung, ich mach jetzt meine Sachen, ich treffe mich mit meinen Freunden, so es war ja nicht mein Kind. Von dem her habe ich schon Verständnis dafür, welche Emotionalität drin steckt, wenn diesem Kind quasi Schaden zugefügt wird von jemand anderen auf dem Spielplatz oder in der Kita, wenn es da irgendwie dann mit einer Bisswunde nach Hause kommt oder selbst sie gebissen hat. Da kann ich mich noch ganz gut daran erinnern, dass man da ganz anders unter Druck steht. Das kann ich super nachvollziehen einfach. ähm, ja genau, wo wollte ich jetzt hin?

Patrick

Genau, von dem her kann ich es nicht selbst nachvollziehen, wie es ist, sein eigenes Kind in Fremdbetreuung zu geben, weil es ja nicht mein eigenes Kind war. Aber ich kann mir eben in gewisser Art und Weise schon vorstellen, was es so mit einem macht. Ich selber habe einen großen Respekt vor allen Eltern. Also jetzt nicht nur bei uns in der Kita, sondern im Allgemeinen, die sich denken, ja, ich möchte jetzt ein Kind bekommen. Und jemanden auf die Welt bringen oder adoptieren oder in Pflegeschaft aufnehmen. Das ist so ein Geschenk, so was Tolles, einem Kind eben einen Rahmen zu schaffen. Und genau von dem her bin ich da froh über jedes Kind, das auf diese Welt kommt.

Karen

Und Unterstützung bekommt.

Patrick

Aber ja genau die, die es eben so braucht. ja, also hab da mein größtes Respekt davor. Ich glaube aber wirklich, dass ein ganz, ganz großer Unterschied ist, ob das Kind eben in der Fremdbetreuung ist oder eben zu Hause. Und sich dann eben jeweils rauszudenken, so na ja, okay, ich als Fachkraft weiß es jetzt besser und hau dann die ganzen Infos an die Eltern weiter und mach die eher durcheinander. Und andersrum, na, in der Familie funktioniert das System vielleicht. Da ist das Kind natürlich vielleicht das brävste oder das Kind, das irgendwie, na, so und so funktioniert. Aber in der Kita ist es ganz was anderes. Also, die Lebenswelten sind so unterschiedlich. dass man diesen Vergleich nicht aufmachen kann. Ich glaube schon, dass man anders involviert ist, wenn man selber ein Kind hat, so, weil man bestimmte Dinge anders wahrnehmen kann, natürlich. Also wenn ich...

Karen

Du meinst, wenn man quasi ein Kind hat und als Fachkraft in der Kita arbeitet?

Patrick

Genau.

Karen

Auf jeden Fall. Das denke ich auch.

Patrick

Das kann ich absolut fühlen, weil man dann einfach weiß, wie anstrengend ist das eigentlich, wenn man eine Nacht lang nicht geschlafen hat, weil das Kind total weinerlich war, Zahnschmerzen hatte, wie auch immer, wenn es einfach da Probleme gegeben hat. Und dann morgens auf die Arbeit zu kommen mit einem Gefühl, ich kann gerade nicht so richtig, ich laufe nur noch auf Not, das sind Sachen, die kann ich mir nicht ausmalen, da weiß ich nicht, wie sie das anfühlt. Genau, Expertenwissen dann einfach zum Thema Eingewöhnung oder Abgeben, selbst abgegeben zu haben. Kann ich selber nicht wissen, wie sieht es aus.

Karen

Es durchgefühlt zu haben.

Patrick

Genau. Aber ich habe natürlich die Erfahrungswerte in den Eingewöhnungen, die ich selber gemacht habe, so aufgrund dessen und aufgrund der fachlichen Expertise, die sich ja durch die Ausbildung, durch die verschiedenen Eingewöhnungskonzepte, die man eben so mit erlernt hat. Das sind Erfahrungswerte, die den Eltern teilweise auch fehlen, weil es ja da auch immer die erste Eingewöhnung

Karen

Ja natürlich, und es gibt nur ein Kind oder zumindest dieses Kind, was jetzt gerade eingewöhnt wird.

Patrick

Absolut, ganz genau. Also das finde ich super, super spannend. Würde das niemals jemandem absprechen wollen, so ja, hast du ein Kind? Nee, dann kannst du ja gar nicht mitreden. ja, hast du schon mal in der Kita gearbeitet? Nee, also kannst du nicht mitreden. Das würde ich niemals sagen. Würde ich niemals sagen, weil es auch nicht richtig ist. genau.

Karen

Also über bestimmte Dinge kann man dann vielleicht nicht mitreden, aber dann kann man ja auch drüber sprechen. ich wollte vor allem noch mal darauf hinaus, ja dass einem, also das hast du ja gerade auch schon so bisschen angerissen, die Professionalität abgesprochen wird. Genau, Sie haben kein eigenes Kind, dann wissen Sie ja vielleicht gar nicht, wie jetzt irgendwie, wie das morgens ist, wenn das Kind ankommt. Und ich hatte, ich glaube mir wurde das nicht so richtig gesagt, aber ich hatte bei manchen Eltern zu Beginn einfach meiner Kita-Karriere, zu Beginn meines Studiums oder so im Praktikum und dann auch beim ersten festen Job also das Gefühl, als ich natürlich noch jung war, Anfang 20, dann so bisschen gespiegelt zu bekommen, Sie sind ja noch jung, Sie haben noch gar nicht so viel Erfahrung, was ja per se auch gestimmt hat. Ich hatte ja noch nicht zehn Jahre Praxiserfahrung mit Kindern. Aber eben das theoretische Wissen, um dann ja trotzdem einschätzen zu können, wie ich jetzt mit einem Kind umgehen kann, oder wie jetzt Entwicklungsschritte sind, oder ob jetzt die sprachliche Entwicklung der Norm entspricht, oder zumindest der individuellen Entwicklung des Kindes, oder ob man da vielleicht trotzdem rausschauen muss. Und eben dieses Wissen hatte ich. Und manchmal hatte ich das Gefühl, das wird aber nicht so richtig gesehen. Und klar, wenn du dann so, wenn du jetzt ein Kind hast, dann hast du quasi ... da ein Häkchen. Und dann kommst du quasi in diese Riege der Wir verstehen die Kinder. So spitz gesagt. Wirst du da jetzt so aufgenommen und mehr Verständnis von deinen Eltern bekommst. Und wahrscheinlich hast du auch ein anderes ... Verständnis für Kinder, also natürlich für die Eltern so, hey, ich weiß, ihr macht einen krassen Job. Because ich mach das Gleiche zu Hause auch. Und krass, dass ihr es geschafft habt, euer Kind heute in die Kita zu bringen, auch wenn es noch seinen Schlafanzug anhat. Egal, es ist da und es ist toll. Und gleichzeitig haben wir als Fachkräfte das natürlich, aber auch. Also vielleicht fühlen wir uns nicht so rein, wenn wir jetzt keine eigenen Kinder haben, aber wir sehen so viele Kinder, die im Schlafanzug vielleicht morgens kommen und noch ein Nutella-Brot oder Honigbrot oder Käsebrot in der Hand haben. Und das ist dann in Ordnung.

Patrick

Voll. Also ich meine heute kam auch ein Kind zu uns in die Kita, das hat geschrien. also Vater hatte die größte Mühe, das Kind irgendwie in die Kita reinzubringen und eigentlich ist es super entspannt in den Abgabesituationen, aber irgendwas war los so. Und Da bin ich auch so kurz dran und hab gedacht, oh je, was passiert gerade? Was mach ich jetzt? Da kam meine Kollegin, die hat den Moment übernommen. war die Bezugserzieherin auch von dem Kind, da gebracht worden ist. Dann hab gedacht, die kümmert sich drum. Dann hat das Kind den ganzen Tag super entspannt gespielt, war alles in Ordnung. Aber manchmal kommt's zu diesen Momenten. Möchte ich mir nicht vorstellen, wie dann dieser Morgen irgendwie war. Weißt du, also irgendwas muss ja passiert sein. Ich selber war jetzt, wie gesagt, nicht in dem Moment drinnen. Von dem her kann ich jetzt gar nicht sagen, was da die Hintergründe waren. Aber genau, manchmal passiert irgendwas. Kind fühlt sich nicht gesehen. Es wurde über irgendein Bedürfnis irgendwie drüber geratscht oder es ist gerade einfach mit einem schlechten Fuß aufgestanden. Es braucht einfach gerade ein Bindungsverhalten so oder ein Hey, alles ist cool irgendwie. Und irgendwas hat gefehlt. Und genau, diesen Moment, ja, aber wir müssen jetzt in die Kita. muss jetzt auf die Arbeit, muss jetzt irgendwie alles hinkriegen. Wir müssen jetzt los. Das ist ein Druck, der, glaube ich, sehr, groß ist. Und da kann ich auch wieder sagen, ich habe den größten Respekt vor den Eltern. Und auch da wieder eben dieser Unterschied in der Kita kann es dann ganz anders sein. Also es war super entspannt den ganzen Tag über heute, dieses Kind. Und dann ist es abgeholt worden von der Mama, war ich dann noch dabei, war es auch noch super entspannt. es ging dann nicht wieder weiter. genau, das ist eine Sache, die kann ich mir nicht ausmalen. Aber es heißt jetzt eben, wie gesagt, nicht, dass ich mehr oder weniger professionell bin.

Karen

Ja genau, wenn du selber schon alles durchgemacht hast oder auch nicht.

Patrick

Ganz genau, ganz genau. Und da merke ich aber auch wirklich, dass von den Eltern ganz viel Unterstützung kommt und dass sie das schon auch sehen. Also als wir zum Beispiel diese Kita-Übernachtung mal gemacht hatten, da kam danach eine Mutter zu mir und meinte, boah, Wahnsinn, mit so vielen Kindern habt ihr hier geschlafen, wie könnt ihr das? Und dann habe gesagt, naja, keine Ahnung. So und dann hab ich so ein bisschen berichtet, wie wir das gemacht haben mit dem Einschlafen, was man vorher schon gemacht hat, wie man die Rituale so begleitet. was wir uns für Gedanken gemacht haben, dass da eben Plan dahinter steckt, wie wir die Kinder eben auch wirklich auch zur Ruhe bekommen und einfach auch die Beziehungsarbeit super wichtig ist. Und habe ich dann auch im Gegenzug gesagt, ich kann mir das auch nicht vorstellen, jeden Tag müsst ihr eure Kinder ins Bett bringen.

Karen

Ja, abends vor allem.

Patrick

Ja, abends wo dann irgendwie schon Babule war den ganzen Tag über. Und dass man kann nie in die anderen Kinder, in die anderen Eltern, in das andere Teil so reinschauen und sich denken, na ja, okay, hätte ich jetzt anders gemacht, weil ich habe jetzt ein Kind oder ich hätte jetzt anders gemacht, weil ich so eine professionelle Fachkraft bin. Das würde ich mir jetzt nicht erdreisten. Und da finde ich es wirklich super, super schön, wenn eben solche Sätze auch kommen. So hey, krass, ich finde es total toll, wie ihr das macht. Ich ziehe meinen Hut davor. Ich weiß nicht wie. Und das ist so die aller, aller meisten Rückmeldungen, ich eben tatsächlich auch so bekomme. Ja, gerade wenn man dann irgendwie sagt, na ja, ich bin Erzieher, dann hört man ja auch von vielen, vielen Leuten draußen auf der Straße, ja, das könnte ich nicht. Das könnte ich nicht. Also das wäre ja mehr, also wirklich, das könnte ich nicht.

Karen

Das ist doch so laut.

Patrick

Das ist so laut. Was ist denn da los? Also das könnte ich nicht. Und ja, ich glaube schon, dass in der Gesellschaft ein großes eine große Anerkennung darüber da ist und dass Menschen, eben sich dann so sagen, du hast keine Kinder, da kannst du gar nicht mitreden, also da würde ich dir jetzt deine Professionalität absprechen, dass das eigentlich wirklich nur Einzelfälle sind von Leuten, die halt wirklich bisschen ignorant sind.

Karen

Oder die, ich glaube, auch oft vielleicht unsicher sind. Und deswegen sich dann so, ja, ich kenn aber mein Kind und ich weiß ganz genau, wie diese Situationen sind. Und du weißt es aber nicht.

Patrick

Und das stimmt ja auch.

Karen

Dabei trifft man sich ja dann, kann man sich, genau, das stimmt natürlich auch. Und im besten Fall kann man sich aber genau da dann treffen. Ja, du weißt ganz genau, wie dein Kind in diesen Situationen ist und ich erlebe es in diesen Situationen. Wie können wir uns denn da treffen? Und dann dem Kind immer schöne Situationen bereiten oder zumindest, dann kann ich verstehen, warum das Kind vielleicht in der Kita sich so verhält und Eltern natürlich zu Hause können verstehen, warum das Kind jetzt abends, weiß ich nicht, Probleme hat beim Einschlafen. Und da sind wir natürlich wieder bei der Erziehungspartnerschaft. Also so ist das ja eben, wenn das Kind in anderer Betreuung ist. Übrigens habe ich vorhin gedacht, das Wort Fremdbetreuung, sagt man das noch? Ich glaube, wahrscheinlich sagt man es allgemein noch so, aber weil an sich Das ist ja auch immer so dieses Kinder in fremde Hände geben. Dabei sind ja die Fachkräfte überhaupt gar nicht fremd. Es gibt ja quasi...

Patrick

Am Anfang aber schon.

Karen

Am Anfang schon. Am Anfang ist es aber halt in der. Ja. Andere Betreuung. Vielleicht sagt man es auch noch. Aber zumindest am Anfang ist es was Fremdes klar. Und dann sind es aber ja

Patrick

ganz ganz eng.

Karen

enge Bezugspersonen. Da fällt mir jetzt dazu noch was ein. Das ist kurz ein anderes Thema, das wir aufmachen können, aber was auch mit der Elternrolle zusammenhängt. Und Eltern, die quasi arbeiten und ihre Kinder eben in Betreuung geben. Und denen dann teilweise, ich sehe das manchmal auf Social Media, vorgeworfen wird: Wie kannst du dein Kind abgeben und von fremden Menschen betreuen lassen? Wo es dann auch heißt, das sind keine fremden Menschen. Mein Kind sieht die jeden Tag, weiß ich nicht, sechs Stunden, keine Ahnung. Es gab eine Eingewöhnung, und das sind quasi Bezugspersonen. Deswegen, ja, ich gebe mein Kind gerne in die Hände dieser Personen. Oder in diese Institutionen, weil es geht ihm gut dort. So, das ist ja auch wieder was. Ich glaube, damit haben natürlich auch viele Eltern zu kämpfen, ne? So

Patrick

Ich glaube, jedes Elternteil möchte ja für sein Kind das Beste. Und ich glaube, ist auch so bisschen der Hintergrund, weswegen es so viele Elternratgeber gibt, warum es so viele Leute gibt, die sich erlauben, eine Meinung zu haben.

Karen

So wie wir jetzt.

Patrick

So wie wir, die unsere Meinung immer wieder jeden zweiten Mittwoch rausballern. Also es gibt so viele Dinge, die man eben hört, die man sieht, wo man im Supermarkt allein schon steht, weißt du? Und dann kommt da jemand und sagt, würde ich anders machen. Also wie können Sie Ihr Kind hier gerade schreien lassen? Das geht ja gar nicht. Sie sind eine schlechte Mutter. Sie sind ein schlechter Vater. Das geht gar nicht. Also ich glaube, dass du als Elternteil ganz krass mit Sachen konfrontiert wirst von Anfang an. Also ja, stillst du? Ja, nee, find ich ganz schwierig. Also da ist ja auch ganz viel Bindung, die da sich aufbaut. Und es hat ja alles auch seine Berechtigung, ne? Aber es kann ja auch sein, dass die Mutter gar nicht stillen kann. Genau. Und eigentlich super gerne möchte. So, und dann ist immer wieder dieses, ach, mit wieso stillst du eigentlich nicht dein Kind, weißt du? Wo dann immer wieder dieses Trauma quasi ein Stück weit aufgerissen wird. Weil man sich selber dann irgendwie, ja, ein Stück weit ... Dadurch natürlich auch erhebt so. Ja, ich mach das, ich mach das. Ich stille mein Kind.

Karen

Ich bin besser

Patrick

Dass du das nicht machst, finde ich schwierig. da, ohne diese Hintergründe eben zu wissen, eben diese Sätze immer raushauen. Und das finde ich tatsächlich sehr, schwierig. Und ich glaube, da müssen Eltern ganz, ganz viel erleiden auch tatsächlich. Aber auch dann später nach, ne, wollt ihr kein zweites Kind, wollt ihr kein zweites Kind. Also so dieser Druck, da irgendwie immer so ein bisschen mitschwehlt von allen. Und jeder weiß es irgendwie besser, wie dann die Beziehung irgendwie zu funktionieren hat. Und ich finde auch, wie du vorhin gesagt hast, das ist ja wirklich auch der Moment, wo eine gute Elternzusammenarbeit anfängt. wenn man die Unterschiede, die man hat, die man wahrnimmt, dass man die miteinander austauscht und sagt, in der Kita ist es so, dann erlebe ich euer Kind ein bisschen zurückhaltend, erlebe, dass es sich da ein bisschen, ja, gewissen Situationen ängstlich sich vielleicht verhält. Und zu Hause ist das total furchtlos, Kind, und brettert überall drüber. Also, und ... Ja, man kann nie wissen, wie ist es in dem anderen Bereich. Man kann nie wissen, okay, aus welchen Gründen machen die Eltern das jetzt so, wenn man nicht nachfragt, wenn man nicht sagt, wie ist es, ohne zu sagen, ja, okay, mein Lebensentwurf ist aber besser als deiner, du solltest das jetzt so oder so machen. Und das finde ich immer schwierig. weil man ganz schnell in diesem Ding drin ist, das abzuwägen, ja, ich bin aber besser oder das wäre jetzt aber besser für dein Kind. Ja, klar, wissen wir alle. dass sich durch Stillen Bindung aufbaut. Das ist natürlich klar. Aber die Bindung baut sich auch auf, wenn man das Kind schön in den Arm nimmt und Bindungsangebote schafft. Das auch in Ordnung. Da kannst du nicht miteinander vergleichen, was geht und was nicht geht. Das sind gerade diese Sätze, die du als Fachkraft Wenn du keine Kinder hast, kannst du ja nicht wissen. finde ich eben schwierig. Ich finde es echt schwierig, wenn solche Aussagen kommen. Ich glaube wirklich nicht, dass das böse gemeint ist von den Leuten oder auch gerade diese Tipps und Hinweise gerade zum Stillen oder zum, keine Ahnung, gibst du dein Kind eben in Betreuung oder nicht. Das ist nicht böse gemeint. Auch die gut gemeinten Ratschläge von Schwiegermüttern und Schwiegervätern oder wie auch immer, das ist alles ja nicht böse gemeint. Das ist auch keine Rechtfertigung dafür, dass solche Sätze dann eben auch kommen. Ganz genau. Es ist glaube ich sehr schwierig.

Karen

Ich glaube, was du vorhin auch gesagt hast, was ja trotzdem überwiegt und wo auch diese, also wir machen den Perspektivwechsel als Fachkraft, um die Eltern zu verstehen und dann also das Kind in dem Fall dann besser zu verstehen und die Eltern auch, die sagen, krass, wie du gesagt hast, wie schafft ihr das dann mit die Kinder alle zum, also dass die Kinder alle schlafen, die schlafen möchten. Also ich habe das auch schon oft gehört. Was ist denn euer Geheimrezept? Wie können die denn da alle ruhig sein? Ihr seid da mit zehn Kindern im Schlafraum. Wie können die denn schlafen? Wenn sie müde sind, dann schlafen sie halt ein oder kriegen Unterstützung oder machen was anderes. Und das ist schon eigentlich verrückt. Also ich habe dann auch manchmal, wenn diese Frage kam, weil genau darum geht es also sehr oft, wie geht das mit dem Schlafen? Bei uns macht der nie Mittagsschlaf. Ja, weiß ich auch nicht. Ja, hier ist es halt ein anderer. Bereichen, andere... Ich will jetzt nicht sagen, anderes Leben, aber es ist halt natürlich irgendwie ein anderer Alltag als in der Familie. Und dann funktionieren halt Sachen, die vielleicht im Familienalltag nicht funktionieren. Und andersrum ja auch. Und im besten Fall, oder nicht im besten Fall, sondern eigentlich immer sollten wir uns natürlich darüber austauschen, damit es vielleicht besser fürs Kind funktioniert oder halt einfach wahrnehmen, okay. dann ist es halt unterschiedlich. Und das Kind schafft sich so seinen eigenen Raum und probiert da dieses aus und dort jenes.

Patrick

Genau, dafür nennt man es ja auch einen anderen Lebensbereich einfach. Ist ja tatsächlich so. Also, wie jetzt bei mir, der Arbeit bin ich anders, ich zu Hause bin.

Karen

stimmt. Andere Rolle

Patrick

Genau, in der einen Freundesgruppe bin ich vielleicht ein bisschen extrovertierter, siehste. In anderen Bereichen, da bin ich eher bisschen zurückhaltend. Also, man ist in jedem Setting irgendwie anders. Oder wenn ich jetzt zum Beispiel mit Leuten von früher rede, da falle ich auch immer wieder so bisschen zurück, so wie war ich? eigentlich damals.

Karen

als man sich noch nicht so entwickelt hat.

Patrick

Ja, das in jeder Lebensbereich bietet irgendwie andere Chancen. Man erfindet sich auch ein Stück weit immer ein bisschen neu und bei Kindern ist es ja ganz genauso. Denen fehlt in der Kita das Elternteil, die engste Bindungsperson. Und wenn die nicht da ist, verhält sich ein Kind natürlich anders. Das merke ich auch ganz oft, wenn Kinder abgeholt werden. ist auf einmal, machen die Kinder Sachen, wo ich dann staune, mir denke, warum hast du das jetzt ... Warum hast du ihn jetzt gehauen? Was, warum? Versteh ich jetzt alles irgendwie gar nicht. Warum bist du jetzt so aufgedreht? Genau das sind ja wirklich die Momente, wo dann die Bindungsperson wieder so da ist, die eben bedingungslos auch liebt. Also, ne? Und in der Kita... kann die Beziehung nie so eng werden, letztendlich, wie jetzt von einer Mutter oder einem Vater zu ihrem eigenen Kind. Das ist ganz was anderes. Das lässt sich einfach nicht vergleichen. Und wir versuchen, unser Möglichstes Bindung gut aufzubauen, dass die Kinder sich wohlfühlen und dass wir wirklich auch professionell arbeiten. Also wirklich gucken, okay, wo sind die Entwicklungsressourcen? Wie können wir das Kind unterstützen, dass es sich gut entwickeln kann? Und dann eben Unterstützungsmöglichkeiten bieten. ist unsere Aufgabe, ist das, wir gelernt haben. Und die Aufgabe von Eltern ist eine andere.

Karen

Genau und eben deswegen sollten wir nicht auf diese persönliche Ebene gehen, als beide Seiten auch nicht, Zu sagen, ja, du weißt das ja nicht, weil du erlebst das ja nicht so, sondern ... aber es hat ja auch ... Oder vielleicht erlebe ich es, wenn ich Mutter bin oder Vater, aber trotzdem lasse ich das ja außen vor. Also, ich bin ja dann trotzdem eine professionelle Pädagogin und gehe mit den Kindern, die hier in der Kita sind, anders um als Meistens, glaube ich, ist es, ich kann das nicht aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, aber wahrscheinlich anders, als mit meinem Kind zu Hause. Genau. das können, glaube ich, die meisten auch, die zumindest mit Kindern arbeiten, auch voneinander trennen. Das sollte man, glaube ich, das gehört zur Professionalität dazu. Genau. Genauso wie man sich selbst ja auch irgendwie bisschen rausnimmt und abgrenzt und nicht irgendwie seine, die eigenen... Vorstellungen mit reinbringt, weil das ist dann auch wieder irgendwie Elternsache, was die Kinder essen sollen zum Beispiel. Man hält sich an die Vorschriften, die irgendwie gesund sind, aber was die Eltern zu Hause machen, ist anderer Bereiche.

Patrick

Das ist auch wieder der Punkt, wo ich gerade so bisschen drüber nachgedacht habe, ist, wenn so eine Aussage jetzt von dem Elternteil kommt, na, Eltern sind ja grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, professionell zu sein.

Karen

Die Fachkraft schon.

Patrick

Ja, wir als Fachkräfte ja schon. wir haben das gelernt, wir sind da irgendwie in einem gewissen Modus drin. Und es ist ja unsere Aufgabe professionell, darauf einzugehen, was dann eben vom Elternteil kommt. Von dem her, wie gesagt, kann man da jetzt nicht so dolle böse sein und da irgendwie sagen, ach Gott, wie konnte die nur? Was soll das? Und sich da drüber empören, sondern einfach so sagen, ja, nee, ich hab keine Kinder. Aber wo würdest du jetzt den Unterschied machen? Warum hast du das Gefühl, warum bin ich dadurch jetzt weniger qualifiziert mich um dein Kind hier zu kümmern. Also dass man sowas miteinander bespricht. Schwierig finde ich wirklich, wenn es im Team so ist.

Karen

Ja, genau. Das ist noch ein anderer Aspekt.

Patrick

Wenn da eine Kollegin oder ein Kollege kommt und sagt, also du hast keine Kinder, da möchte ich jetzt auf deine Meinung gar nicht irgendwie so groß Wert legen, finde ich dann extrem schwierig. Also das geht einfach nicht. Habe ich jetzt so Ja, glaube schon ein, zwei Mal habe ich das schon mal erlebt. Wo mir wirklich dann eine Kollegin so gesagt hat, ja, hast du Kinder? Wo ich mir dann gesagt habe, was tut das zur Sache?

Karen

Hä? Nee, aber hier sind die Kinder, mit denen ich arbeite.

Patrick

Ja, Ich kann es halt voll nachvollziehen, dass wenn man als junge Person neu im Job startet, dass man da natürlich gewisse Erfahrungswerte einfach noch nicht hat. Dafür hat man aber den neuesten Stand. Da hast du den neuesten Stand von der Schule mitbekommen, wie ist jetzt das Bildungsprogramm. Du hast die neuesten Erkenntnisse irgendwie mit drinnen in der Ausbildung und bist frisch noch in dieser Materie. Und kann es auch nicht so sein. Genau. Von dem her würde ich nie sagen, na ja, wir würden die Kollegin jetzt nicht einstellen, weil die ist jetzt Berufsanfängerin. So finde ich Quatsch. Das ist super, super wertvoll, von Leuten zu haben, die von der Basis nochmal kommen und einfach die neuesten Schritte gegangen sind. und das eben wieder ins Team mit reinbringen. Und manchmal hast du einfach eine Kollegin, die seit zig Jahren schon in diesem Beruf arbeitet, denkst, nee, kann ich nicht einstellen.

Karen

Weil es eben nicht der neueste Stand ist.

Patrick

Weil sie eben nicht der neueste Stand ist und sie sich auch nicht in den letzten 20 Jahren damit auseinandergesetzt hat, wie es irgendwie weiter ging. genau von dem her, das ist so relativ. Relativ wirklich wichtig ist die Haltung. Wie rede ich miteinander? Wie nehme ich andere Menschen wahr? Wie sehe ich andere Menschen und bereite eben den Rahmen? Das ist so das Allerwichtigste. Und Erfahrung kann sich aufbauen. Man kann neu dazulernen. Das ist alles machbar. Aber wenn du ignorant bist, wenn du gemein bist und die Grenzen und Regeln anderer Leute nicht akzeptieren kannst, dann vielleicht auch in dem Job nichts verloren

Karen

Dann bist du, glaube ich, da falsch. Und solltest vielleicht trotzdem auch dich selber noch bisschen reflektieren, warum denn das alles so ist.

Patrick

Ganz genau, ganz genau. Also es ist halt schon echt spannend. ja.

Karen

Ja, ich denke, man darf sich da auch immer wieder so bisschen, also wenn einem das passiert, dass man irgendwie so angesprochen wird, ne, Sie haben gar keine Kinder, oder wenn man es irgendwie wahrnimmt, oder auch einfach so, dürfen wir immer wieder darüber nachdenken oder uns reflektieren und jetzt nicht, haben wir Kinder oder nicht, sondern wie professionell sind wir, oder also, ne, also mit meinen Patenkindern gehe ich wahrscheinlich auch anders um als ich jetzt in der Kita irgendwie Kinder behandelt habe, ne, also. mit Kindern gearbeitet habe und irgendwie was eingeschätzt habe. So ist es einfach. Die persönliche Bindung, die macht was aus. Und natürlich haben wir eine Bindung in der Kita zu den Kindern aufgebaut, aber die fußt trotzdem auf so einer professionellen Basis. Genau. Und ich glaube, da darf man auch immer mal wieder draufschauen oder sich reflektieren. Also sowieso, wie gehe ich mit dem Kind um? Wie professionell bin ich da gerade? Hab ich vielleicht irgendwie ... merke ich, ich bevorzuge ein Kind, weil das vielleicht mir sympathischer ist, was total menschlich ist, aber da sollte ich vielleicht mal drüber nachdenken, weil das ist vielleicht auch unfair den anderen Kindern gegenüber und halt einfach nicht professionell.

Patrick

Ja, so ist es. Ich merke das auch, ich ... Wir haben einmal im Jahr, nehmen wir unsere Neffen zu uns für eine Woche in etwa. Neulich sogar, waren so zehn Tage oder so. Und das ist ein krasses Ding einfach, so ein Kind zu haben.

Karen

Ein Kind einfach bei sich zu haben.

Patrick

Und eben so gucken, ja, geht's ihm gut, hat's gut gegessen. Dann hat's irgendwie, weiß nicht ... ein bisschen Verdauungsprobleme gehabt und hat sich nicht wohlgefühlt wollte aber trotzdem an den ganzen Aktionen irgendwie mitmachen und dann musste man auch irgendwie so abwägen, okay, also, schwierig. Und das sind so Sachen, wo ich so einen großen Respekt einfach davor hab vor den Eltern, die eben Kinder haben. Ich mein, manche haben wirklich genau die gleichen Probleme wie wir, Karen. Und dazu noch Kinder. Weißt du? Ja. Möchte man sich manchmal nicht vorstellen. Aber wie gesagt, ich bin super, super froh für alle Kinder, auf dieser Welt sind. Dieses Strahlen, dieses Lachen, das sie haben und diese ganzen Wutausbrüche, die einfach irgendwie auch da sind. Also da müssen manche Eltern wahnsinnige Geduldsnerven haben und regelmäßig auch an ihre Grenzen kommen.

Karen

Also mal wieder Hut ab vor allen Eltern. Es ist unfassbar, was ihr da draußen leistet, wenn ihr uns zuhört als Eltern vielleicht auch. Genau. Und trotzdem arbeiten wir oder du jetzt in dem Fall ich jetzt nicht momentan trotzdem gerne mit den Kindern.

Transkript

Patrick

Super gerne. Ich liebe das. ist wirklich so ein toller Job und so was Tolles und dann wirklich heute oder da gehe ich ja Punkt 16 Uhr nach Hause und sage so, ciao! Ich bin raus, ich bin jetzt fertig und genau, bin dann nach Hause und dann hierher gefahren, weißt du, also das ist so diese Freiheit natürlich auch in gewisser Art Weise zu spüren. ist eben eine sehr, sehr bewusste Entscheidung, bekomme ich ein Kind, bekomme ich kein Kind, oder eben, naja, weiß nicht, dann auch Glück bzw. Veranlagung, das ist dann auch nochmal die andere Sache. Aber es ist eine sehr bewusste Entscheidung, ein Kind aufzunehmen. Und wie gesagt, ich freue mich für alle Leute, die diese bewusste Entscheidung für sich treffen und ihre Kinder dann zu uns in die Kita bringen

Karen

Weißt du, sonst wäre kein Job mehr.

Patrick

Sonst ich keinen Job mehr. Bedingt sich alles gegenseitig.

Karen

Stimmt, dafür ist ja dann die Kita auch wiederum da, die Kinder aufzufangen, nicht aufzufangen, aber zu betreuen und einfach noch eine andere Perspektive zu bieten. Toll. Also mal wieder eine Lanze gebrochen für alle Eltern, für alle pädagogischen Fachkräfte, die sich binden und in Verbindung gehen und kommunizieren und Erziehungspartnerschaften aufbauen. Tipptopp. Gut, ja, ich glaube, das sind unsere letzten Worte.

Patrick

Das sind unsere letzten Worte gewesen.

Karen

Wir setzen uns jetzt auf Sofa ohne Kinder.

Patrick

Schön, die Füße hoch.

Karen

Aber ja, wir freuen uns, wenn auch Kinder in unserem Leben sind. So, schön. Okay, dann bedanke ich mich bei dir, Patrick, als erstes für dieses schöne Gespräch heute bei euch da draußen, die uns gerade gelauscht haben. Folgt uns, teilt uns, folgt uns auf WhatsApp, auf Insta, wo auch immer. Lest gerne die Beiträge. Ich verlink die Kolumne natürlich. Das ist wirklich immer sehr amüsant und wir haben auch immer tolle Illustrationen dazu. Also ich muss immer schmunzeln, wenn ich es lese und denke mir so, jap, kennen wir doch. Genau, und dann wünschen wir euch was.

Patrick

Ja, bis in zwei Wochen.

Karen

Bis dann, tschüssi!

Outro

Karen abgeholt. Das war's für heute. Wir freuen uns auch über eure Erlebnisse aus der Praxis. Schreibt mir gerne an karen.sachse@herder.de. Die aktuelle Ausgabe von Kindergarten heute findet ihr online auf kindergarten-heute.de Bis zum nächsten Mal bei Heute im Kindergarten.

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