Editorial: Gefühle begleiten statt beruhigen

Liebe Leserinnen und Leser,
kennen Sie das auch? Ein Kind weint, schreit oder gerät vor Wut völlig außer sich und sofort entsteht der Impuls, die Situation möglichst schnell wieder zu entspannen. Im Gespräch mit unserer Autorin Susanne Mierau hat mich überrascht, wie klar sie diesen Gedanken infrage stellt: Selbstregulation bedeutet nämlich nicht, intensive Gefühle möglichst rasch zum Verschwinden zu bringen. Und Kinder lernen Selbstregulation auch nicht allein. Vielmehr entwickelt sie sich aus dem Erleben von Sicherheit, verlässlichen Beziehungen und einfühlsamer Begleitung. Genau diesem Weg von der Co- zur Selbstregulation widmet sich unser aktuelles Fachthema. Sie erfahren, wie Kleinkinder Schritt für Schritt die Fähigkeit entwickeln, mit ihren Gefühlen umzugehen, und warum dabei nicht nur die Bedürfnisse der Jüngsten, sondern auch die eigene innere Balance als pädagogische Fachkraft eine zentrale Rolle spielt. Freuen Sie sich auf eine Ausgabe, die zum Nachdenken anregt und zugleich zahlreiche Impulse für die pädagogische Praxis bereithält. Vielleicht ist es Ihnen bereits aufgefallen: Wir haben unser Layout an einigen Stellen weiterentwickelt. Das positive Feedback, das uns dazu erreicht hat, freut uns sehr. Wie gefällt Ihnen die neue Gestaltung? Senden Sie uns gerne Ihre Anregungen, Wünsche oder Verbesserungsvorschläge an: redaktion@kleinstkinder.de

Herzliche Grüße aus Freiburg

Claudia Uihlein
Stv. Chefredakteurin

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