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Transkript
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Intro
Hallo und herzlich willkommen zu heute im Kindergarten, dem Podcast von Kindergarten heute. Mit Karen. Und Patrick. Die zweite Staffel. Wir wollen mit euch über all das sprechen, was die Fachwelt, die pädagogische Praxis, die Redaktion und natürlich uns selbst bewegen.
Karen
Hallo zusammen, wir sind wieder hier in unserem Studio. Wir, das heißt Karen und
Patrick
Patrick.
Karen
Hey, schön, dass du da bist, frisch aus dem Ausland eingeflogen.
Patrick
Ich bin quasi gestern Abend um 21:30 in etwa bin ich gelandet. Hab heute Morgen gearbeitet in der Kita und zack, mit dem Radl hier nach Berlin ins Hauptstadtstudio gefahren. Und jetzt bin ich hier und nehme für euch eine neue Folge heute im Kindergarten auf.
Karen
Hey, guck mal, ich hab den neuen hier Moderator neben mir.
Patrick
Mach ich dir den Platz strittig, ich hoffe nicht.
Karen
Ach nein. Ich find es vor allem einfach schön, dass du direkt heute wieder, also natürlich mit mir gestartet bist, aber auch krass, heute Morgen direkt wieder Kita-Alltag, nachdem du halt ja auch in Kitas warst. Ihr wisst, wer es gehört hat, kann sich erinnern, aber ja, verrückt.
Patrick
Was soll ich sagen, ich bin ein Arbeitstier. Also, erstmal hab ich noch 'ne kleine Anekdote, bevor ich anfange und zwar war ich ja in Norwegen und bin jetzt heute wieder das erste Mal in der Kita gewesen und wir haben gerade ein ganz spannendes, tolles Projekt und zwar sind wir eine der 4 Kitas in Berlin, die mit der Philharmonie zusammenarbeiten in diesem Jahr. Ich hab das irgendwie alles nicht so richtig gecheckt und gerallt,
Karen
Aber jetzt heute
Patrick
Genau, als es dann hieß, Patrick, du gehst da mit rein, ich kann mich nicht mehr dran erinnern, ob ich da vielleicht ja oder nein gesagt hab, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber auf jeden Fall bin ich heute da mit reingegangen und genau, wir hatten heute den ersten Termin mit der, ja mit waren 3 Leute von der Philharmonie da, 2 eine Bratschenspielerin und ein Geiger, ein Violinengeiger, genau,
Karen
ein Violinist
Patrick
ein Violinist, genau.
Karen
Die waren bei euch in der Kita
Patrick
In der Kita und haben mit uns gemeinsam genau Geige und Bratsche gespielt. Das war super schön. Instrumente wurden erklärt und wir nehmen jetzt an so einem Programm teil. Die kommen jetzt einmal im Monat in etwa zu uns in die Kita, spielen uns was vor, zeigen uns die Instrumente, die Kinder dürfen ausprobieren und genau nächsten Donnerstag fahren wir einmal in die Philharmonie und hören einer Probe zu. Das wird dann zum Ende dieses Jahres auch noch mal stattfinden, dass wir dann noch mal 'ne Probe uns anhören. Und dann gibt es auch noch mal 'n Abschlusskonzert.
Karen
Das wollt ich grad fragen, aber gemeinsam geht mit den Kindern auch? Also, machen die Kinder 'n Konzert oder geht ihr zum Abschlusskonzert?
Patrick
Wir gehen dann, glaub ich, zum Abschlusskonzert. Das wer werden wir noch rausfinden.
Karen
Das ist Teil des Projektes
Patrick
ich muss mir da erstmal noch so 'n bisschen reinlesen. Heute war erstmal so der Starttag und also vom, weißt du, vom Ausland hier zurück, Philharmonie, Podcast, ich bin irgendwie geplättet an an Dingen und hab mich sehr gefreut, das mal so wahrzunehmen, wie die Kinder diese Instrumente zum zum Beispiel eben so wahrnehmen und auch ausprobieren. Manche haben sich gar nicht getraut, wollten da gar nicht so richtig ran, sind sitzen geblieben und andere, die haben sich 3 4 Mal angestellt und wollten immer wieder die Instrumente streichen und das fand ich super spannend zu sehen, wie sie musikpädagogisch das eben angegangen sind und genau. Fand ich ganz spannend. Das war 'ne kleine Anekdote von heute.
Karen
Ja, und weißt du was, Patrick? Du könntest ja jetzt im Laufe des Jahres dann immer mal wieder vielleicht davon berichten, was jetzt gerade passiert ist. Fänd ich voll spannend.
Patrick
Ja, ich halt euch auf dem Laufenden. Ja, genau. Also, das war jetzt heute der Fall und genau, ich war unterwegs. Also, ich glaub heute ist es 'ne Podcastfolge, in der ich viel quatsche.
Karen
Also, mir passt es sehr gut.
Patrick
Unterbrich mich und stell mir Fragen zwischenrein, ansonsten würd ich jetzt einfach loslegen.
Karen
Starten Sie doch mal, ne.
Patrick
Wir gehen rein.
Karen
Hast du dein Tour-Tagebuch mitgebracht?
Patrick
Tatsächlich nicht, also das kommt jetzt alles so aus meiner Erinnerung heraus. Erst mal war's ja superschön, dass ich 'ne Woche lang zu mir finden konnte. Erst mal alleine und bin wandern gewesen. Ohne Musik, ohne andere Menschen, ganz alleine für mich in der Natur am Fjord entlang. Also, es war wirklich magisch und und traumhaft. Und dann kamen eben am Freitag meine Arbeitskolleginnen nach Oslo und dann haben wir uns zusammen eben Airbnb genommen und haben dann ja zusammen die Stadt erkundet, haben uns da ein bisschen umgeguckt, bevor wir dann am Montag nach Fleckefjord weiter.
Karen
Das habe ich mir gemerkt, diesen Ort.
Patrick
Flecke Fjord, das heißt so viel wie ja fleckiger Fjord, also oder viele kleine Spots in dem Sinne. Und das ist ein relativ kleines Städtchen, 9000 Einwohner, so wie ich das verstanden habe, und ein paar Kitas, ein paar Schulen, die Sie da haben. Und da haben wir dann eben an dieser Seminarfahrt teilgenommen. Die wurde organisiert von der GEB, das ist so ein ja, Europäisches Institut, das eben solche Stipendienfahrten ermöglicht für pädagogische Fachkräfte. Das können zum Beispiel aber auch Leute sein, die in der Ausbildung sind, die dann aber für ein paar Wochen Praktikum machen wollen im Ausland oder ja genau, Fachkräfte in Ausbildung oder die schon arbeiten, die dann 'ne gewisse Zeit einfach im Ausland ihre Zeit verbringen wollen. Genau und unser Träger, arbeitet eben seit 'n paar Jahren schon damit zusammen. Deswegen war ich schon mal in Portugal, andere waren schon in Frankreich oder ja, in anderen Ländern auch und wir haben das eben so 'n bisschen als Teamfahrt gemacht. Deswegen hatten wir in der Kita 'ne Schließungswoche, die so eingeplant war und dann war ich so mit meinen Kolleginnen. Genau, es waren tatsächlich nur Kolleginnen dabei, muss ich gar nicht gendern. Waren wir eben da und haben zusammen ja uns diese Kitas angeguckt und das war wirklich ein ganz, ganz schöner und gewinnbringender Austausch und und eine ganz tolle Reise, weil wir zum einen Vorträge erhalten haben, gehört haben, wie das Bildungssystem grundsätzlich in Norwegen funktioniert, ab wann Kinder in die Kita gehen, in die Schule, wie auch immer. Also, das wurde erstmal so ein bisschen erklärt und Dann haben wir ein Freiwilligenzentrum auch uns angeschaut, wo eben Leute freiwillig arbeiten. Es gab 2 Leute, die das koordiniert haben und dann konnten zum Beispiel Kinder und Jugendliche dort Sportmaterialien ausleihen, Kanus, Kajaks oder Bogen und Pfeil und Bogen oder Skateboards et cetera, Bälle, je nachdem, also verschiedene sportliche Materialien eben, die sich vielleicht sonst nicht leisten könnten. kostenfreies Angebot, dass sie eben diese Materialien ausleihen, dass sie Skifahren können zum Beispiel im Winter oder dass sie angeln gehen können, ne, also solche Sachen und eben verschiedene andere ja Angebote wie Cafés, Sprachcafés, um eben Leute, die jetzt zum Beispiel auch aus der Ukraine nach Fleckifjord gekommen sind, eben in die Gesellschaft zu integrieren oder da zumindest einen Raum zu schaffen. Das ist wohl im Allgemeinen relativ schwierig, weil der grundsätzliche Norweger, die grundsätzliche Norwegerin, schon so 345 Freunde hat und es auch reicht. Da geht es jetzt nicht speziell um Ukrainerinnen, aber es ist im Allgemeinen schwer, auch wenn Norweger zum Beispiel von der einen Stelle in die andere zieht, haben die es super schwer, finden die Anschluss so und deswegen, weil die einfach ihre Freunde haben und die nicht brauchen. So, weißt du, wie ich meine? Und genau, von dem her gibt es da eben extra Programme, die das dann eben einlädt oder fördert, dass sich dann eben neu Zugezogene austauschen können miteinander oder dass Leute, die eben neu in dem Ort dann eben angekommen sind, Freunde finden können. So, also das fand ich 'n ganz.
Karen
Schön, vor allem weil es ja auch 'n kleiner Ort ist, ne?
Patrick
Genau, genau, ist relativ klein. Und das fand ich super spannend, das haben wir mitbekommen und dann haben wir uns ein paar Sportstätten angeschaut und ich sage dir, Norwegen ist reich, also krasse Sportausstattung. Es sind die Vorurteile, die man ja vorher schon so ein bisschen hatte, wo man sich gedacht hat, ja doch, ist tatsächlich auch bestätigt worden. Also, es ist ja 9000 Seelen Örtchen und die hatten eine riesen Kletterhalle, Sporthallen ohne Ende, Squash und dieses Paddle Ding, was da jetzt irgendwie neu. neu, Trend ist Trend, ja, der neuste Trend ist, keine Ahnung, wie das heißt, aber sie und dann haben die also wirklich ganz, ganz viele verschiedene Möglichkeiten, Schwimmhallen, alles Mögliche, was man sich irgendwie vorstellen kann und das haben wir uns dann angeguckt für alle Generationen. Das kann eben für alle Generationen genutzt werden, wird eben auch von den Schulen, teilweise auch Kitas eben genutzt, haben sie 'ne echt hervorragende Ausstattung Und man merkt es auch so den Leuten an, die sind fit, die sind fit. Also die bewegen sich, die joggen. Ich bin da wandern gewesen, ne, eine Woche vorher und keuchte da so hoch und runter und hab mir gedacht, oh Gott, wann ist es vorbei? Und dann rennen da die Leute an mir vorbei, machen dieses Trail Running. Ich denk mir nur so, wie ist das überhaupt möglich? Also die sind grundsätzlich, ist ein sehr fittes Volk so, genau. Das war super spannend, da mal so 'n bisschen reinzugucken, wie die, wie die drauf sind, was sie so haben, wie genau sie so ihr Leben leben. Also, dann haben wir das eben gesehen und gehört. Dann hatten wir 2 Tage die Möglichkeit, auch tatsächlich in einer Kita zu arbeiten.
Karen
Ach was, wusstest du das vorher?
Patrick
Also, wir wussten, dass es so 'ne Art Jobshadowing ist, dass wir dann wirklich Zeit haben in der Kita. Das hat dann erst mal angefangen mit so 'n kleinen kleinen Sitzung mit der Kita-Leitung dann vor Ort. Die hat uns dann erklärt, wie das so funktioniert und dann sind wir in die Gruppen reingegangen und das fand ich einen ganz, ganz besonderen Moment, weil wir die Sprache ja nicht sprechen. Also, Jes Nakalitnoschk, ich kann ein kleines bisschen so, ich spreche ein bisschen Norwegisch. Also, ich kann vielleicht ein Frühstück bestellen, ich kann genauso ganz kleine einfache Sachen kann ich mal auch verstehen, aber Kinder reden ja noch mal ganz anders auch mit einem. Und das hat mich teilweise schon sehr überfordert, erstmal, weil ich den Kindern nicht so antworten konnte, wie ich es eigentlich wollen würde.
Karen
Wenn, aber wie hast du sie verstanden, also durch Körpersprache und so natürlich.
Patrick
Genau, also sie haben 'n bisschen was erzählt und dann habe ich immer gesagt, je, je verstehe ich, ich verstehe nichts.
Karen
Und dann haben sie es versucht, wahrscheinlich einfacher zu machen.
Patrick
Dann haben Sie versucht, mich irgendwie an der Hand zu nehmen oder sind dann, haben sind so Handzeichen gegeben, so komm mal her oder genauso in die Richtung. Und ich hab dann auch versucht, eher körperlich mit ihnen, ja mich zu unterhalten, also oder oder Bindung aufzubauen, erstmal so 'n bisschen und hatte so 'n kleinen Zaubertrick, dann die hatten, die hatten so Diamanten und Steinchen, haben sie im Sandkasten verbuddelt.
Karen
Mhm, das kennst du doch auch aus deiner Kita.
Patrick
Ganz genau. Und dann haben die die ausgebuddelt und dann war die Geschichte, dass es halt 'n Pirat da versteckt hat und dann haben die haben die Kinder die eben ausgebuddelt, die wurden dann eingesammelt und dann wurden die quasi dem Piraten wieder zurückgegeben, so das war so ein bisschen die Geschichte und dann waren da eben so ein paar Diamanten und dann habe ich so ein Diamanten einem anderen Kind ebenso hinter dem Ohr hergezaubert, so dem in dem Dreh rum und dann fand ich das so lustig, dann sind die alle so ein bisschen zu mir gekommen, wollten alle, dass ich ihnen irgendwie Diamanten aus dem Ohr ziehe und dadurch habe ich irgendwie so so ein Andock Punkt auch gehabt mit den Kindern. Das fand ich super spannend und am zweiten Tag, als wir dann eben wieder hingekommen sind, meinten dann die Erzieherinnen auch schon so: 'Ja, sie haben sich schon total auf euch gefreut.' Und genau, das war echt faszinierend, was da so los war, was wir da so erlebt haben. Und es gab ja eine große Staatstrauer, der König Harald ist gestorben, haben vielleicht ein paar Leute mitbekommen. Und von dem her war das ganze Land schon mit Flaggen auf Halbmaß. Das war ein großes Thema überall und eben auch in der Kita, weil an dem Tag, wo wir hospitiert haben, war die Beerdigungsfeier von dem König und das wurde mit den Kindern auch gemeinsam besprochen. Wir kamen dann quasi rein in diesen Raum, nachdem wir im Garten draußen waren, wurden gesammelt drinnen mit den Kindern zusammen und dann wurde eine Schweigeminute abgehalten mit den Kindern. Das war national weit, war das an sage, es gibt eine Schweigeminute und danach kommt eben diese Beerdigung und die wurde dann auch live in die Kita übertragen. Ja, tatsächlich und erste Schweigeminute gemacht, dann haben die Erzieherinnen den Fernseher angemacht, die hatten so 'n großes Board, so 'ne wie wie sie in der Schule auch sind, diese Smartboard, Smartboards, genau, hatten die in ihrem Gruppenraum mit drinnen und dann lief eben diese Beerdigungsfeier und dann wurde auch mit den Kindern noch mal gemeinsam 'n bisschen drüber geredet, währenddessen. Ja, genau, es ist 'ne traurige Musik, die gerade läuft. Warum ist sie traurig? Der König ist gestorben. Das ist genau und die Kinder, die haben vielleicht so 1015 Minuten wirklich gerne zugeguckt. Es wurde viel gesungen, es gab 'n paar Reden, die gehalten worden sind. Das war für die Kinder interessant und irgendwann hat es dann natürlich auch abgenommen und die Kolleginnen und Kollegen, die haben dann eben weiter geguckt.
Karen
Ach, echt.
Patrick
O. K. so und die Kinder haben dann eben gespielt. Also das war halt einfach von der, ja von dieser, gewünscht, ja genau, das war halt so dieses, ist unser Land, ist unser König, das ist ein Riesending, wenn da der König stirbt und deswegen war das 'n sehr unüblicher Tag, so in dem Sinne und dann lief das vielleicht so 20 Minuten, würde ich jetzt mal schätzen und dann wurde ein Geburtstag gefeiert, dann kam der der Erzieher aus der Nachbargruppe und dann wurden alle Kinder eben gemeinsam gesammelt, waren erstmal in 2 verschiedenen Gruppen, es waren jeweils 14 Kinder und es waren eher so die Ältesten, mit denen wir da waren und dann sind die eben zusammen in unseren Raum gekommen. Der Erzieher hat dann diesen diesen Thron reingestellt in diesen Raum und dann hieß es ja, wir feiern jetzt Geburtstag und dann wurde das Geburtstagskind eben in die Mitte gesetzt, hat 'ne Krone aufbekommen, einen ganz witzigen Vibe, weil wenn andere Fachkräfte Geburtstage feiern, das ist immer ein bisschen anders. Da hat jeder so seinen eigenen Stil und das haben wir eben dann wirklich so gesehen und haben aber kaum was verstanden von dem, was sie eben gemacht haben oder was sie gefragt haben. Aber gab einen großen Beutel, dann wurden 5 Kerzen ausgepackt für das Kind, dann wurde 'ne Lichterkette ausgepackt für das Kind und hingelegt, dann wurde wurden 5 Vögel waren drinnen, so Stoffvögel.
Karen
Ist das Kind 5 geworden?
Patrick
ist 5 geworden, tatsächlich. Ja, genau, das ist 5 Jahre alt geworden und dann wurden 5 Vögel eben da rausgeholt, die wurden gepiept und dann mussten die Kinder raten oder erzählen, welche Vögel das eben waren. Da war so ein bisschen Lerninhalt noch mal mit dabei und dann gab es noch ein Bier, Bier, Birstagsbrett,
Karen
Geburtstagsbrot
Patrick
ne Geburtstagsspritzer. Dann hat der Erzieher da 'ne Sprühflasche rausgeholt, so 'ne, so 'ne Pflanzensprühflasche. Und dann durfte das Geburtstagskind 5 Personen aussuchen, die einen Birrstagsbrett ins Gesicht bekommen haben.
Karen
Und das war so n Glücksbringer oder was
Patrick
Ich weiß auch nicht genau, was die Geschichte war. Ich dachte, das wär so 'n nationales Ding, dass man halt da in Norwegen so macht und dann haben wir danach rausgefunden, dass es einfach nur der Erzieher halt macht mit mit den Kindern. Die Geschichte war, glaub ich, die, dass sie mal die Geschichte vorgelesen haben von dem Elefanten, der dann irgendwie wie so nass gespritzt hat. Das ist irgendwie so 'ne so 'ne lustige Geschichte gewesen und dann hat sich das so entwickelt, dass es halt diesen Bierstagsbrett gibt für die Kinder und dann durfte das Geburtstagskind eben entscheiden, na ja, sie soll einen Birstagspread bekommen und sie soll einen bekommen, ne und hat dann so 'n paar Kinder durchgemacht und dann wurde auch immer gefragt, willst du auch diesen Birstagspread haben? Dann alle haben sie erstmal die Augen zugemacht so und haben aber genickt, sie wollen es auf jeden Fall haben und dann wurde das ihnen ins Gesicht gesprüht. Also super witzig, es war absolut lustiger Vibe und den letzten Birstagspread hab ich tatsächlich auch abbekommen.
Karen
Oh, wie schön.
Patrick
Hat sie auch so gesagt, hey, du kannst alle, du kannst alle sagen und dann hat sie auf mich gezeigt und ich so.
Karen
Das ist eine große Ehre, bestimmt, wie lustig.
Patrick
Also, es war super funny,
Karen
Und du hast auch ja gesagt
Patrick
ich hab dann ja gesagt, genau, und wurde dann auch ins Gesicht gespritzt. Also, es war wirklich witzig vom Vibe her und genau so haben wir irgendwie ein bisschen den Tag verbracht und erlebt, wie sie eben so so gearbeitet haben. ersten Tag haben wir uns eher noch so ein bisschen zurückgehalten. Wir haben so ein bisschen Bausteine gespielt, ein bisschen mit Fachkräften gesprochen und am zweiten Tag haben wir dann ein bisschen mehr Alltag auch mitbekommen. Also im Morgenkreis zum Beispiel oder wie sie dann gegessen haben. Genau, sind näher mit den Kindern noch mal in Kontakt gekommen und eben auch mit den Fachkräften haben wir uns noch mal ein bisschen besser austauschen können. Weil wenn du als Besucher in so eine Kita kommst, da siehst du erst mal ganz viel und weißt gar nicht, ah OK, wo soll ich überall hinschauen. kriegt erstmal viel mit und dadurch, dass wir so viel Zeit dadrin verbracht haben und auch noch mal 'nen zweiten Tag, hatte ich wirklich das Gefühl, dass sie dann offener waren, dass sie dann mehr erzählt haben, dass wir besser ins Gespräch gekommen sind und die Kinder auch natürlicher waren. So und genau, von dem her fand ich es super spannend, dass wir wirklich 2 Tage lang dieses Job Shadowing machen konnten.
Karen
Genau, ach cool, Und war das 'ne, also du hast von Gruppen gesprochen, also war es keine offene Einrichtung oder kein offenes Konzept.
Patrick
Es war kein offenes Konzept.
Karen
Oder waren die Gruppen an sich quasi mit offenen Räumen?
Patrick
Es waren so 95 Kinder, glaub ich. Also ja, schon 'ne relativ große Einrichtung für den Ort. Es gab einen Krippen oder Kleinkindgruppenbereich, da kamen wir nicht rein, das haben wir uns auch nicht angeschaut. Die haben ja auch Eingewöhnungen und so gehabt. Und dann gab es eben noch so 'n Nebengebäude und da waren dann auch so, ich würd sagen, 3 bis 4 Gruppen nebeneinander. Einmal die Drei bis Vierjährigen und einmal die Vier bis Fünfjährigen, die dann eben in die Schule kommen und dann eben hochwachsen jetzt in diesem Jahr. Und wir waren eher bei den älteren Kindern, genau. Und da war in einer Gruppe 14 Kinder, kann man sagen, und eine, ja, ja, ist relativ, relativ klein gewesen. und eine Fachkraft, die die Ausbildung hat beziehungsweise das Studium absolviert hat, und eine Hilfskraft, das können Leute sein, die eben vielleicht so ein paar Monate so 'ne Art Lehrgang gemacht haben und dann eben in einer Kita arbeiten können. So, O. K. und die beiden, also das ist üblich, dass in einer Gruppe eben eine Fachkraft arbeitet und eine Hilfskraft und Wenn eine Fachkraft oder eine Hilfskraft krank ist, dann gibt es da wohl auch 'n Pool an Leuten, die man dann anrufen kann und dann kommen die eben in die Kita und ersetzen die 'n Stück weit springermäßig. Genau, von dem her ist es eigentlich immer ganz gut abgedeckelt, dass die Betreuung gewährleistet ist. Das fanden wir sehr spannend. Genau, und dann war es so, dass Sie schon auch verschiedene Themenräume hatten. Also, es gab einen Raum, wo Sie zusammen gegessen haben, wo so 'n bisschen Baumaterialien waren, 'n anderen Raum, wo Sie 'n Atelier quasi drinnen hatten. kleinen Ausruhrbereich mit Bilderbüchern, 'n kleinen Rollenspielraum auch und genau, das war so das.
Karen
Und 'ne Gruppe dann.
Patrick
Was wir erlebt haben, ist, dass es der Alltag schon sehr gelenkt war. Also, sie kamen an, dann wurde gegessen, dann ging es in 'ne bestimmte Aktivität, dann gab's den Morgenkreis, dann wurden die Kinder aufgeteilt in verschiedene Kleingruppen nochmal und dann haben die Tischspiele gemacht. Eine Fachkraft oder eine Person, die da gearbeitet hat, dann mit 45 Kindern in etwa und haben dann ein Tischspiel gemacht. Also haben das so ein bisschen gelenkt. Das war jetzt. weniger frei, wie wir das jetzt zum Beispiel kennen, weil die Fachkräfte das Spiel ausgesucht haben und dann die Kinder auch ausgesucht haben, dieses Spiel spielen. Also es ist schon ein bisschen verschulter, hatte ich den Eindruck und auch Morgenkreise waren eher so von der fachlichen Seite aus oder eher thematisch bezogen. Also das zum Beispiel 2 zur Brandschutzwoche in Norwegen und dann gab es so ein Bär, Björn ist der Brannbär, der Feuerwehrbär. Da hatten sie dann so Materialien und haben darüber gesprochen, was zu tun ist, wenn es brennt in die Richtung. Genau, also es war sehr spannend und was uns sehr aufgefallen ist, dass da eine wahnsinnige Ruhe geherrscht hat. So sei es im Garten oder auch drinnen. Also, die hatten Kontakt zu ihren Fachkräften. Also, das war auch, es sah alles sehr herzlich und und auf Kinderhöhe aus. So, aber man hatte jetzt nicht so das Gefühl, dass die Kinder jetzt da sehr angewiesen waren drauf, die waren eher für sich da in der Kita und haben direkt den Spiel gefunden, sind direkt irgendwie miteinander irgendwo dann abgezogen, haben dann ihre Sachen gemacht und waren da sehr selbständig. Das fand ich sehr spannend, also.
Karen
Trotz Anleitung oder vielleicht, also vorher die viele Impulse gab und dann konnten sie sich finden.
Patrick
Ja, genau, also es gab, glaub ich, schon, gibt so Momente, wo sie eben 'ne Vorgabe haben und dann andere Momente, wo sie sehr frei sein können. Ich glaub, das da ist der Flow dann einfach immer ein bisschen anderer und wir haben ja auch nur bedingt was gesehen.
Karen
Klar, natürlich, der eine Tag war ja auch von der Todesfeier geprägt und der Geburtstagsfeier.
Patrick
Also super, super spannend, da so rein zu gucken. Der Garten war der Hammer, es war super krass.
Karen
Die hatten auch viel Sportgeräte.
Patrick
Gar nicht mal so, aber das war quasi so eine riesengroße Felswand, die die da hatten und da konnten die Kinder klettern. Also, es war 'ne natürliche Felswand, in an der die Kinder so hochklettern konnten.
Karen
Und waren da aber wie so Boulder dran.
Patrick
Das war einfach der ganz natürliche Stein, wie er eben so ist. Und es sah ein bisschen so aus, wie so Bergziegen auf Mallorca, die dann. O. K., was ist das für 'n Bild, die dann da so oder die Kinder da so hochgeklettert sind, ist auch keiner runtergefallen. Also, es ist super spannend, es war schon relativ hoch, muss man sagen. Also, super spannend, ging gut. Und dann hatten die 'n Sandkasten, die hatten Klettergerüst, die hatten 'ne regenbogenbemalte Treppen, Podest, so wo sie dann 'n bisschen hoch konnten. Fahrzeuge hatten sie da, also und oberhalb, also an dem Berg, das ging ja quasi so 'n Berg hoch, richtig. Da war noch so 'n Gartenzaun, ne, mit 'ner Abgrenzung, wo es dann direkt so in den Wald auch reinging. Und dort war hinter dem Zaun 'n großes Blaubeerfeld auch. Und dann haben die Kinder im Sommer, konnten die da hingehen, gemeinsam mit ihren Fachkräften und ne Mitarbeitenden, und haben dann da Blaubeeren gepflückt und haben die da gegessen, neben dem Fjord. Den Fjord hat man gesehen, ach Gott, die Ausweg in den Garten. Also, es war alles total bergig, unten hat man dann das den Fjord gesehen und Überall eben die kleinen Häuschen, alle weiß mit mit roten Dächern, so in dem dem Dreh rum. Und es ist jetzt nicht so städtisch, sondern einfach total grün. Dann siehst du Felsen und dann sind da so vereinzelt Häuser überall. So ist es im im in dem Drehrum optisch die Luft. da zu riechen, die frische Luft, diese, diese Optik zu haben, so weit schauen zu können mit den Kindern gemeinsam, ist super faszinierend und schön gewesen. Also, das ist 'n sehr, sehr lebenswerter Ort, haben wir so festgestellt und vor allem.
Karen
Wenn man aus der Stadt kommt.
Patrick
Die Leute auch auf der Straße wirkten total glücklich. Also, das es war schon sehr besonders und an Aktivitäten gehen die jeden Freitag raus zum zu dem Ausflug. Verbringen aber sowieso jeden Tag im Garten draußen, beziehungsweise ne, haben sie dann gewisse Zeiten, wo sie dann draußen sind und das eben egal bei welchem Wetter. Also, ob es jetzt regnet, ob es stürmt, ob es schneit, wie auch immer, die gehen raus und die haben auch Abstufungen von Regen und Schutzkleidung, die die man sich nicht vorstellen kann hier in Deutschland. Also, hier ist ja das höchste der Gefühle, immer so 'ne Matschhose, ne? Ja, und dann gibt es 'ne gefütterte Matschhose, 'ne also 'ne ungefütterte Matschhose, es gibt. Parkdress, das sind diese kompletten Schneeanzüge, die dann auch total gefüttert sind, mit Wasserschutz, ohne Wasserschutz, also sehr unterschiedlich auch, Gummistiefel, verschiedene Schuhe, so. Und dann hing das alles so ordentlich in diesen Garderoben, dass die Kinder sich da je nach Wetterlage auch wirklich passend anziehen konnten.
Karen
Krass, die müssen ja dann voll groß sein, also viel Platz haben.
Patrick
Also die Garderobe war fast der der größte Platz. Und das eben nicht nur für die Kinder, sondern eben auch für die pädagogischen Fachkräfte, weil auch die natürlich bei den Wetterverhältnissen raus müssen. Und genau, also von dem her, wir haben noch gefragt, wie wie das so mit Erkältungskrankheiten et cetera läuft. Da meinten die so, na ja, am Anfang, wenn sie halt irgendwie in die Kita kommen, ganz normal so die 2 dreijährigen, die halt öfters krank werden. Aber dann hält sich das eigentlich in Grenzen. Also, die Kinder sind eigentlich schon immer da, so.
Karen
Alle abgehärtet, vielleicht weil sie immer in der Natur sind.
Patrick
Also, das ist noch mal was ganz was anderes und die gehen auch wirklich bei Minusgraden raus und auch die Kinder, so kannt' ich das von damals auch, die haben selbst bei 10 Grad schlafen die auch draußen in den Kinderwegen. Also, die jüngeren Kinder Krippen und ja, ach krass, das heißt, die sind da auch voll eingepackt und total, die sind eingepackt, je nachdem, wie warm oder kalt es so neben ist. Und dann Das haben wir richtig gesehen, da waren so 20 Kinderwägen.
Karen
Nee, doch wirklich.
Patrick
20 Kinderwägen standen da draußen und dann haben alle Kinder dort geschlafen.
Karen
Das ist ja verrückt.
Patrick
Ja, ganz genau.
Karen
Und außer, aber was ist, wenn man mal nicht, also es gibt ja Kinder, die nicht im Kinderwagen schlafen möchten. Okay, anscheinend klappt es gut, das ist wahrscheinlich wieder dieses Phänomen, was wir ja auch kennen aus der Kita, alle Kinder schlafen.
Patrick
Alle Kinder schlafen. Also, wie sie da hinkommen, ist 'ne andere Frage, das kann ich nicht beurteilen, weil ich da nicht hospitiert hatte im Kleinkindbereich. Aber es ist so, dass sie, dass wir gesehen haben, dass die da hin und her geschoben worden sind, haben die dann geschlafen und es wirkte jetzt nicht, dass die jetzt dazu dazu gezwungen oder genötigt waren. Also wir haben sie reingelegt, ne, es war dann irgendwie so ein bisschen die Zeit. Ich glaub auch, dass die so ein bisschen unterschiedlich sie hingelegt hatten. Also da haben wir einzelne Leute eben mit den Kindern gesehen und der Schlüssel auch noch mal ein anderes. Ich glaub, da waren es 1 zu 3. im Kleinkindbereich. Genau, und bei den Größeren eben so 1 mal 10 in etwa, so.
Karen
Oder zu 7.
Patrick
Ja, genau, weil Fachkraft und Ding unterschiedlich zählt.
Karen
Ah, stimmt, die Hilfskraft hat nicht so viel, die hat.
Patrick
Glaub ich, so 50 50 Prozent und deswegen diese 2 Leute und 14 Kinder, darauf läuft's dann, glaub ich, hinaus. Genau, so hab ich das jetzt wahrgenommen, super spannend. Und dann gehen die zum Beispiel auch als Ausflug an den Fjord. und gehen da Krabben fangen?
Karen
Cool, wie fängt man denn Krabben mit so Keschern?
Patrick
Ja, Kescher, es gibt Angeln, die haben die Kinder Angeln zusammen.
Karen
Mit Netzen auch vielleicht, die man auslegt, so wie bei Kinder von Bullerbü, machen die das?
Patrick
So witzig, also es ist 'ne ganz andere Art und Weise eben zu leben und da haben wir natürlich nur 'n kleinen Einblick bekommen, aber wir konnten uns das schon ganz gut vorstellen, wie das da so abläuft und was ich da festgestellt hab, also wir waren in Pflegefjord in der Kita, dass die Fachkräfte da sehr professionell den Kindern gegenüber auch waren, dass sie eine schöne Balance zwischen Nähe und Distanz hatten, dass sie angenehm miteinander gesprochen haben, dass sie, dass da jetzt niemand laut geworden ist. So, die hatten wirklich schön Weib miteinander und man hat gemerkt, dass die Fachkräfte, die da arbeiten, ihren Job sehr ernst nehmen und es ist, glaube ich, schon ein bisschen schulischer. auch so, jetzt im Vergleich zu dem, was wir jetzt hier irgendwie kennen, also dass es gelenkter ist, dass man hier und da ein Angebot für die Kinder hat, so an dem sie aber auch alle schon teilnehmen sollen. Aber es hat trotzdem die Möglichkeit gegeben, von dem Plan abzuweichen. Da hatten die sich ja dann in diesen verschiedenen Kleingrüppchen gebildet und haben Tischspiele gespielt und die eine Gruppe hat sich nicht so richtig konzentriert, war ein bisschen schwierig, hat irgendwie nicht so richtig funktioniert, keine Ahnung. Auf jeden Fall haben sie dann gesagt, ach nee, dann machen wir, können wir gerne 'n bisschen bauen, so dann haben sie das abgeräumt und dann war das auch in Ordnung.
Karen
Ja, also auf die Signale eingegangen und die Bedürfnisse, ja.
Patrick
Und so wie sie es benannt hatten, achten die eben sehr darauf, das noch mal zu evaluieren, wie hat es funktioniert. Die kleinen Gruppen haben sie nach bestimmten Kriterien ausgesucht, so die eben auch helfen sollen, dass die Kinder sich gegenseitig kennenlernen oder ja, Integration in 'ner gewissen Art und Weise stattfindet, also die sehr geplant so. Und trotzdem mit dem Spielraum zur, ja, zum Freien.
Karen
Ja, zur Flexibilität, so.
Patrick
Und das fand ich eben auch sehr spannend. Also, man hat gemerkt, dass die Art und Weise, wie die Fachkräfte mit den Kindern gesprochen haben, sich auch auf die Kinder übertragen hat und die ähnlich miteinander gesprochen haben. So, und wenn jetzt ein Konflikt aufgetaucht ist, was natürlich auch passiert ist, so sei es jetzt beim Mittagessen, wo es mal ein bisschen lauter geworden ist, so. Haben die so schön und angenehm miteinander gesprochen, dass sich das dann auch gleich wieder aufgelöst hat, so ohne jetzt lauter zu werden oder jetzt irgendwie 'ne Strafe, dass wir da jetzt irgendwie gesehen hätten oder 'nen Ausschluss oder wie auch immer so, sondern das war wirklich O. K., wie können wir jetzt damit umgehen, haben kurz drüber gesprochen und dann war es, war es wieder geklärt. Also, das war sehr spannend. Das war, das war so 'n bisschen die, die Sachen, die wir so erlebt haben.
Karen
Und hast kannst, kannst du für dich irgendwas mitnehmen?
Patrick
Ja, also wir haben erst mal ja, diese Tischspiele gespielt und dann haben wir 2 von diesen Tischspielen, die wir nicht kannten.
Karen
Genau, die haben wir.
Patrick
Dann im Spielehandel, haben wir dann die gefunden und haben die unseren Kindern jetzt in der Kita mitgebracht.
Karen
Ja, und das dann übersetzt wahrscheinlich oder?
Patrick
Das sind Bilderspiele gewesen.
Karen
Ah ja, stimmt.
Patrick
Was ich jetzt selber für mich mitnehme, ist schon so diese Erfahrung zu haben, dass Kinder mich nicht verstehen. Und wie ich damit umgegangen bin als Fachkraft. Also, das fand ich super spannend, weil das ja auch oft so ist, wenn jetzt ein Kind mit einer anderen Herkunftssprache zum Beispiel zu uns in die Kita kommt. Es versteht auch erstmal nur Bahnhof. Ja, und ne, wie kannst du einem Kind, einem Erwachsenen, einem Menschen begegnen, begegnen, wenn du die Sprache nicht sprichst? Sprache ist Schlüssel der Welt, das hatten wir jetzt auch in der in der anderen Folge noch mal zum Thema Literacy, dass wir ja, dass das die der der Schlüssel ist, miteinander in in Kontakt zu kommen, aber es geht eben auch, indem man Handzeichen gibt. Es geht, indem man versucht, etwas zu sagen, auch wenn man nicht verstanden wird, so da am Ball zu bleiben.
Karen
Und zu zeigen, ich interessiere mich.
Patrick
Ich möchte gerne hören, ihr versto Icke, aber ich will dich verstehen, ich versteh dich nicht, aber ich will. Und Das fanden die Kinder, glaub ich, auch sehr beeindruckend, dass dass wir das gegenseitig so versucht haben und sie dann mir Sachen gezeigt haben. Guck mal, komm mal mit rüber und dann hab ich jongliert und eben diese diese Münzen rausgezogen aus dem Ohr und dann haben sie ein bisschen was gesagt, so oh, ob ich in dem Zirkus arbeite. Ja, genau so, das hab ich dann auf Norwegisch so ein bisschen verstanden und genau da hat man dann schon irgendwie so Berührungspunkte und kann dadurch aus dem Kontext ganz viel auch irgendwie verstehen und sie hatten auch so 'n Kreis, wo sie über bestimmte Themen gesprochen haben, wo ich dann aber auch relativ viel verstanden habe, ich es aber nicht hätte in Worte fassen können oder nicht selber jetzt am Gespräch groß teilnehmen können, ne. Also auch so dieses, ich versteh schon 'n bisschen was, nicht alles, kann dem Kontext folgen, aber ich kann mich noch nicht beteiligen, ich kann noch nicht richtig mitmachen, was ja auch 'ne ganz, ganz große Herausforderung für viele Kinder ist, die eben die Sprache erstmal nicht sprechen, die sonst gesprochen wird und Die Perspektive nehme ich auf jeden Fall mit und fand es super, super spannend und genau, gehe da jetzt mit 'ner mit 'ner ganz anderen Sichtweise mit. Das fand ich super, super spannend.
Karen
Ja, das glaube ich. Und auch ja, dann so, ne, man muss dann halt einfach Strategien entwickeln, also die Kinder ja auch, die dort der dann gemerkt haben, ah, der versteht's nicht, okay, da muss ich halt irgendwas anderes machen. Und aber deine Kollegen, die konnten ja wahrscheinlich gar kein Norwegisch, oder? Mit denen ging's ja wahrscheinlich noch mal anders. Ja, genau, oder beziehungsweise die mussten dann halt noch mehr auf Körpersprache und einfach im Moment sein.
Patrick
Also, die waren in 'ner anderen Gruppe, genau, von dem her hab ich von denen nicht so viel mitbekommen, aber das, was sie eben erzählt hatten, war auch, dass sie sie an die Hand genommen haben. Also, dass dann die Kinder gekommen sind und dann hat 'n Kind eben was vorgelesen aus 'nem norwegischen Buch.
Karen
Hey lustig , wir hatten doch letztens auch das Beispiel, dass Man was gehört hat, wo man die Sprache gar nicht versteht.
Patrick
Und dann hat das Kind eben genau meiner Kollegin da was vorgelesen und hat da eine Geschichte erzählt und mit den Lehrerinnen, Lehrern, Fachkräften haben wir ja dann auch auf Englisch überwiegend gesprochen. Dann gab es ein Kind, das Deutsch sprechen und verstehen konnte, weil sie ausgewandert waren und ein Kind, das irgendwie Russisch, glaub ich, gesprochen hat oder Ukrainisch. Es konnte dann 'ne Kollegin auch ja 'n bisschen andocken, aber die wollt, der wollte gar nicht so auf ne auf Ukrainisch dann sprechen. Also, es war auf jeden Fall sehr, sehr spannend, wie wir uns da so begegnet sind und was ich eben auch mitnehme, ist so 'n toller Teambonding-Moment, den wir da auch noch mal so miterlebt haben. Also, wir waren ja alle in der gleichen Kita, haben viel Zeit im auf den Hotelzimmern vielleicht auch miteinander verbracht oder. dass wir dann spazieren waren, uns Flecki Fjord angeschaut haben, dass wir zusammen wandern waren, auch noch mal. Dann sind wir auch zusammen in den Fjord gesprungen, auch es war wirklich eisig kalt, aber das konnt ich mir nicht nehmen lassen. Ich wollt unbedingt da einmal rein und das haben wir dann nach der Wanderschaft eben gemacht und am Tag darauf waren wir auch noch mal gemeinsam in der Sauna und sind dann da auch eben noch mal in den Fjord reingegangen und das war auch 'n ganz, ganz magischer Moment. Also meine Kolleginnen, Lisa, Alena, Maxi, Alexandra und Co, wir hatten so 'ne schöne Zeit und haben ja wirklich so die Zeit genossen und haben uns das als als Teammoment einfach auch wirklich sehr genießen können und da bin ich sehr dankbar dafür, dass zum einen unser Träger sich dann darum bemüht, dass sowas stattfinden kann, der G. E. B., dass sie es finanziert hat und aber auch den Leuten, dass sie gesagt haben, wir wollen da mitfahren, wir wollen uns das angucken, eben auch nochmal an die aufnehmenden Einrichtungen, dass die uns da eben aufgenommen haben, uns ihre Arbeitsweise zu zeigen und ihr Leben. Und das fand ich einfach 'n ganz, ganz besonderen Moment und bin da sehr, sehr dankbar dafür.
Karen
Ja, schön, das freut mich sehr für dich, dass du das so erleben durftest. Grüße gehen raus an alle, die sich jetzt hier angesprochen fühlen, ne?
Patrick
Ganz genau, ja, die musste ich jetzt mal droppen.
Karen
Ja, das ist schön, ja, vielleicht hören sie ja rein.
Patrick
Ja, genau, hatten wirklich 'ne super, super schöne Zeit gemeinsam und ich bin auch tatsächlich heute super beseelt in die Kita wieder zurückgekommen und hab' mich einfach sehr gefreut, wieder da zu sein und den Kindern eben so die Geschichten mitzuerzählen, die wir so erlebt haben und sie jetzt eben auch hier im Podcast.
Karen
Ja, darüber freu' ich mich natürlich besonders, aber ich freu' mich auch, dass du, dass dich das so inspiriert hat, das ist schön und was ich jetzt grade vielleicht auch als Schlusswort noch kurz gedacht hab, weil du dir eben erzählt hast, dass du nicht so viel verstanden hast von der Sprache und trotzdem konntest du in Kontakt und in Berührung und in Begegnung mit den Kindern gehen und dass es eben genau darauf dann wieder ankommt. Also als Mensch, aber vor allem natürlich auch als pädagogische Fachkraft, dass du trotzdem irgendwie auf die Kinder zugehst und dich zeigst und offen bist. Und dann braucht man manchmal vielleicht gar keine Sprache. Also natürlich irgendwann dann schon und es macht vieles einfacher, aber es kommt halt auf das Wesen an, so und das ist voll schön, so das wahrscheinlich noch mal so zu spüren und auch zurück zu bekommen, dass du zum Geburtstag gespritzt wurdest und du warst so.
Patrick
Also das war einfach so, so lustig, weil wir teilweise, die haben uns, die haben ja dann auf Norwegisch mit den Kindern gesprochen und wir nur so.
Karen
Was passiert jetzt?
Patrick
Was passiert da jetzt als nächstes und auf einmal ist mir dann irgendwie meine Gitarre in die Hand gedrückt worden. Dann gab es diese Geburtstagsspritzer und sind halt so random Sachen passiert, ne, die für die irgendwie so 'ne Selbstverständlichkeit waren und dann haben die es einfach gemacht, haben uns da mit einbezogen und gesagt, na ja, die setzen sich jetzt auch mit dazu, die spielen jetzt mit. Also das war so 'ne, so 'ne Selbstverständlichkeit und genau auch die Gespräche, die wir mit ihnen geführt haben, über Haltung, über offenes Konzept zum Beispiel auch oder ne, wie sie eben so ihre Arbeit haben. Das fand ich super inspirierend und ganz, ganz wertschätzend auf beiden Seiten auch. Also, die Kollegin, mit der ich da dann quasi zusammengearbeitet hab, hat mich dann auch gefragt, ja, gibt es irgendwas, was ihr besser machen könnt? So, ich hab mir dann nur gedacht, nee, also ihr macht ja eure Arbeit so, wie ihr sie macht und ich hab gesehen, wie die Kinder hier spielen, wie sich, ne, wie sie sich so aufhalten in der Gruppe, dass sie gesehen werden und das ist so der der Hauptfokus, den man hier so haben sollte, auch ne. Das ist bei uns 'n bisschen bisschen chaotischer, so 'n bisschen mehr Messi, weil wir mehr Freiheiten den Kindern gegenüber lassen in so 'nem offenen Konzept, das ja wirklich in jedem Raum irgendwie so sein können, dass es da natürlich klare Unterschiede gibt, aber dass ja genau es eben wichtig ist, wie man die Kinder sieht, wie man sie wahrnimmt, wie man ihre Bedürfnisse wahrt und genau das, da hatte ich den Eindruck, dass die das schon sehr gut gemacht haben, auch ja. Auch wenn's halt mehr gelenkt war, als ich das jetzt irgendwie anbieten würde bei mir in der Kita, genau.
Karen
Aber es sind dann andere Konzepte und ich denk' auch, wenn du merkst, dass es den Kindern gut geht und sie gesehen werden und akzeptiert werden und geachtet werden und einbezogen, dann klingt das für mich richtig top.
Patrick
Genau, was ich aber auch noch mal sagen möchte, ich hab' ja vorhin gesagt, dass Norwegen so 'n reiches Land ist. Es ist aber auch da tatsächlich so, dass der Staat versucht, dort so weit wie möglich zu sparen, wie es irgendwie möglich ist. Also, dass sie schon wirklich überlegen, ah, O. K., wo kommt das Budget her, wo kann man was abzwacken, dann genau, auch Corona mäßig wurde 'n bisschen gekürzt und dann, also es ist wirklich, wirklich auch da so, dass man guckt, wie man mit so wenig Geld wie möglich so viel rausbekommt.
Karen
Gut, ich mein, an sich ist das ja jetzt keine schlechte Strategie, aber irgendwie hätte ich jetzt auch nicht gedacht, was von Norwegen, dass sie da nicht sagen, ja, da müssen wir auf jeden Fall genug reinstecken, weil das ist ne, das sind die die Grundlagen unserer Gesellschaft, nämlich Kinder zu erziehen oder zu bilden oder auf beim Aufwachsen zu begleiten.
Patrick
Und was ich eben auch gehört habe, ist, dass viele Kinder oder die Erfahrung, die wir so gesammelt haben, oder wo selber Leute dann eben drüber erzählt haben, dass sie eben super gerne in die Kita gehen, dass die Kinder echt gerne in die Kita gehen und ja, da ihre Zeit verbringen. Also, das hat man soweit auch angemerkt, auch die Verabschiedungsprozesse zum Beispiel. Man hat nur so ein paar Eltern gesehen, sind die Kinder in einer Selbstverständlichkeit reingekommen, haben angefangen zu spielen, sich mit ihren Freunden ausgetauscht. Also, der Vibe war schon extrem harmonisch und nett und ohne, dass es jetzt gestellt wirkt. Ja, jetzt hat man ja manchmal, dass man dann sagt, nee, jetzt nehmt euch, ja, ja, genau. Und das war 's aber nicht, also, es war schon sehr, ja, natürlich wirkte das, ja.
Karen
Patrick, ich danke dir für die ganzen Informationen und so, das ich hab', ich hab' voll den guten Eindruck jetzt so, das hat auch voll das Gefühl übermittelt.
Patrick
Ja, das freut mich.
Karen
Okay, ja, ich würd' nämlich sagen, hier, wir sehen ja grade langsam so die Sonne untergehen.
Patrick
Die Sonne geht unter, sie wird orange, der Himmel ist schön.
Karen
Ja, es ist halt Herbst und deswegen würd' ich sagen, wir gehen raus in den lauen Herbstabend.
Patrick
Ganz genau. Ja, vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass ihr alle dabei wart und habt 'n tollen Start in den Rest der Woche.
Karen
Genau, wann auch immer, wie ihr das anhört.
Patrick
Wann auch immer ihr es anhört.
Karen
Wir freuen uns, wenn ihr wieder zuhört und wir sehen uns dann beim nächsten Mal.
Patrick
Bis bald, ciao, ciao.
Outro
Das war's für heute. Wir freuen uns auch über eure Erlebnisse aus der Praxis. Schreibt mir gerne an karen.sachse@herder.de. Die aktuelle Ausgabe von kindergarten heute findet ihr online auf kindergarten-heute.de Bis zum nächsten Mal bei heute im Kindergarten.