Der Vormarsch der Osmanen nach Südosteuropa dauert 1526 schon seit Generationen: Erst setzen sie sich auf dem Balkan fest, unterwerfen dann Bulgarien, Serbien und Bosnien und erobern 1453 Konstantinopel. Ungarn aber versperrt ihnen lange den Weg nach Mitteleuropa. Dann fällt 1521 mit Belgrad die stärkste Festung an der Donau an Sultan Süleyman den Prächtigen. Damit steht der Weg ins ungarische Kernland offen.
Der Adel ist zerstritten, Geld und Truppen fehlen
Der König von Ungarn und Böhmen, Ludwig II., ist nur 20 Jahre alt und aus der Dynastie der Jagiellonen. Sein Adel ist zerstritten, Geld und Truppen fehlen. Als Süleymans Heer 1526 nach Norden zieht, sucht Ludwig trotzdem die Entscheidung: Am 29. August 1526 treffen die Armeen bei der ungarischen Stadt Mohács aufeinander. Ludwigs Reiterei greift zunächst heftig an, verliert aber gegen Janitscharen, Artillerie und osmanische Reiterei jede Ordnung.
Habsburger und Osmanen greifen nach Ungarn
Sein Heer wird zerschlagen, Ludwig flieht und ertrinkt in einem Bach. Mohács ist mehr als eine Niederlage. Mit Ludwig endet die jagiellonische Herrschaft; Habsburger und Osmanen greifen nach Ungarn. Das Land wird zum umkämpften Raum zwischen Wien und Istanbul.