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Transkript
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Intro
Hallo und herzlich willkommen zu heute im Kindergarten, dem Podcast von Kindergarten heute. Mit Karen. Und Patrick. Die zweite Staffel. Wir wollen mit euch über all das sprechen, was die Fachwelt, die pädagogische Praxis, die Redaktion und natürlich uns selbst bewegen.
Karen
Hallo Patrick.
Patrick
Hallöchen Karen. Hallo liebe Zuhörenden.
Karen
Schön, dass du da bist und ihr da draußen auch natürlich. Ach ja, wir machen doch gleich weiter mit unserem Produziermarathon, ne Patrick?
Patrick
unsere Jubiläumsfolge haben wir jetzt gerade eingesprochen und jetzt sind wir schon bei der zweiten Folge der zweiten Staffel.
Karen
wirst du das jetzt jedes Mal sagen, dass wir auch alle wissen, wo wir uns gerade befinden.
Patrick
Mir ist aufgefallen, dass ich noch was erzählen wollte, und zwar hab' ich 2 neue Hörer.
Karen
Oh männlich?
Patrick
männlich. Genau, ich hab ja erzählt, dass im Urlaub meine Neffen bei uns zu Besuch waren und die sind 10 und 9 8 111 und 9 Entschuldigung.
Karen
Da kann ich dir leider nicht helfen, ihr hört es ja dann wahrscheinlich.
Patrick
11 und 9 genau, die beiden und die hören zum Einschlafen hören die immer Podcasts an. Und dann haben wir die ja bei uns gehabt, haben Podcasts dann für sie angemacht und dann habe ich irgendwann so erzählt, ja, ich habe auch einen Podcast. Und dann die beiden so, hä, wie, nee, Quatsch, glaube ich nicht. Und dann habe ich es ihnen gezeigt, dass man das auf Spotify sehen kann.
Karen
Auch dass du auch wirklich ein Bild da hast.
Patrick
Dass ich das auch wirklich bin. Und dann haben sie es mir geglaubt und dann haben sie gesagt und haben gefragt, na ja, dürfen wir heute Abend zum Einschlafen, dürfen wir da einen Podcast hören? Und dann habe ich Ihnen die Folge von der Kita-Reise habe ich Ihnen angemacht und ich glaube, Sie sind sehr schnell eingeschlafen.
Karen
Das war wohl nicht so interessant.
Patrick
Weiß ich auch nicht, aber auf jeden Fall habe ich dann gefragt, und hats euch egfallen, ja, ja.
Karen
Ja, wir haben zwar nur eine Minute gehört, aber.
Patrick
Ja, die waren knackemüde, ich glaub', die sind ziemlich schnell eingeschlafen. Aber genau, fand ich lustig, wollt' ich jetzt kurz erzählen als Anekdote.
Karen
Also, falls ihr noch mal hört, das freut mich sehr. Vielleicht hören Sie ja noch mal rein. Aber ich hatte auch 'ne schöne und lustige Begegnung im privaten Umfeld mit meinem ein Patenkind, also das ist ein der der Sohn von 'ner Freundin und also die hat 2 Kinder und ich hab' die besucht dann haben sie erzählt, dass sie jetzt bald in eine neue Kita gehen und da gibt es wohl die Rotkohlgruppe und irgendwie die Grünkohlgruppe oder so,
Patrick
Das ist ja iconic.
Karen
ultra lustig, da hab ich gesagt, okay Kinder, da seid ihr jetzt meine Kohlköpfe, ihr 2 und dann hat sich daraus so richtig schön und ich liebe das ja, hat sich plötzlich so ein Spiel entwickelt, dass ich irgendwie die, also sie wollten dann Fangen spielen, hab ich gesagt, ich fang euch jetzt und ich bin jetzt quasi so eine Zauberin und ich verzauber die Kohlköpfe. musste natürlich an Aschenputtel denken, in halt was anderes und wir machen daraus dann irgendwie eine Suppe. Ihr seid jetzt Kürbis und Zwiebel, waren sie da, glaub ich, das war meine Idee. Also, ich war da tatsächlich sehr kreativ und dann haben wir irgendwie gesagt, wir müssen jetzt noch die Zutaten suchen und ich fand es richtig schön, weil sie, die hatten voll Lust. Also, ich hab einfach voll gemerkt, sie haben Bock, weil sich jetzt jemand so was heißt, jemand Neues bestimmt ja auch oft so, aber ich mich mit ihnen jetzt halt so beschäftige und so reindenke und dann hatten sie irgendwie auch Lust auf meine Ideen und ich war so richtig die Spielmasterin quasi, hab gesagt, so nee, jetzt machen wir das und bin natürlich so drauf eingegangen, auf was die auch so mit reingebracht haben, so in dieses Fantasiespiel, aber es hat so Spaß gemacht, hab ich auch wieder gedacht, ich war richtig drin, ich dachte so, ja, ist ja auch genau mein Ding, ich liebe ja auch so Fantasy-Geschichten und so, das war quasi auch für mich das viel. Das war 'ne richtig schöne Erfahrung mal wieder so und.
Patrick
Das ist wirklich was Schönes, so 'n bisschen Quatsch zu erzählen, 'n bisschen out of out of order zu sein, auch 'n Stück weit. Ja, und ja, da hatte ich vor kurzem auch so 'n paar Situationen, wo ich Geschichten erzählt hab. Die Kinder mögen immer, dass ich irgendwelche Geschichten erzähle, dass ich mir da irgendwas ausdenke und dann habe ich da waren so 8 9 Kinder vielleicht so um mich herum und und dann habe ich deren Namen in die Geschichte eingebaut und der Wassermelonendrache zum Beispiel kann eine Meerjungfrau irgendwie angeschwommen werden und es war dann auch ein Name von dem Kind oder so, also verschiedene Sachen irgendwie dann gesagt, die jetzt irgendwie super random zusammengewürfelt waren, ne und jeder hat irgendwie einen Beitrag in dieser Geschichte geleistet, dann ne und hat beim Suchen geholfen oder hat irgendwo dann einen Schatz gefunden, den er dann geteilt hat oder der eine Junge war dann quasi so ein so ein. so 'n Wunscherfüller
Karen
das ist 'ne tolle Rolle
Patrick
und dann wollten alle, alle Protagonisten aus der Geschichte eben in diese Höhle von ihm gehen, damit er ihnen die Wünsche erfüllt. So, also da hab ich so, so irre erzählt, so und es ging dann immer weiter und dann kamen die Kinder, ja und was bin ich so, haben wir da immer so gemeinsam auch 'n bisschen überlegt und dann ist da so was Schönes daraus entstanden, so und das find ich super lustig, wenn man sich mal so ganz neu auf was einlässt, so Und was erzählt so, die Kinder, die erinnern sich immer noch an den Wassermelonen-Drachen zum Beispiel.
Karen
Du, das kannst direkt als Kinderbuch Idee mitnehmen.
Patrick
Oh, ach, das wär ja wirklich noch was, oder? So 'n eigenes Kinderbuch zu schreiben.
Karen
Also, ich hab das ja seit Jahren auch vor. Ich hab ja immer mal paar so Ideen, aber ich muss sie halt mal so richtig.
Patrick
Ist ja nicht so, dass du bei 'nem Verlag arbeiten würdest.
Karen
Deswegen denk ich auch immer, ach ja, wenn ich es dann mal fertig stelle, dann bin ich ja an der richtigen Adresse. dann muss ich mich halt der objektiven Kritik stellen.
Patrick
Okay, okay, gut, aber das führt jetzt zu weit.
Karen
Ja, aber es führt tatsächlich zu unserem Fachthema, Patrick.
Patrick
Ach was
Karen
wirklich ungeplant, ne? Weil ich möchte heute mit dir ein bisschen über Schrift und Sprache sprechen in der Kita und mit Geschichten sind wir da gut dran.
Sound
Der pädagogische Happen
Karen
Das ist nämlich auch mal wieder ein Thema aus Kindergarten heute aus der September Ausgabe und zwar geht es um Literacy in der Kita und wenn du das Cover siehst, also das ist dann schon draußen, müsst ihr euch mal anschauen, da hat so toll eine Illustratorin für uns unser Cover gemacht. Ich zeig's dir mal Patrick hier. Ihr seht es ja dann auch schon. Es sieht so schön aus mit diesen Bildkarten. Genau, Literacy in der Kita. Da würde ich gerne heute ein bisschen mit dir drüber sprechen und vor allem geht es ein bisschen um Schrift. Also es geht ja sprachliche Bildung, wissen wir, ist wichtig in der Kita und so und Vorlesen auch und so, aber was ist eigentlich mit mit mit Schreiben und was ist so mit Übergang in die Grundschule, so diese Vorgaben, ja, die Kinder sollten am besten jetzt vielleicht schon alles können, weil Grundschule, also ne, es gibt so viel Erwartungen irgendwie an Kinder und an die Kita. Natürlich müssen Kinder nicht schreiben lernen in der Grundschule, aber es ist natürlich wichtig, dass
Patrick
in der Kita,
Karen
Entschuldigung
Patrick
in der Grundschule schon
Karen
in der Grundschule wär's ganz schön, wenn die schreiben lernen. natürlich noch nicht in der Kita, aber Schrift ist halt da. Und ja, und was müssen jetzt wir als Fachkräfte, ne, wieviel müssen wir denn jetzt geben schon in der Kita? Brauchen wir vielleicht sogar, wie's ja in manchen Bundesländern irgendwie auch gefordert wird, brauchen wir bestimmte Maßnahmen? Also so quasi so bisschen verschult, damit Kinder wirklich gezielt Sprache oder auch Schrift lernen. Und da möchte ich gerne so bisschen mit dir drüber sprechen, weil wir haben einen Beitrag und das fand ich irgendwie ganz schön, weil die Autorin so geschrieben hat: 'Ja, Schrift umgibt uns ja eh komplett.' Also, Kinder sind immer auch von Schrift umgeben, zum Beispiel auf dem Kassenzettel oder auf dem Einkaufszettel, den irgendwie jemand schreibt. Und deswegen ist es eigentlich gut, das auch einfach mit in den Kita-Alltag einzubauen. Also klar, in Büchern sehen sie immer Schrift, aber halt so Alltagsschrift, auch wie wenn man jetzt mal einträgt, wenn man noch kein Tablet hat. So, ah, welche Kinder sind jetzt heute da oder was auch immer. Vanessa kommt heute später oder wird um 12 abgeholt, weil was auch immer, geht zum Arzt und wenn Kinder das eben auch mitbekommen, also wie alltäglich einfach Schrift benutzt wird, ja, das sei voll wichtig.
Patrick
Ja, total, also ich mein, wir haben ja da schon die Aufgabe, Grundlagen irgendwie auch zu legen im Allgemeinen, also sei es jetzt im grundsätzlich malen, Stifthaltung, dass die Kinder eben die Möglichkeit haben, da zu explorieren in den in den Bereichen und Buchstaben sind ja ein großes großes Thema für die Kinder und meistens kommt es ja auch tatsächlich von den Kindern, dass sie sich mit der Schrift auseinandersetzen wollen, ihren eigenen Namen schreiben wollen oder sagen: 'Hey, was steht denn da eigentlich?'?
Karen
Oder einfach vorlesen, was da halt steht und irgendein Quatsch erfinden.
Patrick
Total genau, also da kann ich auch noch ein paar Situationen aus der Krippe auch erinnern, aus dem Kleinkindbereich. Als dass ein Kind auch ihre eigenen Geschichten vorgelesen hat, so und es war so 'n bezaubernder Moment, weil sie da bestimmt so 'ne halbe Stunde Geschichten an ein anderes Kind erzählt hat. So so bezaubernd und schön. Also, das find ich ganz klasse und Kinder ja auch oft uns bitten als Erwachsene, schreibst du das mal auf? So schreibst du bitte da Einladungskarte für so. Also, das sind sind so ganz, ganz genaue Vorstellungen. Schreibst du bitte das und das so. Also, Sie haben schon großes Interesse daran, Dinge in Worte zu fassen und das auf Papier zu bringen. So genau, das ist sehr spannend.
Karen
Ja, und auch ja, mit mit deinem Beispiel gerade auch ja, dass da das Wissen ja auch da ist, dass wenn man jetzt aus dem Buch vorliest, also dass da was steht und es kann jemand erzählen und ja, diese Verbindung da herzustellen und dass das, was geschrieben ist, quasi man dann auch aussprechen kann. Und es jetzt nicht so ist, dass Leute einfach sich auch so wie du, vielleicht als Geschichtenerzähler, sich einfach so was überlegen. Ja, das ist schon schon voll wichtig, dass Kinder das eben im Alltag, also einfach mitbekommen und wir in der Kita das dann auch so mitnehmen. Und genau, das ist halt eben dann nicht immer, wenn davon die Rede ist, dass es halt oben irgendwie diese, wie heißen die, die vorläuf Vorläuferfertigkeiten geht oder das nicht Vorläuferfertigkeiten sein müssen, sondern dass es halt einfach um diese Berührung mit Schrift und Sprache geht und dass daraus sich dann an sich alles entwickeln kann.
Patrick
Absolut, ja. Also, das ist den Kindern schon wichtig, ihren eigenen Namen irgendwie auch schreiben zu können und dann auf ihre Bilder, wo sie was geschrieben haben oder gemalt haben, so dass sie da den Namen nochmal drunter setzen. Also, sie setzen sich schon sehr stark damit auseinander und genau. das find ich eben auch 'n schönen Moment, dass eben auch von uns Fachkräften gut ja, dass sich gut begleiten lässt, so. Also, wir haben auch so 'n Bilderbuch zum Beispiel, das hat ich auch mal rezensiert, das war das Zix.
Karen
Ah ja, dieser Comic.
Patrick
Also, so 'ne Art Comic und das hab ich auch so 'n bisschen als Anlass genommen, um über Buchstaben im Allgemeinen zu sprechen und dann haben wir überlegt, ja, was sind die Anlaute, welches Wort fängt mit einem N an, so. Also, wo man dann so ein bisschen spielerisch damit umgegangen ist und dann schick ich die Kinder auch meistens, ja, so einmal, ja, im Jahr so 'ne Einheit in der Vorschule oder Vorschularbeit durchs Kitahaus und dann sollen sie auf ein großes Blatt Papier eben aufschreiben, was sie sehen, so welche Buchstaben sie erkennen in der Kita. und dann schreiben die irgendwie Luftschutzpumpe oder sowas, auch was da steht oder Morgenkreis oder Türschilder oder so, schreiben die sie dann eben selber ab, so dass sie, dass sie das dann aufschreiben und dann setzen wir uns alle noch mal zusammen und dann lese ich alles vor, was sie halt aufgeschrieben haben, die ganzen Buchstaben, die sie dann auch teilweise wild aneinander ketten oder nebeneinander schreiben, also dass sie einfach lernen, das zu berühren, so dass sie wissen, O. K., man kann das aufschreiben, man kann das kopieren, man kann das aufschreiben, vielleicht hat 'n anderes Kind das gleiche Wort aufgeschrieben wie ich, ist ja auch spannend und sich dadurch auch 'n bisschen vergleichen oder wie groß schreib ich, wie klein schreib ich, ne. Also, dass sie erstmal das so als als Spielplatz auch so 'n Stück weit erlernen, ohne jetzt, dass wieder gleich jemand kommt, O. K., jetzt muss 'n Stift aber anders halten oder das muss so richtig geschrieben werden oder wie auch immer. Sondern dass sie sich grundsätzlich erstmal mit dem Thema auseinandersetzen und man dann einfach verschiedene Übungen machen kann, um die Kinder da ein bisschen bisschen ranzubringen. Und das ist muss nicht super verschult sein, so, sondern einfach eine spielerische Auseinandersetzung mit der Thematik. So und ich glaub, das bildet schon 'ne gute Grundlage auch für alles Weitere dann eben auch, ne. Also ich hatte jetzt auch 'n Jungen, der hat ganz gerne Zahlen geschrieben und hat die dann irgendwie auch schon gleich berechnet, so wo ich mir auch gedacht hab, krass. und der war noch nicht mal Vorschulkind. Also, er war wirklich schon schon da ziemlich weit und das find ich toll, wenn die Kinder das einbringen können, man das eben gut begleiten kann.
Karen
Ja, und das schreibt nämlich auch unsere Autorin, lustigerweise Frau Sachse. Ach was, ich wars nicht, ich hab es nicht geschrieben, dass es genau, eben ganz einfach umzusetzen geht und dass es halt nicht um die großen Sachen geht, dass man irgendwie Arbeitsblätter und so, ich meine, wenn Kinder Bock drauf haben, kann man das natürlich auch mit einbringen, aber dass man das jetzt nicht von Fachkraftseite aus, hier haben wir das Arbeitsblatt, jetzt lernen wir mal alle, wie das A geschrieben wird, sondern dass ja in der Kita überall schon Buchstaben zum Beispiel zu finden sind und Schrift und Sprache ja dann auch, also und Sprache und Schrift in Verbindung, wenn man es vorliest, genau und dass man da jetzt als Fachkraft gar nicht so viel so viel braucht, weil alles schon da ist eigentlich.
Patrick
Also das finde ich eben auch, ich habe auch mit den Kindern Schwungübungen gemacht, lustigerweise. Also eine Einheit quasi rausgenommen, dann habe ich so verschiedene Arbeitsblätter gehabt, die ich dann irgendwo im Internet gefunden habe mit irgendwelchen Schwungübungen und genau, die Kinder haben das aber geliebt, also weil sie da so das Gefühl hatten, das ist das, was man in der Schule macht, so oh, ein Arbeitsblatt machen wir, schreiben unsere Namen drauf, so dann schwingen wir das und guck mal, ich hab das, ich hab das ganz schnell gemacht, so und dann hat man gesehen, O. K., du hast aber auch ordentlich ausgemalt, so andere haben sich ganz viel Zeit gelassen und haben das ganz vorsichtig gemacht, so und dass wir da nicht irgendwie in diesen Modus kommen, wir müssen jetzt irgendwie schneller sein als der andere Person, so, sondern das ist wichtig, man will es ja lesen können, man will, dass es richtig ist, dass die anderen das auch lesen können und dass man da eben darüber sprechen kann, so und reflektieren kann. Und dann hab ich auch so Legeübungen gemacht mit verschiedenem Legematerial, wo sie eben Sachen spiegeln, auch das hab ich auch von einer Arbeitskollegin gesehen und hab mir gedacht, ja, ist richtig gute Idee, weil oftmals spiegeln sie ja den Namen noch falsch und schreiben den eben ja spiegelverkehrt auf und das fördert quasi die Hirnhälften auch dazu, das zu verknüpfen, so indem sie Dinge eben spiegeln, so was ich auch noch mal super spannend fand. Also da bin ich auch immer froh, wenn ich irgendwie so 'ne Idee auch sehe, ne und man das dann mit den Kindern einfach 'n bisschen durcharbeitet und sich darauf einlässt, ohne jetzt irgendwie, ja, wir müssen jetzt jeden Tag 'n Arbeitsblatt machen und du musst das jetzt üben und das muss jetzt richtig sein, so wirklich spielerisch
Karen
und alle müssen es schaffen, weil sonst haben sie vielleicht in der Grundschule irgendwie keine Chance.
Patrick
Das finde ich ganz schwierig und ich glaube es, also weiß ich nicht, ob es, ob es jetzt kommt, glaube ich, auf Kita, auf die verschiedenen Kitas noch mal drauf an, bei uns ist es relativ entspannt, da sind die Eltern auch nicht so, ja, es muss und das und das muss jetzt in der Vorschule alles irgendwie gemacht werden, da haben die, glaube ich, ein ganz gutes Vertrauen, dass wir das ganz gut hinkriegen.
Karen
Ja, Aber klar, das ist völlig individuell. Also, manche Eltern bringen da irgendwie viel Druck mit und klar, man hört, also ich glaub' das auch, dass auch viele Grundschullehrer:innen dann irgendwie sagen: 'Oh, das ist super schwierig, da irgendwie zu arbeiten.' Wenn klar, wenn Kinder vielleicht auch noch mehrsprachig aufgewachsen sind und dann da man wo ganz anders ansetzen muss. Aber es ist, ich find' meiner Meinung, also meiner Meinung nach, ist es trotzdem nicht Aufgabe der Kita, da super viel schon vorzubereiten, damit man wo weitermachen kann. Also natürlich bereitet man das Ganze, also seit der Geburt bereitet man sich auf alles vor, auf das ganze Leben. Und natürlich ist es wichtig, dann mit dem umzugehen, auch was die Kinder mitbringen und selber Impulse zu geben, aber wenn ein Kind jetzt halt mit 4 jetzt noch keinen Bock hat, seinen Namen zu schreiben, das wird dann schon noch kommen.
Patrick
Ja, absolut. Ja, genau.
Karen
Aber es ist super, glaube ich schwierig, diese ganze Debatte. also
Patrick
Ja, man kann es ja, also das ist manchmal einfach 'ne große, große Erwartungshaltung da, so und auch 'ne Sorge, dass die Kinder eben gut vorbereitet sind, dass sie dann auf dem Stand sind, dass es dann irgendwie alles funktioniert und ja, die Lehrkräfte dann in der Schule, die haben ja auch wahnsinnig viel zu tun, so gerade diese ganze Basis erstmal reinzubekommen, so genau. Und Ja, ich glaub, das kann auch schon sehr unterschiedlich sein. Da sind die Stände sehr, sehr verschieden, aber genau, wichtig ist erstmal 'ne entspannte Grundlage zu schaffen, zu gucken, macht es Spaß, so Freude daran zu entwickeln, ohne das jetzt irgendwie kaputt zu arbeiten, kaputt zu reden und ja, die Freude an der Sache zu vermitteln, dass es schön ist, was aufzuschreiben. Und genau das find ich auch wirklich immer schön, wenn Kinder dann ihre eigenen kleinen Heftchen auch basteln, so wo sie dann was rein schreiben können.
Karen
Kleine Briefe schreiben
Patrick
Kleine Briefe schreiben und dann irgendwie da was aufschreiben lassen. Kannst du bitte das ganz genau aufschreiben? Und ich so, ja, wo soll ich das denn hinschreiben?
Karen
Hier ist doch grade eine Zeile frei.
Patrick
Genau. Und dann sagen sie mir 'n riesenlanges Wort oder 'n riesen Satz und dann passt, passt es auch kaum rein. Aber ich versuch das dann schon irgendwie immer 'n bisschen, 'n bisschen umzusetzen, auch also genau, aber das find ich auch sehr, sehr schön. Es macht Spaß, Kinder dabei zu beobachten, dass sie was festhalten wollen, so und.
Karen
Ja stimmt Spuren hinterlassen ist es ja auch, ne? Genau, ja, ja, das stimmt. Ich hatte gerade noch einen, ach so, genau, als es gerade drum ging, als du das mit dem Spiegeln gesagt hast und so. Jetzt noch mal so meine Perspektive, ich find das immer so verrückt, wenn ich, also wenn wir da jetzt gerade drüber sprechen und ich weiß, zum Beispiel im Studium hatten wir auch ein, ich glaub, 'ne Vorlesung, dazu ging es auch natürlich um Schriftspracherwerb, also klar, eben weil in der Kita, es ist nicht in der Kita, muss man nicht schreiben lernen, aber wir hatten das, trotzdem ist es natürlich wichtig zu wissen, wie überhaupt Schriftspracherwerb funktioniert und ich find es einfach so verrückt, wenn ich mich selber, also versuche zurückzuerinnern, wie es war, als ich noch nicht lesen konnte und wie, wie krass ist es einfach, dass das einfach irgendwann mal passiert, also hoffentlich, ne, es gibt ja immer noch Analphabeten und Analphabetinnen auf der Welt, aber wenn man das dann gelernt hat und dass du das nicht mehr nicht sehen kannst, wie die Wörter zusammenhängen und das find ich irgendwie verrückt, was da so, also das Gleiche ist es ja auch mit dem Sprechen, wenn man irgendeine Fremdsprache spricht, sprechen lernt und plötzlich dann einfach diese Wörter weiß und weiß, was es versteht und man es lesen kann. Also klar, das hat ja dann alles auch mit dem Spracherwerb zu tun, da bin ich einfach immer so beeindruckt, das ist auch mal wieder so ein so 'n Aspekt, warum ich diese frühen Jahre einfach so spannend finde und warum ich auch, glaub ich, Lust hatte, das zu lernen und diesen Beruf ursprünglich zu ergreifen, weil halt da so viel, also alles, was halt später wichtig ist, passiert halt zu Beginn, alleine sprechen lernen und dann irgendwann, ja, schreiben lernen, lesen lernen, so, hä, warum kann das der Mensch?
Patrick
Das ist schon crazy, ja, ja, aber ja genau, also sich, sich selber Wissen aneignen zu können, so diese Grundlage zu schaffen, genau, dass wenn da 'n Wort steht, dass alle das gleiche Wort lesen können, das ist 'n super, super wichtiger Skill. Also und selber, weiß nicht, ich hab halt damals so 'n bisschen angefangen zu lesen, als so 'n großer Fantasyroman erschienen ist, das hat mich so 'n bisschen in diese
Karen
Der große, den alle gelesen haben?
Patrick
Genau. Das also, da hab ich so angefangen zu lesen. Das fand ich, fand ich super spannend. Da war ich, glaub ich, in der 3.4. Klasse oder so. Das hab ich, da hab ich mir das Buch ausgeliehen.
Karen
Also, du meinst mit Lesen so richtig auch eintauchen und nicht nur irgendwas zu entziffern
Patrick
In so 'ne Welt, genau, und richtig, richtig zu lesen, sich diese Welt nehmen, so einzutauchen. Und genau, es gibt ja andere Leute, die haben ja nicht so 'n großen Bezug zum Lesen für dieses eher was Anstrengendes, so. und ich musste das jetzt vor kurzem aber auch wieder 'n bisschen lernen, weil dieses ganze Doomscrolling bei Instagram hat mich natürlich auch 'n bisschen mürbe gemacht, was meine Aufmerksamkeitsspanne angeht und ich muss das jetzt gerade wirklich auch wieder 'n bisschen mehr üben, dass ich in aller Ruhe 'n Buch lese und das find ich schon krass irgendwie, wie wie sich diese Aufmerksamkeit dann eben auch wieder so so abkettelt. Genau, aber ich übe und Lesen ist wichtig, Leute, ich komme voran.
Karen
Ja, toll. Und ich glaube, das ist auch ein ein Ding, was eben auch in der Kita wichtig ist. Also, weil ich meine, wir wissen, Tablets sind nicht mehr wegzudenken, ist auch in Ordnung, weil jeder benutzt die, die sind einfach jetzt Teil unserer Welt, genauso wie Bücher zum Beispiel auch, also geschriebene Bücher, also analoge Bücher auf Papier, meine ich. Aber auch das quasi mit zu vermitteln, dass man sich auf was einlassen kann, muss, vielleicht auch, dass man Zeit dafür braucht und es halt auch sich nehmen darf und Aufmerksamkeit und dass es halt nicht nach 30 Sekunden halt vorbei ist und man dann zu was anderem kann man auch machen, aber es ist schwierig und das auch den Kindern mit zu vermitteln, zum Beispiel, wenn wir also ein Buch vorlesen und dann auch zu wissen, dass man noch nicht umblättern kann, weil du, also wenn du vorlesen willst, dann brauch ich Zeit, um diese ganzen Zeilen zu lesen, zum Beispiel. Ja, kommt natürlich aufs Alter an, ne, bei Zweijährigen geht das noch nicht, aber wenn 'n Kind 4 5 Jahre alt ist, dann verstehen die ja dann auch, dass es halt Zeit braucht, um die Worte zu lesen.
Patrick
Ja, ja, genau, und ich find es total faszinierend, was für 'ne Ausdauer die Kinder auch teilweise haben. Also, wenn ja, wir haben so 'n Buch, das ist die Riesenbirne, zum Beispiel,
Karen
dieses längliche, ne
Patrick
das ist 'n relativ dickes Buch, so und da ist man auch schon erstmal so 2 Stunden beschäftigt, wenn man das wirklich lesen möchte mit den Kindern und die lieben aber das in diese Geschichte, die langfristig ja auch angelegt ist, zu lesen, weil da wirklich wahnsinnig viel passiert und haben die so 'ne Abenteuerreise auch mit so einem Seeungeheuer auch so, also ne, wo es wirklich auch fantastisch wird und die sind da mit einem Eifer dabei, hören diese Geschichte zu und lauschen und sind da, sind da so dabei und das finde ich so was Besonderes, wenn wir es eben den Kindern ermöglichen können, in die Geschichten einzutauchen. Wir sind jetzt wieder mehr bei Bilderbüchern und bei bei Vorlesen, aber auch das bildet ja so 'ne riesen Grundlage, dann später für den Schrifterwerb, so dass sie ja, dass sie das Bedürfnis haben, eben was aufzuschreiben, so und in 'ne andere Welt eintauchen, Fantasie entwickeln und das dann aufschreiben, so zum Beispiel, ne. Also das super, super spannend, also lest mehr. Es ist so was Tolles, ich mag es, ich lieb' das, ist einer meiner meiner schönsten, sag' ich ja schon immer wieder, aber ist einer meiner schönsten Momente am Tag einfach, wenn ich so 'ne kleine Geschichte vorlese und die Kinder sich drüber freuen oder wir in so 'n Buch eintauchen und manchmal bringen sie dann auch von zu Hause Bücher mit, die wir dann vorlesen können und es ist einfach was ganz was Besonderes. So genau, da lohnt sich's reinzugehen und das zu bearbeiten, was die Kinder von sich aus mitbringen. dass sie was aufschreiben wollen, dass sie was aufschreiben lassen wollen, dass sie genau, kannst du das mal vorlesen, kannst du das mal vorlesen, was steht da eigentlich, ne? Also, dass man das eben miteinander bearbeitet, so das ist super, super wichtig.
Karen
Ja, und auch weil ich ja vorhin kurz Mehrsprachigkeit mit eingebracht hab, eben auch dann Bücher in anderen Sprachen, also in den Familiensprachen der Kinder, die vielleicht da in der Kita sind, da zu haben oder die Eltern zu bitten oder auch die Kinder zu bitten, magst du mal ein Buch von dir mitbringen oder also gegebenenfalls kann man es selbst dann nicht vorlesen, weil man die Sprache nicht spricht, aber auch dafür dann zu sensibilisieren. Also vielleicht hat dann ja mal Mutter, Vater, Oma, Opa irgendjemanden Zeit vorzulesen, aber auch zu sagen, das ist auch Schrift und ich kann die nicht lesen, weil ich sprech diese Sprache nicht, aber hier zum Beispiel dieses Kind oder die Mutter oder was auch immer kann es lesen und dieses Kind spricht diese Sprache, aber kann sie noch nicht die Wörter erkennen. Also auch diese, das begreiflich zu machen und auch zu sagen, ich kann das auch nicht, ich kann, ich müsste das auch lernen, erst.
Patrick
Das finde ich auch 'n super spannenden Prozess. Ja, das hatt ich auch gestern, da hab ich 'Der kleine Eisbär' vorgelesen
Karen
Der Larsi
Patrick
Genau, der kleine Lars. und das ist ein Buch, das wir eben auch auf einer zweiten Sprache haben.
Karen
Auf welcher Sprache?
Patrick
Türkisch, genau. Und wir haben jetzt tatsächlich, haben wir gerade n türkischsprachiges Kind, weiß ich jetzt gerade gar nicht, auf jeden Fall, nee, nicht bei uns auf der Etage zumindest, genau. Aber genau, wir haben dieses Buch eben bei uns und dann habe ich es auf Türkisch erstmal vorgelesen. Das, was ich die Buchstaben, die ich da gesehen habe, habe ich erstmal so gelesen, überhaupt gar keinen Sinn ergeben, so ist.
Karen
Ja, und vor allem die Aussprache ist ja vielleicht auch nicht immer richtig.
Patrick
Völliger, völliger Mist, so, aber die Kinder, die neben mir saßen, die haben mich das angeguckt, was liest der da gerade, was ist da los, so, und dann haben wir eben kurz drüber gesprochen, ja, O. K., ist 'n Buch, das steht auf Deutsch und auf Türkisch eben drauf, weil nicht alle Kinder eben oder alle Erwachsenen eben die eine Sprache sprechen, so, und genau, das eben auch so mit zu integrieren, das find ich, ist super schön, das.
Karen
Find ich auch, das find ich auch richtig spannend, einfach, also.
Patrick
Und das lieben die Kinder ja sowieso. Also, wenn sie eine andere Sprache sprechen, so die die andere nicht so richtig sprechen oder Wörter kennen auf einer auf einer anderen Sprache, dass man das miteinander austauscht. Ich hab heute, also ich hab ja auch so ein norwegisches Kinderlied, das ich noch irgendwie kenne, da weiß ich halt auch nicht jede einzelne Bedeutung, aber ich weiß halt, wie die Wörter so ein bisschen klingeln und das hab ich dann heute auch vorgesungen und da haben die Kinder schon großes Interesse dran. Ja, was heißt denn das? Was heißt denn das so? Das wirklich ein spielerischer Umgang mit Sprache, mit Worten, mit Geschichten ist super wichtig. Ja, und auch wertzuschätzen, was man dann kann. Jede Sprache ist wertvoll, wird ja manchmal immer so, oder geht ja immer so ein bisschen unter, wenn man sich denkt, na ja, Englisch ist ja die Hauptsprache, zumindest jetzt hier bei uns in diesen in diesen Breitengraden und das wie jetzt Türkisch, Arabisch oder so, oft als so, ja, ach so, so nicht so wertig irgendwie angesehen wird innerhalb dieses dieser globalisierten Welt und das finde ich auch immer super spannend zu mitzuteilen, dass es so ein Geschenk ist. Also die Kinder, die eben, sei es jetzt Arabisch, Türkisch oder auch Italienisch, wie auch immer, ne, die haben diese Sprache, die sie sprechen, ja, dann lernen sie Deutsch in der Kita, so Und dann kommt ja noch Englisch oder Französisch oder sonst so irgendwas dazu. Also, wie multiprofessionell ist das denn, wie viele, wie viele diverse Sprachen man dann eben so sprechen lernen kann. So, also, es ist doch was Besonderes und immer schade, wenn es so, so abge abgeflacht wird. So, weil das ist 'n riesen Schatz, den die, den die Kinder da mitbringen, wenn sie eben mit mehreren Sprachen aufwachsen.
Karen
Ja, ja genau, das also wie das find ich richtig schön, weil das ist. steht auch in einem Beitrag, so jede Sprache ist wertvoll und ist wichtig und für dieses Kind, das vielleicht jetzt mit einer oder ne mehreren Sprachen aufwächst, von zu Hause schon und dann vielleicht mit Deutsch noch in, weil wir ja eben in Deutschland leben, mit Deutsch in Berührung kommt, ist aber halt diese Sprache dann super wichtig, weil es so vielleicht die ersten Gefühle vermittelt bekommen hat, alles, ne, das ist so die Welt und dann zu sagen, ja, nee, aber du Du musst Deutsch, also ne, nur Deutsch ist richtig.
Patrick
Du darfst deine Muttersprache in der Kita nicht sprechen, so das ist Horror, also find ich schlimm.
Karen
Ja, das ist ja wie als dürft es sich halt nicht zeigen. Du musst jetzt im Schrank bleiben den ganzen Tag, also so.
Patrick
Ich mein, mir geht es ja auch so, wenn ich jetzt auf Englisch was erzählen möchte, ich krieg das irgendwie hin. Also ne, hab ja so ein bisschen meine meine Englisch-Skills, aber ich könnte jetzt nie den Humor, den ich jetzt im Deutschen habe, aufs Englische übersetzen. So, also ich bin im Englischen nicht so lustig, wie es jetzt vielleicht eben hier bin.
Karen
Wie man merkt
Patrick
oder oder kann meine Gefühle nicht so richtig in Worte fassen. Oder wenn ich jetzt irgendwas zu einer Geschichte sagen möchte, dann fehlen mir Worte einfach so, die ich aber bräuchte, eigentlich um mein Gefühl mitzuteilen. Und wenn ich dann diese Gefühlssprache in der Kita, in der Einrichtung, in der Schule nicht sprechen darf, so richtig krass.
Karen
So, weil das ist ja allein, also eh schon, muss ja schlimm sein, wenn man nicht verstanden wird. also in manchen Sprachen, weil das halt niemand die Sprache versteht und dann aber auch noch das, also ich glaube, heutzutage ist es nicht mehr so verbreitet, hoffe ich, dass man quasi verboten bekommt, irgendeine Sprache zu sprechen. Aber genau, ich mich nicht mal ausdrücken kann, oh, also da gut, dann versteht mich niemand, aber also das ist ja, da muss man was von sich selbst unterdrücken, das ist so schrecklich. Ich denke auch nicht, dass das noch so so praktiziert wird. Aber eine Sache zum Beispiel, die ich auch, also irgendwie war mir das nicht bewusst, habe ich gelernt aus einem Beitrag. Ich dachte früher, und ich glaube, es wurde so vielleicht vor 10 Jahren auch noch so gehandhabt, dass quasi, wenn man, ich kann zum Beispiel jetzt auch Französisch und da ist ein Kind, was zweisprachig aufwächst, also mit Französisch auch noch und dass ich dann aber mit diesem Kind nicht Französisch sprechen sollte, sondern halt Deutsch, damit es Deutsch kann. Und das ist aber überholt, ja mittlerweile vielleicht auch schon immer, aber auf jeden Fall hatte ich es irgendwie anders vermittelt bekommen, sondern wenn ich dadurch 'ne Beziehung zu diesem Kind aufbauen kann über diese Sprache, dann ist es gut, dann ist es schön und dann kann das Kind hat so viele Möglichkeiten noch quasi deutsches Sprachbad zu bekommen, so genau.
Patrick
ja, ist ja nicht so, dass man das Kind jetzt nur auf Französisch dann eben zutextet, so und dann man da einfach so gemeinsam spricht, sondern dass man natürlich dann auch Deutsch spricht, so, also ist ja beides so, aber manchmal braucht es das einfach, jemanden an die Hand zu nehmen und zu zeigen, hey.
Karen
Oder wenn es nur ein paar Worte sind, so.
Patrick
Ich kann, ich kann ein paar Wörter, also ich kann dir, ja, ich kann dir was vermitteln, ich kann dir was erzählen, was du verstehst, so, und es gibt auch viele Dinge, die ich verstehen kann, wenn du sie erzählst, so, das finde ich, finde ich super wichtig. Sprache ist der Schlüssel zur Welt, es ist einfach so. Ohne Sprache könnten wir uns nicht mit anderen Menschen groß auseinandersetzen, so und uns Wissen und und Dinge eben aneignen und genau von dem her ist es super, super wichtig, diese Kompetenz eben auszuarbeiten, auszuleben und nicht kaputt zu machen, indem man Verbote und Gebote irgendwie erteilt, so oder sagt, wir müssen das jetzt auf Biegen und Brechen, müssen die Kinder jetzt bis da und da das und das Lernen, so das ist 'n Druck, den wir in der Kita nicht brauchen.
Karen
Nee, das stimmt. Und ich meine, das Gleiche auch mit Eltern, die mehrsprachig sind oder eben halt vielleicht nicht so gut Deutsch sprechen. Natürlich ist es schwierig, wenn man kein Deutsch spricht und wenn man sich dann anders verständigen muss. Aber dann gibt es Dolmetscher, irgendjemand spricht vielleicht die Sprache, ja, auch da keinen Druck zu machen. So, weil die manche denken wir jetzt nur an geflüchtete Familien, die haben es schwer genug.
Patrick
Voll, ja. Ich war mal am Flughafen und hatte noch so 'n bisschen Leerlauf. Und dann war eben auch 'n 'ne Frau, die mich dann irgendwie so angesprochen hat, weil sie nicht wusste, wo wo sie zum Flieger musste. So und dann ja, genau so war total verwirrt und wollte wollte eben zu ihrem Flieger. Und dann hat sie mir quasi ihren ihren Sohn oder so, der war dann am Telefon, hat mir dieses Telefon hier in die Hand gedrückt, konnte da irgendwie rangehen und dann da irgendwie so 'n bisschen überlegen. Und dann hab ich mir gedacht, na ja, der ist doch da unten. Und so, und aber die hat einfach Hilfe gebraucht. So, und dann hab ich sie zu ihrem zu ihrem Flieger hingebracht und es war auch kurz vor knackig, weil sie musste dann auch.
Karen
Sie musste schnell boarden.
Patrick
Die war schon beim Boarding letztendlich. Das war, glaub ich, so die die letzten 3 Personen, die da noch reingegangen sind gerade, und da hab ich die da gerade rechtzeitig noch hingebracht und genau, also es Sprache ist super.
Karen
Super der der Sohn am Telefon konnte aber quasi Deutsch oder Englisch.
Patrick
Genau, der hat dann Deutsch gesprochen und hat mir dann irgendwie gesagt, ja, meine Mutter braucht Hilfe, kannst du sie bitte da und dahin gehen und so. alles funktioniert, hab ich da hingebracht und war das, war es erledigt und ich dachte, wir haben einfach so Situation.
Karen
Was mach ich jetzt, was mach ich jetzt?
Patrick
Was ist jetzt schon wieder los, manchmal bin ich auch so in mir 'n bisschen gefangen und dann genau, hab ich mich drauf eingelassen, hab der Frau geholfen und dann war die in ihrem Flieger und war zufrieden und genau und ich dachte mir danach auch so, ja, gute Tat, hab ich es geschafft.
Karen
Ja, das ist voll schön, ja, ich glaub, wir sollten wahrscheinlich immer aufmerksamer sein und nicht, also klar, manchmal sind wir auch durch den Wind und können dann vielleicht mal nicht helfen, aber ja, wenn halt was Fremdes da ist, irgend 'ne Verständigung findet man immer.
Patrick
Ja, voll. Ja, ist auch schön, dass wir uns verständigen.
Karen
Das find ich auch schön, Patrick. Ach, ich hab' auch das Gefühl, wir sind sehr gut wieder reingestartet bei unserer Pause, ne? Ich hoffe, ihr habt das Gefühl da draußen auch.
Patrick
Ja, und dürft euch schon auf die 3. Folge freuen der zweiten Staffel.
Karen
Die 3. Folge kommt bestimmt und auch die vierte und Patrick wird's uns immer wieder ansagen. Das ist jetzt deine Rolle.
Patrick
Ich glaub', heute geht's noch, dann verliert sich das wieder. Wir schauen mal.
Karen
Wir schauen mal. Ja, aber ich kann auf jeden Fall euch diese Ausgabe empfehlen, natürlich, da könnt ihr noch euch ein bisschen weiter reinlesen. Vor allem zur Mehrsprachigkeit fand ich schön, haben wir 2 schöne Beiträge und zur Elternarbeit auch. Und ich freu' mich, dass wir bisschen drüber gequatscht haben, Patrick.
Patrick
Ja, voll, ja.
Karen
Ja. Dann sag mer Pfiati, oder?
Patrick
Pfiats eich, kommt gut durch die Woche, wir sehen uns.
Karen
Macht's gut.
Patrick
Ciao, ciao.
Outro
Das war's für heute. Wir freuen uns auch über eure Erlebnisse aus der Praxis. Schreibt mir gerne an karen.sachse@herder.de. Die aktuelle Ausgabe von kindergarten heute findet ihr online auf kindergarten-heute.de Bis zum nächsten Mal bei heute im Kindergarten.